Am Abend des 27.05.2026 wurde unser Fachberater zum Waldbrand nach Neubäu am See alarmiert.
Noch während der Anfahrt wurde ein möglicher Hubschraubereinsatz mit der Polizeihubschrauberstaffel abgestimmt.
Dadurch erfolgte um 20:34 Uhr Vollalarm für die Flughelfergruppe des Landkreises Cham. Vor Ort wurde mit der Einsatzleitung der Einsatz des Hubschraubers besprochen sowie der Einsatzabschnitt Luft gebildet und durch uns übernommen. Dadurch konnte der Einsatzhubschrauber und die eingesetzte Drohne der FF Roding sicher arbeiten.
Da aufgrund der fortgeschritten Dämmerung ein effektiver Löscheinsatz nicht mehr realisierbar gewesen wäre, entschied man sich für einen Aufklärungseinsatz. Dazu nahm der Polizeihubschrauber „Edelweiß 4“ zwei Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten auf und erkundete das 1,2 Hektar große Brandgebiet. Auch mögliche Spotfeuer sollten so lokalisiert werden.
Ebenso wurde ein Livebild in die Abschnittsleitung gestreamt um das weitere Vorgehen effektiv planen zu können. Während des gesamten Einsatzes unterstütze der Fachberater Flughelfer die Einsatzleitung und blieb in engen Kontakt zur Abschnittsleitung.
Nach guten drei Stunden war der Einsatz für uns beendet.
In Sitzambuch bei Schnaittenbach organisierte die Flughelfergruppe aus Amberg die erste praktische Gemeinschaftsübung des Jahres 2026.
Ziel der Übung war die standortübergreifende Zusammenarbeit der eingesetzten Kräfte sowie die Optimierung der Abläufe im Zusammenspiel mit den Polizeihubschrauberstaffeln.
Neben der Polizeihubschrauberstaffel Bayern beteiligte sich auch die Polizeihubschrauberstaffel aus Sachsen mit ihrem neuen Einsatzhubschrauber vom Typ H145 an der Übung. Beide Luftfahrzeuge wurden in die verschiedenen Einsatzszenarien und Übungsabschnitte eingebunden.
Die Kräfte aus dem Landkreis Cham übernahmen am Landeplatz die Aufgabe des Lastentransportes. Hierbei standen insbesondere die sichere Aufnahme, Vorbereitung und richtiges anschlagen der Transportlasten an die Hubschrauber im Vordergrund.
In mehreren Rotationen konnten so diverse Einsatzmittel ins Einsatzgebiet verflogen werden. Auch das Fliegen mit Unterschiedlichen Seillängen wurde trainiert und stellte eine weitere Herausforderung dar.
Die Kolleginnen und Kollegen aus Amberg waren schwerpunktmäßig für den Bereich Wasseraufnahme zuständig und übernahmen die entsprechenden Übungsabschnitte in diesem Einsatzfeld.
Die Kräfte aus Bayreuth waren im Einsatzabschnitt „Mertenberg“ eingesetzt und empfingen die Lasten vom Tal Landeplatz.
Zusätzlich stellten Einsatzkräfte aus Cham und Amberg gemeinsam die taktische Abwurfkoordination im Einsatzgebiet sicher. Hierbei wurde insbesondere das koordinierte Zusammenwirken zwischen Bodenkräften und Luftfahrzeugen trainiert, um präzise und sichere Löschwasserabwürfe im Zielraum zu gewährleisten.
Um die Standzeiten am Boden so gering wie möglich zu halten, wurde zusätzlich der Betankungsanhänger der Bergwacht Arnbruck angefordert. Dadurch konnten Flüge zum Flugplatz in Weiden vermieden werden und die Hubschrauber konnten schon nach guten10min wieder aufsteigen.
Die Übung verlief sehr erfolgreich und trug wesentlich zur Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Standorten und den Polizeihubschrauberstaffeln bei.
Am Donnerstag den 16.10.2025 ging es für uns wieder mal ins ZSA nach Bad Tölz. Vier Flughelfer nahmen am jährlichen Winden Aufbautraining teil.
