Alle Beiträge von Josef Mühlbauer

Kindergarten Lam bei der Feuerwehr Thürnstein/Schrenkenthal

Die Feuerwehr Thürnstein/Schrenkenthal hatte Besuch vom Kinderhaus St. Ulrich in Lam.
Die letzten Wochen wurde das Thema “Feuerwehr ” ausgiebig im KIGA behandelt, so das der Besuch der Feuerwache in Thürnstein auf den Plan stand.
Nach einer kurzen Brotzeit der Kinder erklärte der Kommandant Kellner Konrad sowie der Stellv. Vorsitzender Kleppel Gustav den Kindern die Fahrzeuge sowie alle verschiedenen Schutzausrüstungen.
Zahlreiche Fragen wurden beantwortet.
Anschließend konnten alle Kinder ihr Können an unserem Brandhaus unter Beweis stellen.

Ein Löschangriff von anno dazumal

Die Freiwillige Feuerwehr aus Lam kam zum Ehrenpatenbitten zum Nachbarverein nach Thürnstein/ Schrenkenthal.

Die FF Lam mit Festgefolge musste am Freitagabend beim Ehrenpatenbitten bei der Nachbarwehr gleich zum Auftakt einige Höhenmeter über die „Roßberg-Höhe“ zur Thürnsteiner Feuerwache überwinden. Das herrliche Sommerwetter und die Klänge der Thürnsteiner Blaskapelle beflügelten jedoch diesen Antrittsbesuch, bei dem alle ein strahlendes Lächeln aufsetzten und gute Laune verbreiteten. Die knisternde Spannung bei der Ankunft lösten Vorsitzender Sepp Mühlbauer und Kommandant Konrad Kellner mit der Bekanntgabe der kniffligen Aufgabe, bei der sich die Zuschauer köstlich amüsierten.

„An bsondern Anlass hamma heit. Es könnt`s euch denk`n, sonst war ma ned mit dem ganzen Festgefolge daherkema“, ließ der Lamer FF-Vorsitzende Franz-Josef Brandl durchblicken. Nachdem die übrigen Festhonoratioren schon in Dienst gestellt sind, bräuchte der Jubelverein noch einen Ehrenpatenverein, ließ der Festleiter wissen. „2012 habt`s bei uns des Amt scho übernuma und mir san ma mit eich ganz besonders guad übers Fest umekuma“, erinnerte Brandl an die bewährte Freundschaft. „Sogar a Fassl Bier hama für eich extra ghoit – in der Hoffnung, dass eich dann die Zusag etwas leichta foit“, zeigte der Redner auf die herrlich dekorierte Schubkarre, die natürlich nicht ganz für ein Jawort ausreichte.

„Weil das Feiern is ned schuj allein, da braucht ma halt an Ehrenpatenverein“, bestätigte der Thürnsteiner Vorsitzende Sepp Mühlbauer. Aber für das Jawort hatte sich dieser schon noch eine Bewährungsprobe überlegt. „Mir volang ma ned vui, sched a weng a G’spui“, stapelte er etwas tief. Zum Zuschauen verdammt wurden indes der Vorsitzende und der Kommandant. „De zwoa wern spitzn, de derfan se glei mit de Knej af a Hoizscheidl hisitzn“, forderte er, die Prozedur zu praktizieren, die mit fortlaufender Dauer die Gelenke strapazierte.

„Bei so einem Jubiläum muss man schon auch etwas in die Vergangenheit abtriften“, kündigte Kommandant Kellner an. Dabei stießen die Führungskräfte im Archiv auf ein kleines Büchlein über das Ausrücken der FF in Niederbayern um 1880. „Da ging es noch etwas anders zu. Deshalb wollen wir von euch so einen Löschangriff von anno dazumal sehen“, forderte Konrad Kellner ein.

Weder an geeigneten Schutzanzügen, noch beim Löschfahrzeug soll angeblich gespart worden sein, was die Zuschauer arg bezweifelten. Da Matthias Roider und Franz-Josef Brandl außer Gefecht gesetzt waren, durfte Stellvertreter Josef Frisch das Kommando führen und sich neun Männer aussuchen, die in Aktion traten. Die Aufgaben für die „vier Pumperer, die Geräteführer, Rohrführer und die Adjutanten“ wurden wie bei einer modernen Leistungsprüfung durch das Ziehen von Karten verteilt. Nachdem sie in ihr vorsintflutliches Outfit geschlüpft waren, machte sich die Crew auf die Schnelle mit dem Einsatzfahrzeug vertraut.

Auf den Befehl von Kellner „Zum Einsatz fertig“ stieß die Besatzung das Tor auf und stürmte mit ihrem Vehikel die gesperrte Straße entlang, machten beim ehemaligen Gasthof „Bräu Rosl“ kehrt und nahmen in Rekordgeschwindigkeit Anlauf auf die Wasserentnahmestelle! Nun wurde das Schlauchwerk ausgerollt und bemerkt, dass Knoten in der Förderstrecke waren, die von den Adjutanten gelöst wurden. Die Pumperer werkelten, so dass die Wasserversorgung schnell am Rohr und die Aufgabe erledigt war.

Das Knien auf dem Holzscheit war natürlich Pflicht.

Quelle: Mittelbayerische Zeitung (kfl)

Jahreshauptversammlung 18. März 2017

Kein Nachfolger für 1. Vorsitzenden in Sicht

Vorsitzender der FFW Thürnstein/Schrenkenthal verlängert seine Amtszeit bis zu einer erfolgreichen Nachfolgersuche.

