Kategoriearchiv: Aktuelles

Kommandant Konrad Kellner zum Fachberater Flughelfer ernannt

Kommandant Konrad Kellner, der auch als Leiter unserer Flughelfergruppe Landkreis Cham fungiert, wurde zum „Fachberater Flughelfer“ der Kreisbrandinspektion Cham ernannt. Die Ernennungsurkunde überrreichte ihm Kreisbrandrat Michael Stahl im Rahmen einer Besprechung von Führungskräften.
Zukünftig wird er als Florian Cham 1/11 bei verschiedenen Einsatzstichwörtern mitalamiert. Bei Einsätzen von Hubschraubern steht er dann der jeweiligen Einsatzleitung als Berater zur Seite. Außerdem stellt er sich für die Feuerwehren bezüglich Fragen zur Flughelfergruppe zur Verfügung. Diese Einsatzgruppe hat zur Zeit 45 Mitglieder, davon 43 an der Feuerwehrschule Würzburg ausgebildete Flughelfer und nimmt regelmäßig an bayernweiten sowie internationalen Übungen teil.

Drei neue Feuerwehrmitglieder mit Digitalfunk-Lehrgang!

Am Donnerstag, den 19.10.2017 wurde im Gerätehaus der FFW Ansdorf-Simpering ein Funklehrgang mit theoretischer 
und praktischer Prüfung abgeschlossen.

Drei Mitglieder der Feuerwehr Thürnstein wurden mit anderen Teilnehmern aus insgesamt elf Feuerwehren zum Thema Digitalfunk
geschult. Alle Lehrgangsteilnehmer haben an der Ausbildung und der Abschlussprüfung mit Erfolg teilgenommen.

Die neuen Digital-Sprechfunker der
Feuerwehr Thürnstein/Schrenkenthal sind:
Carolin Mühlbauer, Jonas Vogl und Josef Kleppel.

Quelle:
Text JM, Bilder: Mittelbayerische Zeitung

Flughelferübung mit der PHuStBy in Roth!

Die letzte praktische Flughelferübung mit einem Luftfahrzeug im Jahr 2017 führte die Flughelfergruppe des Landkreises Cham zur Außenstelle der Polizeihubschrauberstaffel Bayern nach Roth.
Bereits um 6.30 Uhr starteten 7 Flughelfer mit den beiden Fahrzeugen Thürnstein 11/1 und Lohberg 21/1 nach Roth.

Nach der Begrüßung durch den Übungsleiter Michael Waldmüller (Ausbildungsleiter Polizeihubschrauberstaffel Roth) wurde gemeinsam begonnen, verschiedene Außenlasten für den Flugbetrieb vorzubereiten. 

Beim Flugbetrieb wurden verschiedene Lasten (Tirolbox, Holzbalken, Tragkraftspritze) in unterschiedlichen Seillängen geflogen.
Anschließend wurde
das Bambi Bucket aufgenommen und per Schlauchleitung vom TLF befüllt. Der Wasserabwurf erfolgte zielgenau in den 5000 Liter Faltbehälter. Daraufhin wurde das Wasser aus dem nahe gelegen Rothsee geholt.
Ziel war ein gezündeten Rauchkörper am Rande des Flugfeldes abzulöschen.
Nach dem Bambi Bucket wurde der Semat 900 in den Lasthaken eingehängt. Auch dieser wurde zuerst via Schlauchleitung und später mit Wasser aus dem Rothsee befüllt. Die vorgegebenen Ziele waren ebenfalls der Faltbehälter und ein Rauchkörper.

Nach einem Besatzungswechsel wurden die Lasten nochmal in gleicher Reihenfolge geflogen, ehe man die Stationen abbauen konnte.
Bei der anschließenden Abschlussbesprechung dankte Michael Waldmüller allen Teilnehmern für ihr Engagement und stellte fest, dass man für kommende Einsätze hervorragend gerüstet sei.
Bei der Übung wurden die Flughelfer des Landkreises Cham von Kameraden aus Amberg unterstützt!

Text und Bilder: Christian Kress


16 neue Schutzanzüge für die aktive Mannschaft der Feuerwehr Thürnstein/Schrenkenthal

Die Einsatzbekleidung vom Hersteller seamTEX wurde über die Firma Kilian Fire & Safety GmbH & Co. KG aus Zwiesel beschafft.
Die Schutzkleidung zeichnet sich neben optimalen Tragekomfort vor allem durch Strapazierfähigkeit und hoher Schutzwirkung aus. Der Schutzanzug ist sowohl bei Brandeinsätzen, als auch für technische Hilfeleistungen bestens geeignet.
Die neue Einsatzbekleidung stellt eine notwendige Investition dar, um die Sicherheit der Einsatzkräfte in Zukunft gewährleisten zu können.
Im Laufe der nächsten Jahre werden die restlichen aktiven Mitglieder ebenfalls mit dem seamTEX Schutzanzug ausgestattet.