Neben mehreren Doppel- und Einzelwinchgängen wurde auch der Winch mit Rucksack und das Retten eines Verletzten Kollegen mittels Rettungsdreieck trainiert.
Unter der Übungsannahme „Waldbrand im Grenzgebiet zwischen Bayern, Sachsen und Tschechien“ fand am Samstag eine groß angelegte Katastrophenschutzübung im Raum Selb (Lkr. Wunsiedel) statt. Auch die Flughelfergruppe des Landkreises Cham beteiligte sich mit acht Einsatzkräften an der Übung.
Bereits in den frühen Morgenstunden um 06:00 Uhr machte sich die Einheit auf den Weg in den Ortsteil Buchwald bei Selb. Dort wurden die Kräfte aus Cham sowie aus der Stadt Amberg von der örtlich zuständigen Flughelfergruppe Bayreuth in Empfang genommen.
Nach einer kurzen Einweisung durch den fliegerischen Einsatzleiter Lucas Lauterbach wurden die Einheitsführer über die aktuelle Lage informiert. Die Flughelfer aus dem Landkreis Cham erhielten den Auftrag, den Landeplatz „Tal“ aufzubauen und eigenständig zu betreiben. Zusätzlich war ein Trupp für die Funktion des Taktischen Abwurfkoordinators (TAK) bereitzustellen.
Noch während des Aufbaus trafen die Polizeihubschrauber aus Sachsen (Rufname „Passat“) und Bayern (Rufname „Edelweiß“) am Landeplatz ein. Nach einem gemeinsamen Sicherheitsbriefing konnte zeitnah mit dem Flugbetrieb begonnen werden.
Zunächst übernahm der bayrische Hubschrauber den Transport der TAK-Trupps in das Einsatzgebiet rund um Häusellohe und Buchwald. Parallel dazu begann die sächsische Maschine mit der Brandbekämpfung aus der Luft. Nachdem „Edelweiß“ seine erste Transportaufgabe abgeschlossen hatte, startete auch dieser mit den Löschflügen. Die hierfür benötigten Löschwasserbehälter wurden über Schlauchleitungen direkt befüllt.
Für eine möglichst reibungslose Befüllung der Außenlastbehälter wurden zwei eigenständige Befüllstationen eingerichtet – eine durch die Kräfte aus Cham, die zweite durch einen Trupp der Flughelfergruppe Bayreuth. Unterstützt wurden die Maßnahmen durch die Feuerwehren Hohenberg und Unterweißenbach, die mit ihren Löschfahrzeugen das nötige Wasser bereitstellten.
Die Koordination sämtlicher Abläufe am Landeplatz „Tal“ übernahm Christian Kress von der Flughelfergruppe Cham, der während der gesamten Übung als Leiter Landeplatz eingesetzt war.
Im weiteren Verlauf der Übung wurden durch die Gesamteinsatzleitung auch Materialtransporte angefordert. Der Trupp „Last“ stellte die erforderliche Ausrüstung zusammen, welche anschließend per Hubschrauber ins unwegsame Gelände geflogen wurde. Nach Abschluss der Versorgungsflüge wurden die Luftfahrzeuge erneut für die Brandbekämpfung eingesetzt.
Gegen 15:30 Uhr konnte durch die Gesamteinsatzleitung das Übungsziel „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden. Im Anschluss erfolgte der Rücktransport von Personal und Gerät zu den Außenstellen und zum Landeplatz.
Nach Rückbau und Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft fand eine gemeinsame Abschlussbesprechung statt. FliegE Lucas Lauterbach ließ den Übungstag Revue passieren und bedankte sich für das disziplinierte und sichere Arbeiten aller Beteiligten. Auch Christian Kress dankte im Namen der Flughelfergruppe Cham für die Einladung zu dieser überregionalen Katastrophenschutzübung und die gute Zusammenarbeit aller Einheiten.
Eine weitere Übung der Flughelfergruppe des Landkreises Cham stand am Mittwoch, den 23.07.2025 auf dem Programm.
