Archiv der Kategorie: Aktivitäten Flughelfergruppe

Flughelferübung in Hienheim

Am Freitag den 26.10. 2018 machten sich sechs Flughelfer des Landkreises Cham auf den Weg zur letzten Übung des Jahres nach Hienheim. Ausrichter dieser Übung war die Flughelfergruppe aus Neustadt an der Donau.

Bereits um 06:00 Uhr machten sich die Kräfte aus Thürnstein auf den ca. 2 Stündigen weg zum Fluggelände Hienheim. Wo auch kurze Zeit später der Polizeihubschrauber EC135 „Edelweiß 1“ gefolgt vom Bundeswehrhubschrauber BellUH1D „Dixie“ zur Landung ansetzte. Nach einer kurzen Begrüßung durch Übungsleiter Markus Meier und Jürgen Bucher von der FF Neustadt, baute man gemeinsam drei Lastaufnahme-/Ablageplätze auf. Anschließend wurde durch die Übungsleitung zu jeden Abschnitt ein Transportleiter plus Personal zugeteilt.

Nach der Sicherheitsunterweisung an den beiden Maschinen, wurde mit dem Flugprogramm begonnen.

Die Polizeimaschine bekam als ersten Auftrag, Personal in eine nahe gelegen Waldlichtung zu fliegen und diese anschließend mit Material für die Brandbekämpfung zu Versorgen. Die Bell startete hingegen gleich mit der Aufnahme des Löschwasseraußenlastbehälters um anschließend zur Donau zu fliegen um Wasser aufzunehmen. Dies gestaltete sich jedoch äußerst schwierig, da aufgrund der geringen Niederschlagsmengen in den letzten Wochen extrem wenig Wasser vorhanden war. So musste die Besatzung  ein Stück der Donau entlang fliegen, um eine ausreichend tiefe Stelle für die Wasserentnahme zu finden.  Als dann Wasser aufgenommen werden konnte, machte sich die Maschine wieder auf dem Weg zum Flugfeld um den dort aufgebauten Faltbehälter zu befüllen.

Im Anschluss wurden dann mehrere Lasten wie TS8/8, Holzbalken, Sandsäcke, usw. von den beiden Hubschraubern ins Waldgebiet transportiert. Auch der Faltbehälter wurde des Öfteren mit Wasser aus der Donau befüllt. Als dieser mit 5000l voll war, konnte die Wasserentnahme daraus trainiert werden. Auch per Schlauchleitung wurden die Löschwasseraußenlastbehälter Semat900 und Bambi Bucket von den Feuerwehrflughelfern befüllt, um anschließend ein simuliertes Feuer aus der Luft zu löschen.

Als am späten Nachmittag wo alle Lasten wieder am Ausgangspunkt waren, konnte durch die FliegE (Fliegerische Einsatzleitung) das  Übungsende bekannt gegeben werden.

Beim anschließenden debriefing wurde deutlich, dass das an diesem Tag getestete Kommunikationssystem die Kommunikation der Flughelfer unter dem Hubschrauber zwar deutlich verbessere aber noch zu leise sei. Zudem bestehe die Gefahr dass der Transportleiter, der an diesem Tag drei Funkkreise gleichzeitig an einem Helm hatte, wichtige Informationen nicht erhält.

Kress Christian (Stlv. Leiter der Flughelfergruppe Lkr. Cham) bedankte sich im Anschluss noch für die Einladung zu dieser Übung und zeigte sich erfreut dass die Zusammenarbeit mit den Neustädtern Kollegen so gut und reibungslos funktioniert. Zudem freue man sich schon auf weitere gemeinsame Übungen.

Übung “Sommerfeuer 2018”

Sommerfeuer 2018, so lautete der Name der ersten Übung für das Pilotprojekt Hilfeleistungskontingent „Brandbekämpfung aus der Luft“ welches durch die Planungsrichtlinie vom Juli 2018 umgesetzt wurde.
Für diese Übung wurden die Flughelferstandorte Amberg, Bayreuth, Herzogenaurach, Staatliche Feuerwehrschule Würzburg sowie der Führungsdienst der Flughelfergruppe Lkr. Cham in Alarmbereitschaft versetzt.
Am Donnerstag um 08:00 Uhr machten sich der Fachberater Flughelfer für den Lkr. Cham Konrad Kellner und der Stlv. Leiter Flughelfer Lkr. Cham Kress Christian mit dem Mehrzweckfahrzeug „Kater Thürnstein 11/1“ auf den Weg nach Amberg, wo sich der Sammelpunkt für das Hilfeleistungskontingent befand. Die notwendigen Regiearbeiten wurden dankenswerterweise von der FF Amberg erledigt.
Nachdem sich alle Kräfte am Sammelpunkt eingefunden hatten, wurden die Kräfte in das weitere Vorgehen durch Kontingentführer BAR Martin Singer von der SFSW eingewiesen. Nach dieser Einweisung wurde das Kontingent, im Verband, nach Grafenwöhr zum dortigen Truppenübungsplatz verlegt. Dort angekommen wurde den Teilnehmern die Schlafunterkunft zugewiesen. Im Anschluss erfolgte eine ausführliche Sicherheitsunterweisung durch die Bundeswehr und dass US Militär.

