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Flughelferübung am Perlsee bei Waldmünchen

Rund 120 Einsatzkräfte beübten am 11. Juli einen angenommenen Waldbrand im Gebiet zwischen Perlsee und Untergrafenried bei Waldmünchen.

Dabei kam auch ein Hubschrauber der Bayerischen Polizei zum Einsatz, der von Flughelfern aus dem Landkreis Cham, aus Amberg und Bayreuth koordiniert wurde. Landrat Franz Löffler zeigte sich beeindruckt von der Gemeinschaftsleistung und betonte die Notwendigkeit derartiger Übungen.

Eigentlich sollte die Übung am Perlsee in einem noch größeren Rahmen stattfinden, jedoch war das aufgrund der Pandemie nicht möglich. Aber selbst in dieser Größenordnung bot sich am Perlsee ein beeindruckendes Bild: Zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge waren am See positioniert, dazu hatte auch die Wasserwacht Waldmünchen ihr Lager aufgeschlagen. Die Übung startete um 9 Uhr mit der Ankunft des Hubschraubers der Bayerischen Polizei. Die Flughelfer des Landkreises Cham hatten verschiedene Gegenstände auf der Wiese in der Nähe des Sees aufgebaut, darunter Kisten mit Spezialausstattung für Waldbrandeinsätze und natürlich Wasserentnahmebehälter für den Hubschrauber. Die Feuerwehr Waldmünchen unterstützte den Einsatz logistisch und sicherte gegen Brandgefahr ab. Die Unterstützungsgruppe aus Arrach war für die Dokumentation und Koordination der gesamten Übung verantwortlich. Am Kramhof bei Untergrafenried arbeiteten die Flughelfer aus Amberg und Bayreuth mit der Hubschrauberbesatzung zusammen. Dort wurde unter anderem ein Faltbehälter mit einem Fassungsvermögen von 5000 Litern Wasser aufgebaut. Die Feuerwehren Höll und Untergrafenried zeichneten sich für die Wasserabgabe verantwortlich. Auf dem Perlsee selbst war die Wasserwacht mit zwei Booten unterwegs, um eine Sichere Entnahme von Löschwasser aus dem See für den Hubschrauber zu garantieren. Eine Besatzung des Rettungsdienstes stand für etwaige Notfälle parat. Und auch die Bergwacht war anwesend, da der Hubschrauber mehrmals betankt werden musste. Dies führte die Bergwacht mit einem Spezialfahrzeug durch.

Als Fachberater für die Flughelfer eröffnete Konrad Kellner die Übung mit einer sehr kurzen Ansprache, da ein straffer Zeitplan abzuarbeiten war, der sogleich mit der Sicherheitseinweisung am Helikopter startete. Kreisbrandrat Michael Stahl dankte allen Partnern der Feuerwehr für ihre Beteiligung an der Übung. Am Vormittag machten sich auch Landrat Franz Löffler, Bürgermeister Markus Ackermann und Polizeihauptkommissar Christian Pongratz ein Bild von dem Übungsablauf. Der Helikopter beförderte diverse Gegenstände zum Kramhof und begann dann auch mit dem Abwurf von Wasserladungen auf definierte Flächen. Auf dem Damm hatten sich zahlreiche Schaulustige eingefunden, um die Waldbrandübung zu verfolgen. Landrat Franz Löffler betonte die Notwendigkeit derartiger Übungen: „Komplexe Einsatzlagen erfordern komplexe Übungen. Die Einheiten müssen gut aufeinander abgestimmt arbeiten, damit im Ernstfall auch alles reibungslos funktioniert.“ Die drei Elemente Wasser, Luft und Land würden drei Szenarien bieten, die beherrscht werden müssen. Dies beweise die Übung sehr eindrucksvoll. Er dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz zum Gemeinwohl und erwähnte insbesondere die unkomplizierte Partnerschaft mit der Bayerischen Polizei. Die Hilfsorganisationen würden für die Bevölkerung eine Sicherheitsgarantie bieten, mit der auch schwierige lagen bewältigt werden. Der Brand auf den Osserwiesen hätte bestätigt, dass derartige Übungen leider auch ein Ernstfall werden könnten. „Der Einsatz damals funktionierte nur deshalb so gut, weil er vorher auch beübt wurde.“ Bürgermeister Markus Ackermann war erfreut, dass Waldmünchen und der Perlsee Schauplatz einer Großübung waren. „Eine derartige Übung schafft Kompetenz und Sicherheit und ist für die Bevölkerung ein Beleg, dass unsere Hilfsorganisationen schlagkräftig und einsatzfähig sind.“ Ackermann dankte, dass auch die lokalen Feuerwehren in die Übung eingebunden wurden. Es gebe eine große Zufriedenheit, dass so etwas vorhanden ist. Polizeihauptkommissar Christian Pongratz sprach von einer unkomplizierten Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Nach der Mittagspause wurde der Abwurf von Wasser mit unterschiedlichen Behältern beübt und der Helikopter kam auf insgesamt gut 15 Flüge. Bis zu 900 Liter Wasser können mit einem Flug transportiert werden. Bei der Abschlussbesprechung sprach Fachberater Konrad Kellner von einem guten Übungsverlauf und einer funktionierenden Zusammenarbeit. KBI Norbert Auerbeck dankte allen Beteiligten und freute sich, dass die Übung ohne Zwischenfälle verlief.