Dieses Mal ging es in den Nachbarlandkreis Regen in die Gemeinde Drachselsried. Um 08:00 Uhr früh machte sich der Einsatzzug, bestehend aus den beiden Mehrzweckfahrzeugen der Feuerwehren Thürnstein und Hohenwarth sowie das Wechselladerfahrzeug der FF Arrach mit dem AB-Tank, auf ins Übungsgebiet.
Dort angekommen begann man damit ein temporäres Flugfeld aufzubauen. Zudem wurden verschiedene Lasten wie Transportboxen und Mehrzweckeinsatzbehälter für den Übungsbetrieb vorbereitet.
Gegen 09:45 Uhr kündigte sich dann auch schon der Übungspartner über Flugfunk bei der Übungsleitung an. Kurze Zeit später setzte dann ein Taktischer Transporthubschrauber NH90 der Bundeswehr aus Niederstetten zur Landung an.
Beim gemeinsamen Briefing erläuterte Übungsleiter Kress Christian die heutigen Tagesziele sowie das Übungsvorhaben.
Nach der Sicherheitseinweisung durch das Hubschrauberpersonal konnte man mit dem Übungsbetrieb beginnen. Fliegerischer Einsatzleiter Johannes Haselsteiner vergab nun diverse Flugaufträge an den Hubschrauber. So wurden die zuvor vorbereiteten Lasten in eine Waldichtung ein- und wieder ausgeflogen. So konnte den ganzen Vormittag das An- und Abhängen der Verschiedenen Lasten sowie das Erden des LFZ trainiert werden.
Gegen Mittag landete der Hubschrauber wieder und man besprach gemeinsam bei einer kleinen Brotzeit das Nachmittagsprogramm.
Nun war Feuerlöschen aus der Luft geplant.
Dazu nahm der NH90 das 2.000l fassende Bambi Bucket auf. Um dies zu befüllen wurde die Maschine nach Gumpenried geschickt. Hier ist der Schwarze Regen zur Stromgewinnung aufgestaut und bietet ausreichend Breite und Tiefe, um den Außenlastbehälter sicher zu befüllen. Als er wieder zurückkam, wurden ihm Ziele genannt, die gelöscht werden mussten. Dies funktionierte tadellos.
Da aber im Einsatzfall nicht immer passende Gewässer zur Verfügung stehen, wurde auch das Befüllen über Schlauchleitung trainiert. Somit könnte im Real fall wertvolle Flugzeit eingespart werden, da keine weiten Strecken zurückgelegt werden müssten.
Nachdem alle Übungsziele erfüllt waren, konnte man die Übung beenden.
Bei der Anschließenden Nachbesprechung dankte Kress allen anwesenden für ihre Teilnahme an der Übung. Da diese Übung unter der Woche stattfand, freute er sich umso mehr das sich wieder eine schlagkräftige Gruppe gefunden hatte. Zudem dankte er den Verantwortlichen der Bundeswehr, die für diese Übung mit einer Maschine in den Bayerwald kamen, um sich zusammen mit den Flughelfern weiter fortzubilden.
Vom 30.06.2025 bis zum 04.07.2025 absolvierten drei unserer Kollegen den Flughelfer Technik Lehrgang an der Staatlichen feuerwehrschule Würzburg. Neben den verschiedenen Hubschraubertypen lernten sie auch verschiede Lastaufnahnemitttel und Löschbehälter kennen. Zusätzlich wurden sie darin ausgebildet wie man sich im Hubschrauber richtig verhält und mit diesem in Kontakt tritt. Das alles wurde auch in zwei Flugtagen in einer Praxisausbildung vertieft. Wir freuen uns dass Kellner Maria, Lukas Altmann und Heinz Winklmann unsere Gruppe in Zukunft tatkräftig verstärken werden.