„Stadelbrand“ in Thürnstein – Gemeinschaftsübung des KBM-Bereichs Lam klappte tadellos

Einen großen Halbkreis bildeten die  Feuerwehrkameraden am Freitagabend vor der Feuerwache in Thürnstein. Zuvor hatten die Einsatzkräfte der neun Feuerwehren des oberen KBM-Bereichs mustergültig einen simulierten Stadelbrand gelöscht, fünf vermisste Personen geborgen und eine lange Förderstrecke vom Weißen Regen aufgebaut.

KBM Josef Pritzl freute sich über die rührige Übungsteilnahme am Freitagabend. Die Aktionswoche soll den Mitbürgern die Aktivitäten der Feuerwehren bewusst machen. Ein besonderer  Dank galt den Kameraden der Thürnsteiner Wehr für die Organisation der Übung, vorneweg Konrad Kellner mit seiner Mannschaft. Der Kommandant  schilderte den Gesamtablauf der  Übung aufgrund eines angenommenen Brandes in dem ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesen von Ernst und Maria Vogl. Dort stehen zwei Stadel nebeneinander. In der Nachbarschaft ist ein Wohnhaus direkt angebaut. Erschwerend war, dass in der verrauchten Scheune fünf Personen vermisst waren. An der Einsatzstelle wurden primär die wasserführenden Fahrzeuge von Thürnstein,  Lam, Lohberg und Haibühl eingesetzt. Einsatzleiter Konrad Kellner bestimmte drei Abschnittsleiter für Brandbekämpfung, Personenrettung und Wasserförderung, nämlich die Staffelführer von Lam 21/1,  von Haibühl 21/1 und von Lohberg 21/1. „Das ist Standard in unserem KBM-Bereich“, begründete  Kellner. Lohberg 21/1  war auf der Saugstelle eingeteilt. „Wir hatten mit den wasserführenden Fahrzeugen oben über 10.000 Liter für den Erstangriff zur Verfügung“, bezifferte Kellner. Die Wehren  im KBM-Bereich Lam sind diesbezüglich sehr gut aufgestellt. „Das ist einzig und allein den  Kommunen zu verdanken“, bedankte sich  Kellner für dieses Entgegenkommen. Allerdings sei es keine überdimensionale Ausrüstung. Es habe sich bei  verschiedenen Einsätzen gezeigt, wie dringend das Equipment gebraucht werde. Die  Atemschutzüberwachung lief  über das ARÜST-System. Von der Saugstelle bis zur Brandstelle waren 34 B-Längen zu verlegen. „Im Stadel lagerten mehrere Gasflaschen, die die Trupps auf Anhieb fanden, hinaustrugen und kühlten“, berichtete der Ortskommandant.

Der Abschnittsleiter Brandbekämpfung,  Andreas Bergmann, rekapitulierte,  dass man an der Förderstrecke einen Eingangsdruck von sieben Bar  verzeichnete. Die Einsatzkräfte beförderten 2500 Liter pro Minute. Die Fahrzeugaufstellung war in der Hanglage eine Herausforderung, zumal auch  die Drehleiter einen optimalen Stehplatz benötigte. Konrad Kellner fügte hinzu, dass insgesamt drei Hydranten angezapft wurden. Das Netz sei im Dorf relativ gut ausgebaut. Die Abschnittsleitung für  Wasserförderung hatte Andreas Hupf vom Lohberg 21/1 inne. Er veranlasste das Ansagen bei der  „Lou“ beim Anwesen  von Max Aschenbrenner. Von der Saugstelle bis zum Lamer Tanker waren fünf Einsatzfahrzeuge eingebunden.  „Nach 21 Minuten war das Wasser da“, bestätigte Hupf. Die Leitung sei ruhig und sauber verlegt, die Funkgruppe getrennt worden. Der Funkverkehr habe einwandfrei geklappt.

Josef Pritzl  zollte für die vorbildliche  Wasserförderung und die Funkkanaltrennung absoluten Respekt. Es hätte jederzeit ein Rettungsfahrzeug hinauffahren können.