Waldbrand am Großen Arber – Übung der Flughelfergruppe

Waldbrand am Großen Arber, Radarstellung bedroht!

So lautet am Mittwoch den 24.06.2020 die Übungsannahme der Feuerwehren im Arbergebiet. Das Szenario wurde von KBM und Leiter der Flughelfergruppe Konrad Kellner mit seinem Stellvertreter Christian Kress, KBM Hans Richter aus dem Landkreis Regen, KBR Stahl Michael und StFw der Bundeswehr Alois Vogl ausgearbeitet.

Ausgangspunkt war ein Waldbrand oberhalb des sog. „Schmugglerweges“ in der Nähe der beiden Türme, der auf die Liegenschaft der Bundeswehr überzugreifen drohte. Da die Radarstellung massiv bedroht war, schickte die Bundeswehr einen Hubschrauber des Typs NH90 vom Transporthubschrauberregiment 30 Niederstetten / 3.Staffel zur Löschhilfe. Für die Zusammenarbeit mit der fliegenden Besatzung war die Flughelfergruppe des Landkreises Cham zuständig. Auf Grund der bereits jahrelangen guten Zusammenarbeit wurden auch die Flughelfer aus Straubing zu dieser Übung eingeladen.

Vor Flugbeginn erfolgte die Einweisung in den neuen Einsatzhubschrauber der Bundeswehr. Während die TLF 24/50 aus Bad Kötzting und Zwiesel zusammen mir den Wechselladern aus Arrach mit dem AB-Tank und Furth im Wald mit dem AB-Mulde den Wassertransport zum Landeplatz bei der Bergwachthütte übernahmen, machten sich die Feuerwehren aus Bayerisch Eisenstein und Regenhütte auf den Weg, um im Gipfelbereich eine Wiederstandsline zu errichten.

Da es nicht möglich war, zu Fuß den Waldabschnitt zu betreten, konnte der simulierte Brand nur aus der Luft gelöscht werden. Weiterhin wurde angenommen wurde, dass die Beschneiungsanlage defekt sei. So musste dass komplette Löschwasser ausschließlich über den Luftweg auf das Gipfelplateau geflogen werden. Hierfür wurde von den Flughelfern ein 5000 Liter Faltbehälter aufgebaut, welcher ebenfalls durch das Bambi Bucket vom NH90 befüllt wurde.

Die Wasseraufnahme des Hubschraubers erfolge im Großen Arbersee. Hier war zudem die Wasserwacht aus Zwiesel mit Boot und Tauchern für eventuelle Notfälle vor Ort. Eingreifen mussten sie aber glücklicherweise nicht. Später erfolge die Wasseraufnahme am Flugfeld via Schlauchbefüllung. Da es bisher noch keine Übung zwischen NH90 und zivilen Feuerwehren bzw. Flughelfern gab, wurde hier erstmals das Verfahren „Schlauchbefüllung“ erprobt. 

Ein spezielles geländegängiges Waldbrandfahrzeug konnte bei dieser Übung ebenfalls einen ausgiebigen Test durchlaufen. Mit dessen Hilfe wurde ein Waldbrandsatz vom Flugfeld in das Einsatzgebiet transportiert.