Die Halbzeit des diesjährigen Faschings ist bereits überschritten worden. Am Freitag sprang die FFW Thürnstein/Schrenkenthal auf das Faschingskarusell auf. Bei deren Schwarz-Weiß-Ball gab es nur zufriedene Gesichter. Eine beibehaltene Tradition war die Ausrichtung im Hotel „Zum Hirschen“. Die Gastgeber hatten ein volles Haus und konnten im Nu 5.700 Lose absetzen. Auffallend war wiederum der hohe Anteil des jungen Publikums. Gewechselt wurde nach vielen Jahren die Musikgruppe, wobei sich die „Stoabeißer“ nur Bestnoten verdienten. Die Ballgäste honorierten dies mit einem beständigen Ansturm auf die Tanzfläche. Vorsitzender Florian Multerer wusste den Zuspruch, insbesondere auch von der Patenwehr aus Lohberg, der Ehrenpatenwehr aus Lam, der Nachbarwehr aus Engelshütt und weiteren Vereinsabordnungen, sehr zu schätzen. In den Dankesreigen eingeschlossen wurden die vielen Spender und Gönner, mit deren Unterstützung man das Preis-Aufgebot bereitstellte. Dank des Arbeitseinsatzes des Tombola-Teams summierten sich 140 Treffer, deren Wert bei mehreren Tausend Euro anzusiedeln wäre. Als Moderator trat Kommandant, Stefan Menacher, ans Mikrofon, der seine Aufgabe routiniert abwickelte. Der verlängerte Arm des Glücks waren an diesem Abend Lena Amberger und Lena Multerer. Der Clou waren sechs Hauptpreise, die vorher aus der Trommel gezogen wurden. Annalena Kleppel trug einen Kaffeevollautomaten (gestiftet von Hans und Steffi Berlinger) und Andreas Hupf einen 55-Zoll-Fernseher (gestiftet FFW) hinaus. Ihr sperriges Utensil musste Steffi Neumaier vorerst stehen lassen, deren Losnummer ihr eine wuchtige Bank von Philipp Mühlbauer bescherte. Renate Dachs bescherte das Trefferlos eine Motorsäge (gestiftet von Stefan Menacher und Stefanie Dachs), Silke Aschenbrenner einen Akkuschrauber (gestiftet: Alois Koller) und Lisa Amberger einen Wellness-Gutschein für zwei Personen (gestiftet vom Hotel Sonnenhof).
Die Köpfe der Bürger in Lohberg richteten sich am 16. und 17. Mai oft nach oben, weil etliche Hubschrauberflüge und ein Aufmarsch von Fahrzeugen der Blaulichtfraktion auf der Staatsstraße die Aufmerksamkeit erregten. Rund 1 300 Einsatzkräfte waren an der großen Katastrophenübung im Bereich Osser beteiligt. Am Samstag traf auch Landrat Franz Löffler als Chef aller Einheiten im Landkreis im Katastrophenfall in Lohberg ein. „Wir hoffen, dass uns so eine Katastrophe nie ereilen wird“, schickte er voraus. Aber natürlich müssen die Einsatzkräfte dann wissen, welche Aufgaben auf sie zukommen. „Im Landkreis Cham funktioniert es tadellos, alle Einheiten einzubinden, ob Feuerwehr, Bergwacht, BRK, THW oder die Polizei“, so Kreisbrandrat Mike Stahl. Letztere war am Samstag auf der Suche nach dem vermeintlichen Brandstifter. Es freute Mike Stahl besonders, dass die Kollegen aus Tschechien mitwirkten, mit denen man sehr kameradschaftlich zusammenarbeite. Dankesworte galten dem Lohberger Bürgermeister Franz Müller, weil er auf Anhieb die Übung befürwortete und die Organisatoren großartig unterstützt hat.