Darauf folgte eine Einführung in die Lage. Hier wurde ein Feuer im Munitionsverseuchten Gebiet angenommen, welches durch die Löschpanzer des US Fire Departments bekämpft wurde. Damit die Löschpanzer keine langen Wegtrecken zum Wassertanken zurücklegen müssen, sollte das Löschwasser über den Luftweg transportiert werden. Zusätzlich sollte das Feuer aus der Luft Bekämpft werden. Da aber leider alle Angeforderten Hubschrauber der Bundeswehr abgesagt hatten und von anderen Staatlichen Einsatzorganisationen keine Rückmeldung kam, stand an beiden Einsatztagen nur eine Maschine der Bayerischen Polizeihubschrauberstaffel zur Verfügung. So wurde der Schwerpunkt auf die Wasserversorgung des Löschpanzers und des Materialtransportes gelegt. Auf Grund dessen war das Kontingent bereits im Vorfeld verkleinert worden.
Nun wurde in das Einsatzgebiet gefahren und die anfallenden Arbeiten auf die vorhanden Kräfte aufgeteilt. So mussten verschiedene Lasten und Löschwasseraußenlastbehälter, eine Ausreichende Wasserversorgung, Personal für das Einsatzgebiet und die Fliegerische Einsatzleitung vorbereitet werden. Bei der Fliegerischen Einsatzleitung wurden auch die Kräfte aus dem Landkreis Cham eingebunden. Sie arbeiteten an beiden Tagen eng mit dem Fliegerischen Einsatzleiter zusammen.
Während der Vorbereitungsphase setzte die Polizeimaschine zur Landung an. Auch hier erfolgte nochmal eine Sicherheitsbelehrung am Hubschrauber. Als diese beendet war, wurden die ersten Kräfte per Seilwinde im Einsatzgebiet abgewincht. Ihre Aufgabe war es, einen Befüllplatz für den Löschpanzer aufzubauen. Hierzu wurden im weiteren Übungsverlauf mehrere Gerätschaften wie Faltbehälter, TS8/8 und diverse Schläuche eingeflogen. Als der Behälter aufgebaut war, wurde dieser im Wechsel mit Semat900V2 und Bambi Bucket befüllt.

Gegen 18:00Uhr wurden die Arbeiten aufgrund der anbrechenden Dunkelheit beendet. Nun verlegten die Kräfte zurück zur Schlafunterkunft. Hier wartete bereits ein ausführliches Abendessen welches durch die Feuerwehr des Truppenübungsplatzes organisiert wurde. Im Anschluss an dass Abendessen folgte eine Präsentation über einen der größten Waldbrände der Geschichte des Übungsplatzes, welcher heuer im Sommer ausbrach. Dieser wurde mithilfe einer CH47 Chinook und eines Apache Kampfhubschraubers bekämpft.
Am Freitag startete der Tag mit einem echten Amerikanischen Frühstück. Nach diesem wurde wieder das Einsatzgebiet angefahren und die Arbeiten vom Vortag wieder aufgenommen. Einziger unterschied war dass der Polizeihubschrauber dieses mal aus München und nicht wie am Vortag aus Roth kam. Auch an diesem Tag wurden verschiedene Lasten mit verschieden Seillängen ins und aus dem Einsatzgebiet geflogen. Gegen 12:00Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Nun wurden alle Gerätschaften sowie Personal aus dem Einsatzgebiet geflogen. Und es fand eine gemeinsame Übungsaussprache statt.
Gegen 15:00 Uhr konnte die Übung „Sommerfeuer 2018“ dann offiziell als beendet erklärt werden und die Einsatzkräfte konnten den Heimweg antreten.

Katastrophenschutzübung “Roter Eber” in Chamerau

Der nachfolgende Bericht bezieht sich ausschließlich auf die Aufgaben der Flughelfer und ist aus der Sicht eines Real Einsatzes geschrieben!


Am Freitag den 08.09.18 um 14.00Uhr wurden die Feuerwehren des KBM Bereichs Miltach zum „Brand eines Forstwirtschafliches Geräts“ am Rossberg in der Gemeinde Chamerau alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte wurde festgestellt, dass eine Person unter der Forstmaschine eingeklemmt war und sich der Brand bereits auf die umliegende Waldfläche ausgebreitet hatte. Aus diesem Grund erfolgte eine Alarmstufen Erhöhung auf „BWALD“, bei der auch der Fachberater Flughelfer (Kellner Konrad) des Landkreises Cham mitalarmiert wird.
Da beim Eintreffen des Florian Cham 1/11 (Funkrufname des Fachberaters) sich der Brand bereits weiter ausgebreitet hatte, wurde zusammen mit der Einsatzleitung entschieden, dass die Brandbekämpfung auch aus der Luft mittels Löschwasseraußenlastbehälters erfolgen sollte. Somit wurde die Alarmierung der Flughelfergruppe des Landkreises Cham, der Flughelfergruppe aus Straubing und des Polizeihubschraubers veranlasst. Gegen 15.10Uhr traf als erstes die Flughelfergruppe aus dem Landkreis Cham in Chamerau ein, und bezog am örtlichen Sportplatz Stellung. Hier übernahm Kress Christian (stlv. Leiter) die Fliegerische Einsatzleitung und stimmte zusammen mit Konrad Kellner die weitere Vorgehensweis
e ab.


Da sich aber der Brand bereits weiter ausgebreitet hatte und mittlerweie mehrere Einsatzabschnitte gebildet wurden, wurde Kellner zum Abschnittsleiter FliegE mit sitz in der ÖEL und Kress zum Unterabschnittsleiter FliegE (Einsatzleiter am Flugfeld) ernannt. Gemeinsam entschied man sich, die erste Brandbekämpfung mittels Bambi Bucket zu starten. Das erforderliche Löschwasser dazu wurde per Schlauchleitung in den Behälter gefüllt. Als kurze Zeit später auch die alarmierte Wasserrettung sowie die Bergwacht Arnbruck mit Tankanhänger eintrafen, wurde die Wasseraufnahme auf den Fluss Regen verlegt. Hier sicherte die Wasserrettung mit einem Boot und Tauchern das Einsatzgeschehen ab. Da zwischenzeitlich der Treibstoff des Edelweiß 4 zu neige ging, setzte er wiederrum am Sportplatz Chamerau zur Landung an, um vom Bergwacht Betankungsanhänger aufgetankt zu werden. Nachdem die Maschine wieder in der Luft war, wurde der Semat900 angehängt und mit diesem wieder die Brandbekämpfung aufgenommen. Diese wurde bis ca. 19:30 Uhr fortgeführt. Da aber der gewünschte Löscherfolg ausblieb, entschied man sich die Arbeiten für heute abzubrechen und begann mit den Planungen für den Folgetag.