Die Einsatzleitung übernahm die UG-ÖEL aus Arrach, welche auch den sog. „Fliegerischen Einsatzleiter“ unterstützte. Zur medizinischen Absicherung der Einsatzkräfte waren die Bergwachtbereitschaften aus Lam und Zwiesel vor Ort.

Konrad Kellner zum zuständigen Kreisbrandmeister für den KBM-Bereich Lam ernannt

Landrat Franz Löffler hat zusammen mit KBR Michael Stahl Herrn Konrad Kellner von der Freiwilligen Feuerwehr Thürnstein – Schrenkenthal zum neuen Kreisbrandmeister für den KBM-Bereich Lam ernannt mit Dienstbeginn zum 1.Januar 2020.

Zeitgleich wurde auch Michael Gutscher von der FF Eschlkam als neuer KBM für den Bereich Furth i.W./Hohenbogenwinkel vorgestellt. Aufgrund des Ausscheidens des bisherigen KBM Josef Pritzl zum 31.Dezember 2019 galt es den Posten des Kreisbrandmeisters für den Bereich Lam nach 14 Jahren wieder neu zu besetzen.

Dazu hat KBR Michael Stahl Gespräche mit allen Kommandanten des Bereiches geführt und in Abstimmung mit KBI Bergbauer den derzeitigen Kommandanten der FF Thürnstein – Schrenkenthal und Leiter der Flughelfergruppe Konrad Kellner für diese Aufgabe vorgeschlagen. Nachdem Kellner zwischenzeitlich auch den letzten für die Führungsfunktion notwendigen Lehrgang des Verbandsführers an der Staatlichen Feuerwehrschule in Regensburg erfolgreich absolviert hat, konnte er nun in diese Führungsfunktion bestellt werden. 

Der 44-jährige Thürnsteiner trat mit 14 Jahren in seine Heimatwehr ein und engagierte sich seitdem sehr intensiv darin. Bereits im Jahre 1999 wurde er zum stv. Kommandanten gewählt, von 2005 bis heute übt er das Amt des 1.Kommandanten aus und wirkt seit dem Jahr 2000 als Schiedsrichter bei Leistungsprüfungen im KBI Bereich Bad Kötzting mit.

Die Feuewehr Thürnstein – Schrenkenthal ist Standort der Flughelfergruppe, deren Leitung Konrad Kellner seit der Gründung im Jahre 2007 inne hat, seit 2017 fungiert er bereits als Fachberater Flughelfer als Ansprechpartner für die Kreisbrandinspektion. Aufgrund seiner feuerwehrtechnischen und -taktischen Erfahrung, sowie seiner Führungskompetenz und Kameradschaft wurde Konrad Kellner von den Führungskräften und Kommandanten als bestens geeignet beurteilt, die Führungsfunktion als KBM zu übernehmen. 

Der verheiratete Familienvater von 3 Kindern, vom Beruf Kfz-Mechaniker, wird ab Januar die Betreuung der 9 Feuerwehren aus den Gemeinden Arrach, Hohenwarth, Lam und Lohberg übernehmen. 

Die Feuerwehrführung im KBI-Bereich Bad Kötzting wünscht dem neuen Kreisbrandmeister alles Gute im neuen Ehrenamt und stets eine glückliche Hand bei seinen Aufgaben. 

Bei der Feierstunde in der KEZ Cham, an der auch Abteilungsleiter Norbert Wittmann (Öffentliche Sicherheit und Ordnung) und KBI Andreas Bergbauer teilnahmen, würdigte Landrat Franz Löffler und KBR Michael Stahl unisono die engagierte und kameradschaftliche Arbeit des zukünftigen “KBM a.D.” Josef Pritzl, der weiterhin als Leiter der UG OEL am Standort Arrach seine Erfahrung miteinbringen wird.

Bericht und Bilder dankenswerter Weise von Karl Pfeilschifter und WebTeam KBI Bad Kötzting

Flughelferübung Hienheim

Eine weitere große Gemeinschaftsübung mehrerer Bayerischen Flughelfer Standorte fand am 09.08.2019 in Hienheim (Kreis Kelheim) statt. Ausrichter war die Flughelfergruppe Neustadt an der Donau.