Auch die Bürgermeister aus Bayerisch Eisenstein, Lam und Arrach begleiteten das großangelegte Training. „Wir ziehen das Ganze dieses Mal tatsächlich anders auf“, nannte der Kreisbrandrat den Grund, dass er zuvor alle in Unkenntnis ließ. Es wusste nur ein kleiner Kreis im Planungsteam Bescheid. „Wir haben gestern alle ins kalte Wasser geworfen und es hat nach unserer Auffassung sehr gut geklappt. Ich bin tatsächlich stolz“, lobte er in der Einsatzzentrale. KBI Andreas Bergbauer gab einen Überblick über das Geschehen. Am Freitag wurde um 15 Uhr im Bereich Osserhänge von einer Wandergruppe ein Brand gesichtet. Die ersten örtlichen Einsatzkräfte begriffen auf Anhieb, dass sich die Lage sehr schnell zuspitzt. Die ILS alarmierte deshalb die Schlauchwagenzüge nach, die am Freitag vier Kilometer Schlauchleitung von Lohberghütte über Eggersberg auf eine Höhenlage von 900 Meter verlegten. Alleine die Höhenunterschiede, die zu überwinden waren, betrugen bei der Wasserversorgung rund 400 Meter. Parallel haben die Kollegen vom BRK zusammen mit der Bergwacht einen verletzten Feuerwehrmann geborgen. Das THW war zeitlich involviert, wo Verpflegung bereitgestellt werden musste. Parallel dazu wurde die Führungsschiene auf der Suche nach einem Platz für die überörtliche Einsatzleitung im Dorfstadl fündig. Um 17.15 Uhr hatten sie dort bereits mit der gesamten Infrastruktur Quartier bezogen.
Am Tag zwei habe man weitere Einsatzabschnitte gebildet – vor allem im Bereich des Scheibenparkplatzes, wo ein großer Wasserbehälter mit 50 000 Liter vom Speichersee der Arberbergbahn mittels sieben Kilometer langer HFS-Leitung befüllt wurde. Waren es am Freitag noch in etwa 300 Einsatzkräfte, so kamen am Samstag weitere 1 000 Einsatzkräfte aus allen Hilfsorganisationen hinzu, die Schritt für Schritt mit Aufgaben betraut wurden. Mike Stahl informierte noch über den Einsatz der Bayerischen Luftwaffe, also die Polizeihubschrauberstaffel mit zwei Maschinen, die bei der Bewältigung aus der Luft, aber auch mit Materialtransport halfen. Die Kollegen aus Tschechien waren mit den HFS-Leitungen sowie mit drei Großlöschfahrzeugen eingebunden. „Wir waren letztes Jahr in der Lüneburger Heide zum Üben, da hat es sich ergeben, dass sie gerne zu uns kamen. Main-Spessart gehört ohnehin zum Landkreis Cham“, meinte Mike Stahl schmunzelnd.
Am Freitagnachmittag, den 16.05.2025 meldete eine Gruppe von Wanderern eineRauchentwicklung zwischen Osser Südgrat und Eggersberg. Daraufhin alarmierte die ILS Regensburg gemäß „Rauchentwicklung im Freien“ dieOrtsfeuerwehren Lohberg, Thürnstein-Schrenkenthal und den zuständigen Kreisbrandmeister Konrad Kellner. Nachdem die ersten Einsatzkräfte einschnell ausbreitendes Bodenfeuerfeuer feststellten, wurde das Alarmstichwort auf „B-Bergwald“ erhöht.
Dadurch erfolgte auch eine Alarmierung der Flughelfergruppe des Landkreises Cham sowie derPolizeihubschrauberstaffel Bayern. Zusätzlich wurden noch die Flughelfer aus Straubing zurEinsatzstelle beordert. Im westlichen Ortsteil von Lohberg wurde der Einsatzabschnitt „Luftfahrzeuge“ aufgebaut undbetrieben. Während sich die zwei Polizeihubschrauber, Edelweiß 4 und Edelweiß 12 auf Anflugbefanden, übernahm die Drohne der FF Blaibach die Erkundung des Brandgebietes.
Um einen sicheren Flugbetrieb zu garantieren, wurden alle Flugbewegungen durch dieFliegerische Einsatzleitung (FliegE) koordiniert. Um BOS fremde Drohnen aus dem Einsatzgebiet fernzuhalten, wurde auch ein NOTAM aktiviert. Nachdem die beiden Hubschrauber sowie die Flughelfer aus Straubing, sich am Flugfeldeingefunden haben folgte eine Einweisung in das aktuelle Geschehen. Hier informierteAbschnittsleiter Kress Christian, dass sich das Feuer weiter in Richtung Berg ausbreitete.