Hier wurden zusätzliche Hubschrauber der Bundes-, Landes- sowie der tschechischen Polizei angefordert. Die Polizeimaschine (Edelweiß 4) verbrachte die Nacht in Chamerau. Auch die Flughelfergruppen aus Amberg und Neustadt a.d. Donau wurden für Samstag in den Einsatzraum beordert. Da der Sportplatz in Chamerau aber keine Kapazitäten für mehrere Hubschrauber bot, entschied sich die FliegE das Flugfeld näher an die Einsatzstelle zu verlegen. So konnte eine ausreichend große Wiese direkt am Rossberg genutzt werden. Hier wurde Freitagabend noch die Fliegerische Einsatzleitung installiert. Alle angeforderten Einheiten wurden für Samstag 09:00 Uhr in das Einsatzgebiet bestellt.
Am Samstag traf die örtlich zuständige Flughelfergruppe aus Thürnstein bereits um 07:45 Uhr am Flugfeld ein und begann einen Lande-, Verpflegungs-, Last- und Wasseraufnahmeplatz aufzubauen. Ab 08:30 Uhr trafen die Flughelfer aus Amberg und Neustadt a. d. Donau am Flugfeld ein.

Um 08:45 Uhr meldete sich der „Edelweiß 4“ auf der TMO Funkgruppe Luft_BY_Süd und teilte der FliegE mit das er im Anflug auf das Flugfeld ist. Kurze Zeit später meldete sich die Bundespolizei mit einer Super Puma mit dem Funkrufnamen „Pirol 212“ ebenfalls im Anflug auf das Flugfeld. Ihr folgte eine Bell 412 von der tschechischen Polizei.
Als die Maschinen ihre Rotoren abgestellt hatten fand eine erste Einweisung in die aktuelle Lage am Rossberg statt. Im Anschluss weißten die Besatzungen alle Flughelfer auf ihre Hubschrauber ein.
Als ersten Einsatzauftrag erhielt die Super Puma, Flughelfer per Winde ins Einsatzgebiet abzuwinchen. Die EC 135 der Landespolizei begann wieder mit den Löschflügen. Ebenfalls machte sich die tschechische Polizei mit ihren Bambi Bucket 900 ebenfalls auf, um Löschwasser über der Brandstelle abzuwerfen. Alle Einsatzaufträge erfolgten auf Weißung des Fliegerischen Einsatzleiters.
Im weiteren Einsatzverlauf wurden mehrere Außenlasten wie Waldbrandsatz, Verpflegung, Faltbehälter, usw. mit den Hubschraubern ins Einsatzgebiet geflogen. Das abgesetzte Team im Wald hatte den Auftrag von dort aus mit den Gerätschaften eine direkte Brandbekämpfung vorzunehmen.

Besonders Hilfreich war die Anwesenheit eines Dolmetschers um immer in Kontakt mit den Tschechischen Kräften zu bleiben. Um ausreichend Löschwasser für die Schlauchbefüllung vorrätig zu haben, wurden zwei tschechische Groß-Tanklöschfahrzeuge mit einen Takinhalt von je 9000l Wasser auf das Flugfeld beordert.
Damit es nicht zum Stau am Flugfeld kam, wurde abwechselnd ein Hubschrauber zur Wasseraufnahme zum Blaibacher See beordert. Um genügend Kraftstoff zur Verfügung zu haben, war wieder der Tankanhänger der Bergwacht und auch ein Tankwagen der Bundespolizei am Flugfeld. Im Einsatzverlauf meldete sich der „Edelweiß 6“ und „Edelweiß 7“ im Anflug auf den Rossberg. Da die „Edelweiß 6“ Maschine mit EOS (Electrical-Optik-System) ausgestattet war, bekam er den Auftrag Wärmebilder von der Brandstelle zu machen und den anderen Hubschraubern Glutnester, die dringend abgelöscht werden müssen, mitzuteilen. „Edelweiß 7“ unterstütze die Löschmaßnahmen.

Da die Löscharbeiten nun Wirkung zeigten. Konnte langsam zurückgebaut werden. So bereitete sich die eingeflogene Mannschaft im Wald darauf vor, die Löscharbeiten einzustellen und dass Material wieder für den Rücktransport vorzubereiten. Nun Konnten die ersten Maschinen aus dem Einsatz entlassen werden. Super Puma und EC135 flogen nun dass gesamte Material und Personal aus dem Brandgebiet zurück zum Flugfeld.
Als sich alle Kräfte am Flugfeld gesammelt hatten, fand noch ein kurzes Debriefing statt. Hier wurde wurden nochmal auf die gute und reibungslose Zusammenarbeit aller Teilnehmer hingewiesen. Auch der hohe Ausbildungsstandart trug wesentlich zum Erfolg der Übung bei.
Besonders Bedanken möchten wir uns bei,
der Stattlichen Feuerwehrschule Würzburg, die uns mit Personal und Material an beiden Tagen unterstützen,
der Polizeihubschrauberstaffel Bayern, die uns mit drei Hubschraubern, Personal und Gerätschaften unterstützte,
der Polizeifliegerstaffel aus Tschechien für die Unterstützung mit einer Bell412,
der Bundespolizeifliegerstaffel Süd für die Unterstützung mit einer Super Puma,
der Wasserrettung und Bergwacht Arnbruck, sowie den Flughelfergruppen aus Straubing, Neustadt an der Donau und Amberg für die tadellose Zusammenarbeit.

Waldbrandübung in Tschechien

Am Samstag den 26. Mai fand eine große Waldbrandübung am Truppenübungsplatz Brdy/Bahna in Tschechien statt. Der Waldbrand sollte mit Hilfe eines Hilfeleistungskontingents aus dem Landkreis Cham bekämpft werden.