Bereits um 05:30 Uhr machten sich sechs Flughelfer der Flughelfergruppe des Landkreises Cham auf den Weg zum Flugplatz Hienheim wo sich die Gruppen aus Neustadt a.d. Donau, Straubing, Wolfratshausen, München und Thürnstein trafen. Zusätzlich waren noch mehrere Feuerwehren aus der Umgebung, die Wasserrettung und die Staatliche Feuerwehrschule Würzburg daran beteiligt.
An Luftfahrzeugen waren eine EC135 der Bayerischen Polizeihubschrauberstaffel und eine Bell UH1D der Bundeswehr beteiligt. Eine weite Einsatzmaschine der Polizeihubschrauberstaffel aus Sachsen musste leider wegen einen technischen Defekt die Teilnahme absagen.


Bei einem gemeinsamen Briefing wurden die drei „Einsatzstellen“ unter den Gruppen aufgeteilt. Hier erhielt die Gruppe aus dem Landkreis Cham den Einsatzauftrag bei „Haderfleck“ eine Außenstation aufzubauen und den Feuerwehren die Brandbekämpfung mittels Waldbrandsatz zu ermöglichen.
So wurden als erstes die Flughelfer mit der Polizeimaschine in den Einsatzraum geflogen. Als erste Last machte sich der 5000l Faltbehälter auf den Weg zur Außenstelle. Gefolgt von mehreren Boxen die gefüllt waren mit Equipment zur Brandbekämpfung.
Als der Faltbehälter aufgebaut war, wurde dieser durch mehrere Flüge der Polizei und Bundeswehr mit Wasser befüllt. So konnte zügig ein Löschangriff vorgenommen werden. Während der Brandbekämpfung wurden immer mehr Lasten an die Einsatzstelle transportiert.


Nach der gemeinsamen Mittagspause wurde wieder in mehreren Flügen der Faltbehälter via Bambi Bucket und Semat befüllt. Auch die ersten Lasten konnten wieder zurück ans Flugfeld geschickt werden.
Als das Löschwasser verbraucht war, war auch das Ende der Übung gekommen. So wurden alle Gerätschaften wieder abgebaut und in Lastennetzen für den Abtransport vorbereitet. Als alles wieder am Ausgangspunkt angekommen war wurden die vor Ort befindlichen Flughelfer von der Bell in zwei Flügen abgeholt und ebenfalls zurück ans Flugfeld geflogen.


Bei der Abschließenden Besprechung zeigten sich alle Teilnehmer sichtlich zufrieden über den Übungsablauf. „Man sieht dass wir mittlerweile alle gleich ticken und denken“ so der Einsatzleiter und Kommandant der Feuerwehr Neustadt an der Donau Jürgen Bucher. Kress Christian von der Flughelfergruppe das Landkreises Cham bedankte sich über die Einladung zur Übung und freute sich schon auf weitere Übungen die zusammen abgehalten werden.

Zwei weitere ausgebildete Flughelfer

Der diesjährige Flughelfer-Technik-Lehrgang fand vom 15. bis 19. Juli an der Staatlichen Feuerwehrschule in Würzburg statt. Mit dabei waren zwei Kräfte der Flughelfergruppe des Landkreises Cham.

Morgens machten sich Anna Weinfurtner und Kilian Achatz mit dem Mehrzweckfahrzeug der FF Thürnstein auf den Weg nach Würzburg. Dort wurden sie in den ersten beiden Tagen in Hubschraubergrundlagen, Landeplätze, Einwinkzeichen, Lasthakenkunde und weiteren Aufgaben der Flughelfer eingeweiht.

Am Mittwoch stand der Flugtag auf dem Lehrplan. Hier brach man gemeinsam zum nahe gelegenen Fluggebiet “Schenkenturm” auf. Dort waren von den Ausbildern bereits mehrere Lastaufnahmeplätze und Außenstationen aufgebaut worden. Nach und nach landeten die Hubschrauber, die für den Ausbildungstag bestellt worden waren, nämlich eine EC 135 der Bayerischen Landespolizei, eine Bell UH1D der Bundeswehr aus Niederstetten, eine CH 53 aus Laupheim (ebenfalls Bundeswehr) und eine AS350 Ecureuil des Privatunternehmens Helix.