Der Vorsitzende der FFW Thürnstein/Schrenkenthal, Josef Mühlbauer, hat seine Kandidatur bei der Hauptversammlung am Samstagabend mit Veränderungen in der Organisation und Struktur verknüpft. „Ich will nicht, dass die Arbeit und geopferte Zeit von mir in den letzten zwölf Jahren umsonst war und der Vorwurf laut würde, dass ich meine Heimatwehr im Stich gelassen habe“, begründete er die Zusage, seine Ära zu verlängern. So stellte er sich zur Wiederwahl unter der Voraussetzung, dass er sein Amt unabhängig von der satzungsgemäßen Periode von sechs Jahren niederlege, sobald ein Nachfolger feststehe.

Der Ausblick beinhaltete das Dorffest am 23. Juli sowie den FFW-Ball am 3. Februar 2018. Vom 11. bis 15. August feiert die Nachbarwehr Lam ihr Gründungsfest. Die Thürnsteiner Wehr fungiert als Ehrenpatenverein. Am 26.Mai findet das Ehrenpatenbitten und am 27. Juni das Ehrenpatenbrautbitten statt. Es liege obendrein eine Ankündigung der FFW Gotzendorf vor, die am 16. Juli das 90-jährige Bestehen mit Fahnenweihe begeht.

Konrad Kellner legte zum 18. Mal als Kommandant bzw. Stellvertreter einen umfassenden Tätigkeitsbericht ab. Die vielen Unwettereinsätze im Landkreis und darüber hinaus prägten das Jahr 2016 wie kein anderes zuvor. Der Digitalfunk wurde komplett eingeführt und alle Sprechfunker neu geschult und ausgebildet. „Ab diesem Jahr wird die komplette Schlauchpflege bei uns zentral für die beiden Gemeinde-Feuerwehren erledigt“, so Kellner.

Mehr Einsätze 2016

„Im Jahr 2016 war im Vergleich zum Vorjahr bei den Einsatzzahlen ein Anstieg zu verzeichnen“, informierte der Aktivenchef.

„Wenn man die letzten 6 Jahre zusammenfasst, waren es sehr turbulente Jahre, welche mit der Indienststellung unser Feuerwache, der Segnung des V-LKW sowie die Indienststellung unseres neuen LF10 geprägt waren. Kurzum, nur mit einer solchen tollen Mannschaft wie ihr und unseren Bürgermeister Franz Müller konnten diese Projekte verwirklicht werden. Dafür sage ich euch heute ein herzliches Vergelts Gott für eure Unterstützung, aber auch für das Vertrauen, das ihr mir seit 18 Jahren ausgesprochen habt“, betonte Kellner. Seit zwölf Jahren durfte er im Team mit Sepp Mühlbauer die FFW Thürnstein führen. Auf Mühlbauer war immer Verlass. „Ich könnte mir keinen Besseren vorstellen. Dein Engagement ist beispielgebend für uns alle“, lobte Kellner. Jugendwart Mario Ascherl beleuchtete den Jahresablauf der zwölf Nachwuchsmitglieder.

Bürgermeister Franz Müller sagte, dass die Ausrüstung zeitgemäß sei und den Anforderungen gerecht werde. „Das behalten wir so bei“, sicherte der Rathauschef zu. KBR Michael Stahl hatte alle Termine verschoben, um als Ehrenmitglied bis zum Schluss der Generalversammlung der Thürnsteiner beizuwohnen.

Nicht die Technik sei das Wichtigste, sondern der Mensch, so Stahl. „Die Kameradschaft und das Miteinander sind die Basis“, machte der Redner bewusst. „Dahoam is dahoam“, fühlte sich der KBR in den eigenen Reihen ausgesprochen wohl. „Bewahrt euch den Charakter. Ihr genießt einen hervorragenden Ruf“. Eine Generalversammlung mit Blaskapelle haben sicherlich die wenigsten.

Der Wahlausschuss wurde mit Franz Müller und Alois Schneck sowie Alexander Aigner gebildet. Die Entlastung für die Vorstandschaft und die Kommandanten erfolgte einstimmig.

Wahl per Akklamation

Per Akklamation wählten die Mitglieder folgende Amtsträger (Stellvertreter in Klammern): Kassenführer: Karl Hupf jun. (Josef Huber jun.); Schriftführer: Alexander Aigner (Josef Mühlbauer jun.), Vertreter der Aktiven: Ernst Vogl, Vertreter der Passiven: Josef Mühlbauer sen., Vertreter der Fördernden: Xaver Pfeffer sen., Fähnrich: Johannes Frisch (Matthias Kleppel), Kassenprüfer: Josef Sperl und Adolf Sperl, Hausmeister: Alois Aschenbrenner. Es folgten die Urnengänge. Einstimmig mit je einer Enthaltung wurde Josef Mühlbauer zum 1. Vorsitzenden sowie Gustav Kleppel und Mario Ascherl zum 1. und 2. Stellvertreter bestimmt. Mit einer Enthaltung blieb Konrad Kellner als Aktivenchef in Amt und Würden. Je vier Gegenstimmen erhielten die Stellvertreter Stefan Menacher und Andreas Koller.

Konrad Kellner ernannte daraufhin als Funktionäre im aktiven Bereich (Stellvertreter in Klammern): Gerätewart: Markus Ascherl (Gerhard Geiger), Fahrzeugwart: Franz Mühlbauer (Josef Mühlbauer sen.), Jugendwart: Christian Koller (Carina Schwarz und Mario Ascherl), Atemschutzgerätewart: Michael Walter (Johannes Frisch).

Die neue Führung der Feuerwehr Thürnstein/Schrenkenthal