Das Kontingent setzte sich zusammen aus Flughelfergruppe des Landkreises  Cham, dem Schlauchwagenzug Bad Kötzting und dem HFS-Zug (Hytrans-Fire-System) Waldmünchen. Alle Einheiten trafen sich kurz nach dem Grenzübergang Furth im Wald  in Folmava. Hier wartete auch schon die tschechische Polizei um den Konvoi zu begleiten. Nachdem alle Einheiten am Sammelpunkt angekommen waren, wurde mit Blaulicht und Polizeieskorte zum Übungsgebiet gefahren. Nach drei stündiger Fahrt wurde der Bereitstellungsplatz in Bahna erreicht.

Hier fand eine erste Einsatzbesprechung der einzelnen Zugführer mit der tschechischen Einsatzleitung statt. Wertvolle Unterstützung leisteten dabei die beiden Dolmetscher der Bayerischen Feuerwehren. Angenommen wurde ein großflächiger Waldbrand in mitten des Übungsplatzes der mit massiven Wassereinsatz vom Boden und aus der Luft mit einem Hubschrauber und einem Löschflugzeug bekämpft werden sollte.

Konrad Kellner, Fachberater Flughelfer, wurde als „Verbindungsoffizier“ für die deutschen Kräfte in die Einsatzleitung integriert und gab die Einsatzaufträge an Michael Weiß (Zugführer Schlauchwagenzug), Christian Kress (Zugführer Flughelfergruppe) und Michael Bierl (Zugführer HFS) weiter. Auch ihnen leisteten die Dolmetscher wertvolle Dienste, da immer wieder kurzfristig Änderungen am Übungsablauf vorgenommen wurden.

Der Schlauchwagenzug erhielt Anfangs vom für diesen Übungsabschnitt zuständigen tschechischen Feuerwehr-Kameraden Major Ing. Jaroslav Hrdlicka den Auftrag zum Aufbau einer ca. 1 km langen Doppel-B-Leitung vom nördlichen zum südlichen Teil des Brandgebiets. Die Wasserentnahme aus einem Bach, die Wasserfortleitung und -übergabe sollte hierbei in Zusammenarbeit mit den tschechischen Feuerwehren erfolgen sollte. Bereits kurz nachdem die Wasserentnahmestelle eingerichtet und die ersten Meter Schlauchleitung verlegt waren, wurde die Planung dahingehend geändert, dass nunmehr nur noch eine Förderleitung mit einer Gesamtlänge von ca. 1,6Km langen Schlauchleitung von der Wasserentnahme bis hin ins Brandgebiet errichtet werden soll. Dadurch konnte ein bei der ursprünglichen Planung enthaltenes, mit Feuerwehrfahrzeugen nicht befahrbares Gebiet umgangen werden. Ansonsten hätte eine Teilstrecke von ca. 300 Metern (Doppel-B-Leitung) händisch in teils unwegsamen Gelände verlegt werden müssen. Vor der endgültigen Festlegung der neuen Streckenführung wurde diese vom Zugführer Michael Weiß auf Befahrbarkeit und mögliche Pumpenstandorte inspiziert. Wertvolle Dienste leistete hier das Quad der FF Bad Kötzting, was fester Bestandteil des Schlauchwagen-Zugs ist. Nachdem festgestellt wurde, mit welchen Fahrzeugen insbesondere das Endstück der neuen Strecke befahren werden kann, wurde die Förderleitung durch den Schlauchwagen mit Unterstützung von Kameraden aus allen Wehren des Zuges errichtet und die Tragkraftspritzen der Feuerwehren Gotzendorf, Oberndorf und Sperlhammer eingebunden. Am Ende der Schlauchstrecke wurde diese von den tschechischen Kameraden übernommen und das geförderte Löschwasser zur Brandbekämpfung eingesetzt.

Der HFS-Zug erstellte zusammen mit den HFS Einheiten aus Pilsen und Klatau eine ca. 6Km lange Förderleitung mit F-Druckschläuchen.Die Förderleitung wurde in ca. 2 Km lange Teilabschnitte eingeteilt. Der HFS-Zug erhielt zudem den Auftrag einen Übergabepunkt der Förderleitung im Brandgebiet einzurichten, um die GTLF der tschechischen Einheiten mit ausreichend Wasser zu versorgen.

Die Flughelfergruppe erhielt den Auftrag  das Bambi Bucket 1100 vom bereits eingetroffenen Rettungshubschrauber der tschechischen Luftwaffe, Typ W-3A Sokol, per Schlauchleitung zu befüllen.  In der Anfangsphase wurde das Wasser zur Befüllung noch aus den beiden Fahrzeugtanks der Fahrzeuge Thürnstein 43/1 und Lohberg 21/1 sowie dem GTLF der Feuerwehr Holoubkov entnommen. Während die deutschen Fahrzeuge zusammen „nur“ etwa 3600l Wasser mitführten, führte das GTLF alleine 9000l mit. Um die Schwebezeit der Maschine so kurz wie möglich zu halten, wurde das Bambi Bucket mit zwei B-Leitungen befüllt. Um einen möglichen Engpass in der Wasserversorgung zu vermeiden, wurde für die deutschen Kräfte am Flugfeld eine Versorgungsleitung vom HWFS aus Tschechien gelegt. Dieses führte allerdings einen Druck von ca. 15 bar, dadurch kam der eingebaute Druckminderer fast an seine Grenzen.

Ebenfalls in der Luft war ein Löschflugzeug, dass ebenfalls pro Anflug 1500l Wasser auf die Brandstelle abwarf.

Nach mehreren Stunden Brandbekämpfung konnte gegen 14.30 Uhr „Wasser halt, Feuer aus“ gemeldet werden. Nachdem alles zurück gebaut wurde, fand bei der Einsatzleitung die Abschlussbesprechung statt. Auch diese wurde wiederum von einem Dolmetscher übersetzt. Die Einsatzleitung war mit dem Gesamtverlauf der Übung vollstens zufrieden. Auch die deutsch-tschechische Zusammenarbeit klappte nach kleineren Startschwierigkeiten hervorragend.