Zusätzlich benötigen Bodentrupps der Feuerwehr Lohberg und Thürnstein dringendGerätschaften für die Bodenbrandbekämpfung. Diese mussten via Luftweg ins Einsatzgebietverbracht werden da Teile des Brandgebietes nicht mit Fahrzeugen erreicht werden kann. Nach einer erfolgten Sicherheitseinweisung an dem beiden Hubschraubern begann man mitdem Flugbetrieb.
Als erstes standen Löschflüge auf dem Programm. Da aber in der Gemeinde Lohberg keinoffenes Gewässer zu Wasseraufnahme zur Verfügung steht, nutzt man die Tanklöschfahrzeuge aus Lederdorn und Miltach. Der Sonderzug 4/2 des Landkreises Cham war zwischenzeitlich alarmiert worden, um am Flugfeld eine sichere Wasserversorgung sicher zu stellen. Weitere Kräfte dieses Zuges bauten vom Mühlbach aus eine Förderleitung zum Flugfeld und befüllten den eigenen 15.000l Faltbehälter. Damit stand ausreichend Wasser für die geplante Schlauch Befüllungen zur Verfügung.
Um die Flugzeiten möglichst effizient ausnutzen zu können, wurden die Tankanhänger der Bergwachten Arnbruck und Hauzenberg-Waldkirchen ebenfalls auf das Flugfeld alarmiert. Als die Flanken des Brandes ausreichen benetzt waren, begann man mit Lastflügen. Hier wurden diverse Gerätschaften wie Waldbrandsätze, Schlauchmaterial, Netzmittel, etc. ins Einsatzgebiet geflogen. Die Einsatzkräfte aus Straubing empfingen die Materialien in einer Lichtung nahe des Osser Gipfels.
Zwischenzeitlich wurde von Landrat Franz Löffler der Artikel 15 des Bayerischen Katastrophenschutz Gesetztes ausgerufen und KBR Mike Stahl als ÖEL eingesetzt. Nun formierte sich auch der Führungsstab des Landkreises Cham im Lohberger Dorfstadel. Um eine direkte Verbindung zur EL zu haben, wurde KBM Konrad Kellner als Fachberater Flughelfer im Stab eingesetzt.
Da sich abzeichnete, dass man das Feuer an diesem Tag nicht mehr löschen kann, wurden die Maßnahmen für diesen Tag abgebrochen bzw. zurückgefahren und ein massiver Löscheinsatz für den nächsten Tag beplant. Zwischenzeitlich entwickelten sich zudem noch mehrere Brände an der Landesgrenze entlang. Beide Hubschrauber flogen den Sportplatz der Gemeinde an und verbrachten dort die Nacht.
Am Samstag trafen sich alle Beteiligten bereits um 08:00Uhr und besprachen die geplanten Maßnahmen. Zusätzlich zur Drohne aus Blaibach unterstützte heute auch noch die Drohne aus Roding die Luftbeobachtung. Da aber beide im Bereich Scheibe / Arber mit Aufklärungsarbeiten beschäftigt waren, entschied sich die Einsatzleitung die Luftrettungsstaffel Bayern mit ihrem Kater Oberfranken 15/3 ebenfalls ins Schadensgebiet zu holen.
Wieder startete der Tag mit Löschflügen. Nachdem massiv Löschwasser über dem Brandherd am Osser abgeregnet worden war, erkannte man bereits erste Erfolge der Maßnahmen. Wasser für die Schlauch Befüllungen lieferte dieses Mal der Sonderzug 2/4. Nachdem Kater Oberfranken 15/3 sich am Flugfeld eingefunden hatte, bekam er diverse Erkundungsaufträge durch die FliegE welche sich bereits aufgestaut hatten. Er übernahm die Einsprache für Punkt genaue Wasserabwürfe der Polizeihubschrauber und musste auch die Standorte der GFFF-V Einheiten aus Niedersachen feststellen.
Nachdem sich nun ein deutlicher Fortschritt der Löscharbeiten abzeichnete, konnte man damit beginnen diverse Lasten wieder aus dem Einsatzgebiet rauszufliegen. Nachdem alles wieder am Flugfeld war, konnte man den Einsatz der drei Hubschrauber beenden. Beim abschließenden Debriefing zeigte sich Bürgermeister Franz Müller beeindruck von der Professionalität, mit der die Einsatzkräfte zu Werke gehen und freute sich, dass eine von den 17 Flughelfergruppen bei ihm in der Gemeinde stationiert sei.