Text: Maria Frisch

Tag der Rettungskräfte in Arrach

Grund zum feiern hatte die Freiwillige Feuerwehr Arrach am 13. Juli 2019. Und zwar wurde an diesen Tag ihr neues Wechselladerfahrzeug offiziell eingeweiht. Der Wechsellader stammt aus einer Sammelbeschaffung mehrerer Feuerwehren im Landkreis Cham. Hier wurden fünf baugleiche Trägerfahrzeuge beschafft. Verteilt wurden die Fahrzeuge auf die Standorte Arrach, Waldmünchen, Furth im Wald, Rötz und Roding.


Als Rahmenprogramm der Weihe wurde der „Tag der Rettungskräfte“ am Seepark Gelände in Arrach abgehalten. Hier präsentierten sich unter anderen die DLRG, das THW und weitere verschieden Rettungs- und Hilfsorganisationen. Auch mehrere Realübungen wurden abgehalten. Eine davon war die Brandbekämpfung aus der Luft. Hier zeigte die Polizeihubschrauberstaffel Bayern und die Flughelfergruppe des Landkreises Cham ihre Ausrüstung und ihr können. So wurden Lasten und Löschwasseraußenlastbehälter via Hubschrauber transportiert. Auch ein simuliertes Feuer wurde Zielgenau durch die fliegende Besatzung abgelöscht. Bei der einstündigen Übung, wurde den Zuschauern die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten eines Hubschraubers aufgezeigt.

Waldbrandübung Rockycany 2019

Bereits zum vierten Jahr in Folge nahm die Flughelfergruppe des Landkreises Cham an einer großen Waldbrandübung im Nachbarland Tschechien teil. Dieses Mal wurden die Flughelfer durch Kräfte der Flughelferstaffel Bayreuth unterstützt.
Schon um 05:45 machte sich der Flughelferzug, bestehend aus LF10 der FF Thürnstein und TLF16/25 der FF Lohberg auf den Weg zum Sammelpunkt in Drazenov. Hier sammelten sich die Teilnehmenden Einheiten aus dem Landkreis Cham. Dieses Jahr umfasste das Kontingent: Schlauchwagenzug Bad Kötzting, HFS Zug Waldmünchen, ABC Zug Cham, Flughelfergruppe Lkr. Cham, FF Arrach, FF Schafberg, FF Atzlern, FF Kleinaigen und FF Arnschwang
Pünktlich um 09:00Uhr machte sich der Konvoi mit Polizeibegleitung auf ins übungsgebiet nahe Pilsen. Wie die Jahre zuvor ging es auf den Truppenübungsplatz BRDY.
Nach 2 stündiger fahrt traf man sich mit den Tschechien Kollegen am vorher definierten Bereitstellungsraum. Nun fand für alle Einheitsführer eine Einweisung in die aktuelle Lage statt. Die Flughelfergruppe bekam den Auftrag eine Fliegerische Einsatzleitung aufzubauen und einen Feldlandeplatz, zusammen mit den tschechischen Kollegen, zu errichten. Aufgrund des Knowhows der deutschen Kollegen entschied man sich die Fliegerische Einsatz Leitung in Deutsche Hand zu geben. So wurde kurzerhand Kress Christian zum Fliegerischen Einsatzleiter bestimmt. Mit Hilfe einer Dolmetscherin aus den Reihen der FF Waldmünchen klappte die Verständigung am Flugfeld reibungslos. Als Einsatz Auftrag wurde von dem Einsatzführungsstab, welcher durch FB Bernd Hatzinger besetzt wurde, die Maximale Wasserausbringung auf den Brandherd angeordnet. Nachdem am Flugfeld alles für eine Schlauch Befüllung vorbereitet war, wurde durch die FliegE das „OK“ an den Einsatzstab gegeben. Diese forderten dann unverzüglich den in Pilsen Stationierten Polizeihubschrauber für die Brandbekämpfung an.