Nachdem sich alle Kräfte aus dem Landkreis Cham wieder am Bereitstellungsraum gesammelt hatten, wurde ebenfalls wieder mit Polizeieskorte der Heimweg angetreten.

Flughelferübung in Amberg

Am Freitag den 20. April 2018 machte sich eine Abordnung der Feuerwehr Flughelfer des Landkreises Cham auf den Weg nach Amberg zum dortigen Segelflugplatz. Grund der Reise war eine Gemeinschaftsübung der Flughelfergruppen aus Amberg, Bayreuth und dem Landkreis Cham zusammen mit der Polizeihubschrauberstaffel Roth. Von der Landkreisfeuerwehrführung war Konrad Kellner, Fachberater Flughelfer für den Landkreis Cham anwesend.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Karl Diepold, Leiter der Amberger Flughelfergruppe,  folgte eine Sicherheitseinweisung durch PHK Michael Waldmüller von der Hubschrauberstaffel Roth.

Nach dieser Einweisung  teilte sich das Personal auf vier Stationen auf. Station 1: Landeplatz, Station 2: Panzerplatte, Station 3: Mühle, Station 4: Wasseraufnahme.

Nachdem sich alle Stationen „Einsatzbereit“ meldeten, wurde mit dem Flugbetrieb begonnen. Nun bekamen die Transportleiter sowie der Hubschrauber „Edelweiß 5“ diverse Flug-/Einsatzaufträge von der Fliegerischen Einsatzleitung (FliegE). Diese Aufträge umfassen den Transport von Holzbalken, Tragkraftspritzen und Tirolbox (eine speziell für den Lufttransport konstruierte Box). All diese Lasten wurden mit verschieden Seillängen angeschlagen und geflogen. Im Anschluss wurde der Semat900 von der Maschine aufgenommen und über eine Schlauchleitung befüllt. Dass nun mitgeführte Wasser wurde zielgenau im 5000l Faltbehälter der Flughelfergruppe des Landkreises Cham abgelassen. Nach einer erneuten Wasseraufnahme wurde ein simuliertes Feuer abgelöscht. Anschließend  wurde der Semat Außenlastbehälter abgelegt und dass Bambi Bucket aufgenommen. Auch dieses wurde zuerst per Schlauchleitung befüllt und im Faltbehälter wieder abgelassen.  Nachdem auch hier ein „Feuer“ gelöscht werden konnte wurde das Bambi Bucket am Landeplatz abgelegt und alle Teilnehmer trafen sich zum gemeinsamen Mittagessen.

Nach der Stärkung konnte mit dem Nachmittagsprogramm gestartet werden. Nun übernahm Kress Christian, stellvertretender Leiter der Flughelfergruppe des Landkreises Cham, die Fliegerische Einsatzleitung. Auch er erteilte den Transportleitern sowie dem Polizeihubschrauber verschiedene Einsatzaufträge, die ähnlich dem Vormittagsprogramm abgearbeitet werden konnten. Als alle Aufträge erledigt waren, konnte durch die FliegE „Übungsende, abbauen der Stationen“ per Funk mitgeteilt werden.

Nachdem alle Stationen abgebaut waren und sich die Flughelfer wieder am Landeplatz gesammelt hatten, folgte ein kurzes Debriefing. Hier wurde nochmal das professionelle und ruhige arbeiten unter dem Hubschrauber gelobt. Auch Verletzungen seinen keine zu verzeichnen gewesen, konnte vom Übungsleiter freudig Festgestellt werden. Somit konnte am späten Nachmittag  von allen die Fahrt zu Ihren Heimatstandorten angetreten werden.

Aufbaulehrgang Winchen im Bergwachtzentrum Bad Tölz

Am 27. Oktober fand der diesjährige „Aufbaulehrgang Winchen“ im Bergwachtzentrum für Sicherheit und Ausbildung, für die Flughelfergruppe des Landkreises Cham, in Bad Tölz statt.

Bereits um 08:30 Uhr starteten 4 ausgebildete Flughelfer mit dem Mehrzweckfahrzeug der FF Thürnstein in Richtung Bad Tölz.  Dort angekommen wurde um 13.00 Uhr mit einer theoretischen Einführung durch Kräfte der Bergwacht  in die Simulationsanlage begonnen. Auch auf die wichtigsten Handzeichen im Windeneinsatz wurde durch Andreas Lenz, von der staatlichen Feuerwehrschule Würzburg, hingewiesen. Der Windenoperator von der Bundeswehr stellte den Windenhaken nochmal genauer vor. Nach dieser Einweisung konnte die persönliche Schutzausrüstung angelegt und mit den praktischen Übungen begonnen werden.

Als erstes wurde das richtige Einsteigen in einen schwebenden Hubschrauber trainiert. Nach einem kurzen „Aufstieg“ der Maschine winchte sich jeweils ein Flughelfer im Single-Winch in schräg abfallendes Gelände ab. Hier musste er sich zuerst selbst sichern, bevor er sich vom Windenhaken lösen konnte. Anschließend wurde der zweier Trupp im Double-Winch wieder aufgenommen, hier wurde wieder das richtige Einsteigen in die Hubschrauberzelle und das richtige Sichern im Hubschrauber geübt. Weiter ging es damit, dass der Trupp im Double-Winch auf einer erhöhten Plattform inkl. Rettungsdreieck abgesetzt wurde.  Nach dem richtigen anlegen des Dreiecks wurden beide Flughelfer wieder im Double-Winch aufgenommen und zur Ausgangsposition geflogen.

Alle Teilnehmer konnten zweimal alle Stationen durchlaufen, ehe das Lehrgangsende bekannt gegeben wurde. Bei einer kurzen Aussprache wurde allen Teilnehmern einwandfreies Arbeiten bescheinigt. Gegen 17:00 Uhr konnte die Heimreise angetreten werden.