Somit ging die Katastrophenschutzübung Flammendes Steindl 2025 für die Flughelfergruppe des Landkreises Cham zu Ende. Mehr als 12.000l Löschwasser wurden im Einsatzgebiet abgeregnet sowie über 100 Flugbewegungen dokumentiert.
Die diesjährige praktische Ausbildungssaison der Flughelfergruppe des Landkreises Cham startete am Freitag, den 14. März.
Thema war dieses Mal “Hubschrauberlandung sichern bei Nacht”. Als Übungspartner konnte man wieder einmal mehr die Polizeihubschrauberstaffel gewinnen. Da hier momentan viel Schulungsflüge auf das neue Hubschraubermodell H145 stattfinden müssen, nutzte man die Gelegenheit, um sich gegenseitig weiterzubilden.
Da die Maschine bereits am frühen Nachmittag zu einem Navigationsflug startete, nutze man das Zeitfenster vor der einsetzten Dunkelheit um den ehemaligen Leiter der Flughelfergruppe des Landkreises Cham gebührend aus seinem Amt zu verabschieden.
Dieser staunte nicht schlecht als er plötzlich in Arndorf vor den nagelneuen Polizeihubschrauber stand und von KBR Mike Stahl begrüßt wurde. Vorher wurde er von seiner Frau unter dem Vorwand eine Werkführung in Dingolfing machen zu können, aus dem Haus gelockt.
Nach der schnellen Begrüßung musste er auch schon in die Maschine steigen. Anschließend startete der Flug über den KBM-Bereich Lam.
In der Zwischenzeit versammelten sich die Flughelfer und Führungskräfte der Inspektion Bad Kötzting in Lohberg am dortigen Trainingsplatz.
Hier wurde nun der Leiter a.d. gebührend in Empfang genommen. Sein Nachfolger Kress Christian blickte auf 18 Jahre Flughelfergruppe Landkreis Cham zurück und erinnerte nochmals an Gemeinsame Höhen und Tiefen und viele gemeinsame Lacher. Aber auch seiner Frau, Stefanie Kellner, dankte Kress in seiner Laudatio. Als Dank, dass Sie in 18 Jahren sehr oft auf Ihren Gatten verzichten musste, wurde ihr vom neuen stellvertretenden Leiter Johannes Haselsteiner ein Blumenstrauß überreicht.
Im Anschluss blickte KBR Mike Stahl ebenfalls auf 18 Jahre Flughelfer zurück und merkte an, dass Konrad seit der ersten Minute mit Herz und Seele Flughelfer sei.
Da der Kreisbrandmeister sprachlos war, begab man sich zum Dorfstadel. Hier wurde durch die Mannschaft eine Brotzeit für alle anwesenden vorbereitet.
Nachdem sich alle gestärkt hatten, bekamen alle Einsatzkräfte noch eine ausgiebige Einweisung an dem neuen Einsatzhubschrauber.
Alle freuen sich hier schon auf die kommenden Übungen.
Da es mittlerweile dunkler wurde, begab sich die Maschine nun zum eigentlichen Einsatzauftrag. Es wurden nun verschiede Landeplätze im Bereich Zandt angeflogen, welche durch die ansässigen Feuerwehren ausgeleuchtet wurden.
Mit an Bord war Nicole Holzapfel welche als Vertreter für die Flughelfer unterstütze. Nach erfolgreicher Landung wurde den Feuerwehren noch Tipps gegeben was im Ernstfall bei einer Hubschrauberlandung zu beachten sei. Zudem wurde ihnen gezeigt welche zusätzlichen Möglichkeiten die Flughelfer neben dem Standartausrüstungen der örtlichen Feuerwehren noch hätten.
Nachdem alle Landeplätze abgeflogen waren, starte die Maschine weiter zum Nacht Navigationsflug in Richtung Nürnberg.
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