Da dieser aber zur gleichen Zeit einen realen Einsatz bekommen hatte, konnte dieser nicht ins Übungsgebiet starten. So wurde unbürokratisch vom Führungsstab ein Rettungshubschrauber vom TYP W-3A Sokol von der Tschechischen Luftwaffe für die Brandbekämpfung angefordert. Da dieser aber nicht vorbereitet war dauerte es ca. 1,5 Std. bis dieser im Übungsgebiet eintraf. Nach einem kurzen briefing der Besatzung mit der Boden Crew wurde mit dem Flugbetrieb begonnen. Aufgrund der mittlerweile Jahre langen Bekanntschaft zwischen den Flughelfern und den Tschechischen Kräften konnte das Briefing relativ kurz gehalten werden. So konnte zügig mit dem Flugbetrieb angefangen werden. Als Löschwasseraußenlastbehälter wurde eine Bambi bucket mit 1600L Fassungsvermögen verwendet. Da die Maschine aber noch die gesamte Medizinische Ausrüstung dabei hatte, wurde es auf 1100l reduziert. Für die Schlauch Befüllung wurden die Tanklöschfahrzeuge aus Lohberg und Radnice verwendet. Um genug Löschwasser vorrätig zu haben wurde eine B-Leitung vom HFS Verteiler zum deutschen TLF verlegt. Da das TLF aus Radnice über einen Tank von 9000L verfügt, hatte es dementsprechend genug Puffer bevor er wieder befüllt werden musste.
Im gesamten Einsatzverlauf wurden 16 Rotationen mit je 1100L Wasser ins Brandgebiet geflogen, was bedeutet das 17.600L über dem Brandgebiet abgeworfen wurde. Dies wurde alles durch den Fliegerischen Einsatzleiter dokumentiert und an den Einsatzstab gemeldet. Nach ca. 1,5 Stunden wurde der Flugbetrieb beendet und das Flugfeld konnte wieder abgebaut werden. Kurze Zeit später hieß es dann „Übungsende“ und alle Teilnehmer konnten ihre Gerätschaften wieder zurückbauen.
Nun Folge eine Abschlussbesprechung für alle Teilnehmer der Übung. Auch diese wurde wieder durch einen Dolmetscher übersetzt. Hier zeigte sich nochmal, dass die Regelmäßigen Übungen sich sehr positiv auf die Zusammenarbeit aller Kräfte auswirke und man für gemeinsame Einsätze bestens gewappnet sei.
Nach gemeinsamer Rückfahrt im Konvoi konnte gegen 20:00 Uhr der ILS wieder der Status 2 gemeldet werden. Bei der internen Nachbesprechung bedankte sich Stadbrandrat der FW Bayreuth Ralf Herrmann nochmal bei der Flughelfergruppe für die Einladung zu dieser nicht alltäglichen Übung und freute sich ebenfalls über die exzellente Zusammenarbeit der bayerischen Flughelferstandorte.