Flughelferübung mit der PHuStBy in Roth!

Die letzte praktische Flughelferübung mit einem Luftfahrzeug im Jahr 2017 führte die Flughelfergruppe des Landkreises Cham zur Außenstelle der Polizeihubschrauberstaffel Bayern nach Roth.
Bereits um 6.30 Uhr starteten 7 Flughelfer mit den beiden Fahrzeugen Thürnstein 11/1 und Lohberg 21/1 nach Roth.

Nach der Begrüßung durch den Übungsleiter Michael Waldmüller (Ausbildungsleiter Polizeihubschrauberstaffel Roth) wurde gemeinsam begonnen, verschiedene Außenlasten für den Flugbetrieb vorzubereiten. 

Beim Flugbetrieb wurden verschiedene Lasten (Tirolbox, Holzbalken, Tragkraftspritze) in unterschiedlichen Seillängen geflogen.
Anschließend wurde
das Bambi Bucket aufgenommen und per Schlauchleitung vom TLF befüllt. Der Wasserabwurf erfolgte zielgenau in den 5000 Liter Faltbehälter. Daraufhin wurde das Wasser aus dem nahe gelegen Rothsee geholt.
Ziel war ein gezündeten Rauchkörper am Rande des Flugfeldes abzulöschen.
Nach dem Bambi Bucket wurde der Semat 900 in den Lasthaken eingehängt. Auch dieser wurde zuerst via Schlauchleitung und später mit Wasser aus dem Rothsee befüllt. Die vorgegebenen Ziele waren ebenfalls der Faltbehälter und ein Rauchkörper.

Nach einem Besatzungswechsel wurden die Lasten nochmal in gleicher Reihenfolge geflogen, ehe man die Stationen abbauen konnte.
Bei der anschließenden Abschlussbesprechung dankte Michael Waldmüller allen Teilnehmern für ihr Engagement und stellte fest, dass man für kommende Einsätze hervorragend gerüstet sei.
Bei der Übung wurden die Flughelfer des Landkreises Cham von Kameraden aus Amberg unterstützt!

Text und Bilder: Christian Kress


Flughelferlehrgang

Vom 17.7. – 21.7.2017 fand an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg der erste von insgesamt zwei Flughelfer-Technik Lehrgängen in diesem Jahr statt. Mit dabei waren auch drei Kräfte der Flughelfergruppe des Landkreises Cham.

Bereits um 05:30 Uhr  machten sich Carina Schwarz, Nicole Aschenbrenner und Kress Christian mit dem Mehrzweckfahrzeug „Florian Thürnstein 11/1“ auf den Weg nach Würzburg.

Nach 3,5 stündiger Fahrt konnte man sich pünktlich um 10:00 Uhr im Lehrsaal einfinden.

Als erste Themen wurden die Grundlagen der Brandbekämpfung aus der Luft,  Hubschraubertypen, die Aufgaben eines Flughelfers sowie die Sicherheit an Landeplätzen durchgearbeitet. Im Nachmittag konnten dann auch in einer ersten Praxiseinheit die verschieden Lasthakensysteme begutachtet und beübt werden.

Dienstagvormittag war ebenfalls sehr Theorie orientiert. Thema war hier die allgemeine Hubschrauber Technik sowie das Verhalten im und am Hubschrauber. Den Unterricht gestaltete Matthias Füller von der Polizeihubschrauberstaffel Bayern. Am Nachmittag folgten praktische Übungen wie Einwinkzeichen und Einhängeübungen sowie das Einsprechen eines Hubschraubers via Funk.

Am Mittwoch machte sich der komplette Lehrgang auf das nahe gelegene Flugfeld nach Veitshöchheim. . Hier konnte nun das in der Theorie gelernte, in der Praxis  gefestigt werden. Kurz nach Eintreffen der Schüler setzten auch die drei Hubschrauber, eine Bell UH-1D von der Bundeswehr, eine EC 135 der Bayerischen Landespolizei sowie eine AS 350 der Firma Helix, zur Landung an. Nach einem kurzen Briefing zwischen Besatzungen, Lehrkräften und den Transportleitern wurde der Lehrgang in drei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe hatte nun die möglich zwei Stunden an der jeweiligen Maschine zu üben. Nachdem jede Besatzung eine ausführliche Sicherheitseinweisung an ihrer Maschine abhielt, wurden verschiede Lasten wie Transportboxen, Holzbalken samt Longline und Löschwasseraußenlastbehälter  geflogen. Nach ca.1,5 Stunden mussten allerdings die Übungsflüge unterbrochen werden. Grund hierfür war der Brand eines Getreidefelds unmittelbar hinter dem Übungsgebiet.  Deutlich sichtbare Rauchschwaden machten die Lehrgangsteilnehmer sowie die Piloten auf das Feuer aufmerksam. Nun konzentrierten sich die Fliegenden Kräfte auf eine massive Wasserausbringung auf das Brandgebiet. Nach mehrern erfolgreichen Löschwasserabwürfen konnte der normale Übungsbetrieb fortgesetzt werden. Dass Wasser hierzu wurde aus dem Main entnommen. Nachdem alle Gruppen ausführlich an allen Maschinen trainiert hatten wurde der Flugbetrieb gegen 16:00 eingestellt. Bei einem kurzen Debriefing zeigten sich alle Teilnehmer erfreut darüber, dass sich niemand verletzt und alle viel dazu gelernt hatten. Der Tag wurde mit einem besonderen Highlight beendet. Und zwar organisierten die Lehrkräfte einen gemeinsamen Grillabend an der Schule.