Flughelferübung Laupheim

Von 24.04 bis 26.04. fand die diesjährige „Clearwater“ Übung in der Kurt-Georg-Kiesinger-Kaserne in Laupheim (Baden Württemberg) statt. Hier ist das Hubschraubergeschwader 64 der Bundeswehr mit den Hubschraubern vom Typ CH53 stationiert.
Bereits um 04:00Uhr machten sich vier Flughelfer der Flughelfergruppe Lkr. Cham auf den Weg ins Nachbarbundesland.
Nach 4 Stündiger Fahrt traf man sich mit den Kollegen der Flughelferstaffel München am Kaserneneingang. Nach kurzer Begrüßung wurden die Übungsteilnehmer von Hauptmann Claasen abgeholt und auf das Flugfeld geleitet. Nach einer kurzen Vorstellung wurde damit begonnen das Flugfeld entsprechend der Planung aufzubauen. Hier mussten 2 Semat 5000 und 2 Semat 900 richtig positioniert werden. Von der Bundeswehr wurden bereits am Vortag 2 Löschwasserbehälter vom Typ Smokey 1 aufgebaut. Auch eine Wasserentnahmestelle und ein Platz für eine Schlauch Befüllung wurden vorbereitet. Während der Aufbauarbeiten kamen zwei weitere Übungsteilnehmer aus Niederstetten am Flugfeld an. Dies waren zwei Bell UH1D SAR, die für die Semat 900 und die Winch verfahren zuständig waren.
Nachdem alles vorbereitet war fand ein gemeinsames Briefing statt. Hier wurde die Mannschaft auf 3 Stationen aufgeteilt und die jeweiligen Transportleiter ernannt.
So konnte gegen 10:00Uhr mit dem Flugbetrieb begonnen werden. Die Arbeitsaufträge wurde via VHF (Flugfunk) von der FliegE (Fliegerische Einsatzleitung) an die drei Maschinen vergeben. So war der erste Auftrag für die CH53 die Aufnahme eines Semat 5000 und diesen bei einem nahe gelegenen Baggersee zu befüllen. Die beiden Bell´s nahmen jeweils einen Semat900 auf und flogen ebenfalls zu einem nahe gelegenen See. Das geholte Wasser wurde nun in ein Staubecken, einen AB-Mulde und über ein Simuliertes Feuer abgeworfen. So wurde bis Mittag verschiedene Last- und Wasseraufnahmen geübt.
Nach dem Mittagessen in der Kaserne ging es in gewohnter weiße wie am Vormittag weiter. Nur war nun eine Bell für den Personen Winch abgestellt. So konnten die Flughelfer ihre Windenkenntnisse wieder auffrischen.
Gegen 14:30 Uhr kam die Meldung dass eine CH53 zum Waldbrand in Thüringen alarmiert wurde. Sofort wurde mit einer Crew ein Smokey 1 Behälter für den Einsatz vorzubereiten. Da der Behälter außen am Lasthaken Transportiert werden sollte, wurde er mit 2500l Wasser per Schlauch Leitung befüllt. Dass diente der Stabilisierung des Behälters während des Flugs.
Bis die Einsatz Maschine startklar war und den Einsatzbefehl erhalten habe, wurde mit dem Übungsbetrieb weiter gemacht.
Um 17:00Uhr startet die Einsatzmaschine und Hoverte zum Übungsgebiet. Als der Löschwasser-Außenlastbehälter angehängt war, stelle die Besatzung aber einen Technischen Defekt der Steuereinheit fest, so dass der Einsatz für diesen Tag beendet werden musste. Somit war auch der Übungstag um 17:30Uhr beendet.
Am Donnerstag startet der Übungsbetrieb um 07:00Uhr mit der Überprüfung der Außenlastbehälter und der Maschinen. Im Anschluss folgte wieder ein Briefing aller Teilnehmer und die Aufteilung des Personals. Dieses mal unterstützten auch 2 Flughelfer in der CH53 die fliegende Besatzung. Da sie auch eine Wäremebildkamera dabei hatten, konnten sie in enger Zusammenarbeit den Richtigen abwurfpunkt über der Fire-lane bestimmen.
Auch die Einsatzmaschine kam um 07:30Uhr zum Übungsfeld um den bereitgestellten Behälter für Thüringen ab zu holen. Dieses mal konnten keine Probleme festgestellt werden und die Maschine konnte samt Behälter in den Einsatz gehen.
Der Flugbetreib ging im Anschluss noch bis Mittag weiter, bevor die Behälter abgebaut wurden. Die zwischenzeitlich eingetroffenen Kräfte aus Wolfratshauses und Neustadt bauten ihre Löschwasser-Außenlastbeälter auf und übernahmen nun das Flugfeld.
Die Kräfte aus München und Thürnstein absolvierten nachmittags noch eine Rettungsübung an einer CH53. Am Vorfeld wurden sie durch Boardtechniker, der Flugplatzfeuerwehr sowie den Bundeswehr Rettungsdienst auf die Vorgehensweiße und die gefährlichsten Stellen am Hubschrauber unterrichtet.
Bei der Praktischen Übung wurde angenommen dass der Hubschrauber eine „harte Landung“ hinter sich hatte und die Crew Bewusstlos im Cockpit war. Gemeinsam wurden die Besatzungsmitglieder Patientenschonend gerettet und dem Rettungsdienst übergeben.
Dies war auch gleichzeitig das Übungsende für die Kräfte aus München und Thürnstein.
Bei der anschließenden Abschlussbesprechung waren sich alle einig dass es zwei äußerst lehrreiche tage waren. Auch gab es Glücklicherweise keine Verletzten oder gravierende Fehler zu beklagen. Als letztes danke Kress Christian (Stlv. Leiter der Flughelfergruppe Lkr. Cham) den Kollegen aus München für die Einladung und freute sich über die Reibungslose Zusammenarbeit der beiden Flughelfer Standorte mit der Bundeswehr.