Am Donnerstag startete man wiederum im Lehrsaal. Nun war das Thema „Einzel- und Doppelwinch“. Auch hier zeigte PHK Matthias Füller die wichtigsten Grundlagen auf. Nach dem Mittagessen wurde wieder das Übungsgelände zur Praktischen Ausbildung angefahren. Ebenso unterstützen wieder eine Bell UH-1D sowie eine EC135 den Lehrgang. Jeder Lehrgangsteilnehmer konnte hier 4 Winchgänge absolvieren, ehe der Übungstag zu Ende ging

Bevor der Lehrgang beendet werden konnte musste am Freitag noch ein schriftlicher Leistungsnachweis abgelegt werden. Nach dessen Korrektur folgte die offizielle Verabschiedung. Hier konnte nun auch das Lehrgangszeugnis dass zur Ausbildung eines voll ausgebildeten Feuerwehr Flughelfers zählt an die drei Kräfte aus dem Landkreis Cham übergeben werden. Somit hatt die Flughelfergruppe Landkreis Cham mit Standort Thürnstein mit Carina Schwarz und Nicole Aschenbrenner zwei Flughelfer mehr in ihren Reihen. Da dieser Lehrgang in regelmäßigen Abständen wiederholt werden sollte nahm Christian Kress als Wiederholer an diesem Lehrgang teil und frischte sein Wissen nach 8 Jahren wieder auf.

Katastrophenschutzübung im Dreiländereck

„Brand überhitze Forstmaschine“ So lautete die erste Übungsalarmmeldung am Freitag den 30. Juni 2017 um 13:00 Uhr für die Feuerwehren im Dreiländereck im Landkreis Freyung-Grafenau. Bei der ersten Lageerkundung wurde aber festgestellt dass sich das Feuer bereits auf die umliegende Waldfläche in Richtung Österreich ausgebreitet hatte. Sofort wurden weitere Kräfte aus Österreich und Bayern alarmiert. Bis in die Abendstunden hinein wurde der simulierte Waldbrand bekämpft, der sich aber immer weiter ausbreitete und sich nun auch der Tschechischen Grenze näherte. Auf Grund dieses Szenarios entschied sich die Einsatzleitung die Brandbekämpfung mit massiver Luftunterstützung durchzuführen.
Deshalb wurde die örtlich zuständige Flughelfergruppe des Landkreises Cham mit ihren beiden Semat 900 Behältern, sowie die Flughelferstaffel der FF München mit ihren beiden Semat 5000 Behältern für Samstag den 1. Juli ins Einsatzgebiet beordert.


Bereits um 05:30 Uhr machte sich der Zug aus Thürnstein mit LF10, TLF 16/25, V-LKW und WLF mit AB-Besprechung auf, in den Bereitstellungsraum nach Neureichenau. Dort angekommen wurde die Einheit nach Schwarzenberg am Böhmerwald (Österreich) zum dortigen Feuerwehrgerätehaus verlegt. Hier war bereits am Freitag durch das österreichische Bundesheer ein Flugfeld aufgebaut worden, dass Platz für 10 Hubschrauber bot. Es fand ein erstes Briefing zwischen den Flughelfer Führungskräften aus Bayern und Österreich statt. Hier hatte man festgelegt, dass die bayerische Flugeinsatzleitung im AB-Besprechung der Flughelfer aus Thürnstein aufgebaut wird.

Direkt daneben hatten sich die Kollegen des österreichischen Flugdienstes aufgestellt. Somit wurde eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Österreich sichergestellt. Im weiteren Einsatzverlauf übernahm die Flugeinsatzleitung mit dem Funkrufnamen „Florian Bayern Luft“ das Führen des fliegerischen Einsatztagebuchs, die Stärkemeldungen der Flughelfer zu erfassen, den Funkverkehr zwischen den Transportleitern sicherzustellen sowie das Weiterleiten aller Daten an die Gesamteinsatzleitung.


Nachdem alle 10 Hubschrauber das Flugfeld erreicht hatten, sammelten sich alle Besatzungen und es erfolgte eine gemeinsames Briefing. Für die Besatzung der Tschechischen Maschine wurde zudem ein Dolmetscher hinzugezogen. Aufgrund des schlechten Wetters war es leider nicht möglich wie geplant um 08:30 Uhr mit den ersten Löschflügen zu starten. Um 10:38 Uhr konnte die erste Maschine, die SAR Bell UH-1D der Bundeswehr zu einem ersten Erkundungsflug aufbrechen. Da sich das Wetter besserte wurde von der Flugeinsatzleitung entschieden 4 Flughelfer auf den Berg zu fliegen und sie mit Hilfe der Winde im Schadensgebiet abzuwinchen. Ihr Aufgabe war es, die Maschinen bei Befüllen der Faltbehälter zu unterstützen sowie die Hubschrauber über „Fehlabwürfe“ zu informieren.
In der Zwischenzeit bekam die CH53 den Einsatzauftrag mehrere Wandergruppen die im Wald vom Feuer eingeschlossen wurden zu evakuieren. Um 11:20 Uhr konnte mit den Löschflügen begonnen werden. Die SAR Bell UH-1D nahm den 900 Liter Löschwasseraußenlastbehälter der Flughelfer aus Cham, die CH53 den 5000l den Behälter aus München auf. Zur Löschwasseraufnahme wurde der Moldaustausee angeflogen.


Da sich das Personal der Flughelfergruppe des Landkreises Cham auf den Flugfeld befand, kam von der Besatzung des Black Hawk des österreichischen Bundesheers die Bitte, sie beim Aufnehmen des Semat 3000l des LFV Oberösterreich zu unterstützen.
Der ursprüngliche Einsatzauftrag der Bell SAR, das Befüllen des 5000l Faltbehälter aus der Luft, musste leider aufgrund zu starker Winde abgebrochen werden. Deshalb der Hubschrauber zurück zum Flugfeld und meldete sich für weitere Einsatzaufträge. Nach 20 Min. am Boden kam der Auftrag einen Bergretter sowie einen Notarzt ins Einsatzgebiet zu fliegen. Zwischenzeitlich musste die CH ebenfalls die Löschflüge abbrechen, um eine weitere Personengruppe zu evakuieren. Da nun auf deutscher Seite keinerlei Löschwasserabwürfe aus der Luft mehr erfolgten, kam es zu einer massiven Brandausbreitung. Umgehend stieg der Black Hawk, der kurz vorher zum Tanken gelandet war, mit dem 3000 Liter Behälter wieder auf, um die Benetzung für die CH53 zu übernehmen. Auch die beiden Flächenflieger, Typ Pilatus Porter PC6, vom ÖBH warfen nun ihre nasse Fracht auf deutscher Seite ab.
Gegen 16:30 Uhr konnte von der Gesamteinsatzleitung „Feuer unter Kontrolle, keine weiteren Löschflüge mehr erforderlich“ gemeldet werden. Nun legten alle 10 Maschinen ihre Löschbehälter am Lastaufnahmeplatz wieder ab und fanden sich am Flugfeld ein. Hier stärkten sich alle Kräfte bevor sie an ihre Heimatstandorte verlegten.
Am Sonntag den 2. Juli fanden noch kleinere Löscharbeiten auf deutscher, tschechischer und österreichischer Seite statt. Gegen 12:00 Uhr konnte dann letztendlich „Feuer aus und Übungsende“ gemeldet werden.
Im Einsatz befanden sich;
aus Österreich: 2 x Augusta Bell 212, 2 x Alouette 3, 2 x Pilutus Porter PC6 (Flächenflieger), 1 x Black Hawk, 2 x EC153;
aus Deuschland: 1 x CH53, 1 x SAR Bell-UH1D
aus Tschechien: 1 x Bell 412
Bei dieser Übung zeigte sich, dass die Zusammenarbeit der Flughelfergruppen auch über Landesgrenzen hinaus einwandfrei funktioniert.

Weitere Infos und Bilder unter: Facebook Feuerwehr Thürnstein-Schrenkenthal oder Flughelfergruppe Lkr. Cham

Quelle:Bilder und Text: Flughelfergruppe Lkr. Cham

Flächenbrand am Osser

Am Samstag den 17. Juni 2017 wurden sämtliche Feuerwehren des Lamer Winkels zum „Brand Freifläche groß“ ins Ossergebiet alarmiert.

Schon bei der Anfahrt der Kräfte war auf Höhe der Osserwiese eine weithin sichtbare Rauchwolke zu erkennen.

Das LF 10 der Feuerwehr Thürnstein sowie die beiden wasserführenden Fahrzeuge der FF Lam fuhren sofort das Brandgebiet über den Ortsteil Lambach an. Gefolgt vom V-LKW der FF Thürnstein, nachdem dieser den Waldbrandsatz inkl. der beiden Faltbehälter 15.000l und 5.000l der Flughelfergruppe verlastet hatten.
Nach dem die ersten Einsatzkräfte das Brandgebiet zu Fuß erreicht hatten, eine Zufahrt mit Löschfahrzeugen war aufgrund der expandierten Lage nur bis ca. 200m vor die Einsatzstelle möglich, meldeten sie der Leitstelle Regensburg einen Flächenbrand im steilen Gelände mit ca. 100qm, schnell ausbreitend.

Aufgrund dieser Rückmeldung entschied sich die Einsatzleitung unverzüglich einen Hubschrauber zur Unterstützung der Löschmaßnahmen anzufordern. Zeitgleich wurden die Flughelferguppe des Landkreises Cham sowie die Bergwacht Arnbruck mit ihren Betankungsanhänger alarmiert.
Daraufhin wurden unverzüglich die Fahrzeuge Lohberg 21/1 sowie Thürnstein 11/1, die beide mit ausgebildeten Flughelfern besetzt waren, aus dem laufenden Einsatz herausgelöst um einen Außenlandeplatz für den Hubschraubereinsatz vorzubereiten und anschließend zu betreiben.
Um die Flugwege so kurz wie möglich zu halten, wurde als Landeplatz Tal eine Wiese im Lamer Ortsteil Himmelreich gewählt.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich „Edelweiß 7“ aus München bereits am Anflug.
Dass genaue Vorgehen wurde zwischen dem FliegE und dem Feuerwehr Einsatzleiter über Digitalfunk im TMO Betrieb noch während der Vorbereitung des Lufteinsatzes abgeklärt.
Um 20:50 Uhr setze die Maschine zur Landung an.

Sofort fanden ein kurzes Briefing sowie das Abrüsten des Hubschraubers statt.

Im Anschluss wurde der Hubschrauberbesatzung der Einsatzauftrag: „Befüllen Faltbehälter 5000l, maximaler Wassertransport ins Einsatzgebiet“ erteilt.
Als Löschwasseraußenlastbehälter wurde das 400l fassende Bambi Bucket vom PHS gewählt, dieses wurde zusätzlich mit einer 10m langen Verlängerung an den Hubschrauber angehängt.

Befüllt wurde dieses per Schlauchleitung vom TLF.
An der Einsatzstelle wurde in der Zwischenzeit der 5000l fassende Faltbehälter aufgebaut und niedergespannt. Dieser wurde mit sechs Rotationen befüllt. Die letzten zwei Wasserabwürfe erfolgten direkt über dem Brandgebiet. Gegen 22:00 Uhr musste der Hubschraubereinsatz aufgrund einsetzender Dunkelheit abgebrochen werden. Kurze Zeit später konnte von der Einsatzleitung auch „Feuer aus“ gemeldet werden.
Nachdem die Maschine wieder am Tallandeplatz angekommen war, wurde diese noch vom Tankanhänger der Bergwachtbereitschaft Arnbruck betankt.
Ein weiterer Einsatzhubschrauber aus Tschechien stand ebenfalls auf Bereitschaft an seinem Heimatstandort.
Dieser wurde aber auf Grund des schnellen Löscherfolgs nicht mehr benötigt.

Quelle: Text und Bilder, Feuerwehr Thürnstein

Link: https://www.youtube.com/watch?v=bCsmAXn-eaA