KBI Andreas Bergbauer betonte, dass das  Motto „Begegnen, Bewegen und Bewirken“ die Zielsetzung habe, Nachwuchskräfte für die Feuerwehren zu finden. Er bedankte sich für die Teilnahme und Weiterbildung im Ehrenamt. „Es wurde absolut professionell gearbeitet von Atemschutzüberwachung bis zur Personenrettung. Bei den Bränden am Osser verhinderten die umliegenden Wehren größere Schäden. KBR Michael Stahl blickte kurz auf die letzten 15 Jahre zurück, in denen sich der Lamer KBM-Bereich gut entwickelt habe. „Die Kommandanten, die Führungskräfte und die Gemeinden haben miteinander gute Arbeit geleistet“, konstatierte der KBR. Der Lamer KBM-Bereich sei in punkto Fuhrpark  einer der am besten Ausgestatteten im Landkreis. Allerdings sei dies alles auch notwendig. Die Übung war eine Herausforderung für die Maschinisten, die ihre Sache super gemacht haben. Es ist  keine Übertreibung, bei einem Brand der Kategorie 4 schon den Schlauchwagenzug  zu alarmieren. „Ausstattung ist das eine, die Planung aber  genauso wichtig“, machte Stahl bewusst.  Hier bleibe man am Ball. Wenn es irgendwo hakt, werde nachgebessert.  Die Übungen sind dafür da, dass sich die Aktiven im Ernstfall daran erinnern. „Die Ortskenntnis und das Wissen kann uns keiner nehmen“, so der KBR.  Die Aktionswoche habe der Innenminister in Altötting eröffnet. Das Motto ist heuer wieder auf die Gewinnung der Jugend abgestellt. Natürlich brauchen man ebenso Seiteneinsteiger und ältere Kameraden. Allgemein sei in der Industrie  stets  von der Digitalisierung die Rede. „Die Feuerwehr hat dies schon lange umgesetzt“, unterstrich der KBR. Jeder habe ein Smartphone und  der eine oder andere eine  Feuerwehr-App darauf,  mit der  man Schlauchleitungen oder Höhenunterschiede ausrechnen kann. „Wir sind fortschrittlich. Auch der Landesfeuerwehrverband hat bereits reagiert“, berichtete der Kreisbrandrat. Man spreche inzwischen Jugendliche mit provokativen Videoclips an.

Bürgermeister Franz Müller betonte, dass die Gemeinschaftsübungen ungemein wichtig sind. „Die Kameraden  sind Profis im Ehrenamt“, lobte der Rathauschef. Was würden die zweckmäßigsten  Autos nützen, wenn sie nicht mit Leben erfüllt würden.  Die Führungskräfte und Jugendleiter werben kontinuierlich für Zugänge. Auch die Damen integrieren sich sehr gut. Thürnstein habe nicht gerade ein  ebenes Dorfbild  und die Straßen sind zudem schmal. Ortskundigkeit sei daher gefragt. „Macht weiter so, dann werden wir Euch auch in Zukunft  unterstützen“, stellte der Bürgermeister in Aussicht.

Text und Fotos: Maria Frisch

85./86. Löschgruppe der Thürnsteiner Wehr glänzte bei der Abnahme

„Wenn jeder Handgriff sitzt, verleiht dies Sicherheit“, lobte Schiedsrichter eins, KBM Josef Pritzl, am Mittwochabend den schulungsmäßigen Aufbau der 85. und 86.  Löschgruppe der FFW Thürnstein/Schrenkenthal bei der Abnahme ihrer Leistungsprüfung. „Ihr habt bewiesen, dass ihr gut ausgebildet seid“, so Pritzl.  Wer zu jeder Tag- und Nachtzeit zu Einsätzen ausrückt,  muss auf die Schnelle alle Handgriffe abrufen können. Der Unparteiische forderte die Mannschaft im selben Atemzug auf,  ihren engagierten Kommandanten zurückzugeben, was sie an Zeit in die Prüflinge investiert haben. „Bleibt der Feuerwehr treu“, appellierte der Redner an die Absolventen, von denen die meisten erfreulicherweise auch  wohnorttreu sind.

Ehren-KBM Reinhard Kollmer beglückwünschte den Trupp in der Funktion des zweiten Unparteiischen. „Ich habe eine sehr gute Leistung gesehen und auch nichts anderes erwartet“, lobte er das sehr disziplinierte und routinierte Eingreifen der Gruppe, die sich gegenseitig ergänzt habe. „Wir  erlauben  uns hier keinen  Spaß, sondern setzen bei der Abnahme die Richtlinien der Leistungsprüfung nach den Feuerwehrdienstvorschriften um“, betonte Kollmer. „Wenn Ihr es draußen so macht, seid ihr auf einem guten Weg. Dann werden wir den Löscherfolg schnell erreichen“, schloss der Unparteiische.

Kommandant Kellner konstatierte, dass die Absolventen gut in der Zeit lagen und bedankte sich bei Andreas Koller und Stefan Menacher, die mit ihm die Ausbildung vorgenommen hatten.

Abzeichenempfänger der 85. Gruppe waren: Gruppenführer Carina Schwarz (Stufe drei), Maschinist Andreas Kleppel (vier), Philipp Schmid (eins), Christian Koller (vier), Alois Roßberger (sechs), Josef Aschenbrenner (sechs), Matthias Kleppel (drei), Andreas Koller (drei) und Michael Koller (eins).

Abzeichenempfänger der 86. Gruppe: Carina Schwarz, Andreas Kleppel (Ergänzungsteilnehmer), Stefan Lohberger (vier), Florian Multerer (drei), Martin Multerer (drei), Josef Aschenbrenner, Matthias Kleppel, Andreas Koller, Christian Koller (Ergänzungsteilnehmer).

Text und Foto: Maria Frisch

Jugendfeuerwehrausflug in den Bayernpark

Am Donnerstag den 24.08.17 besuchte die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Thürnstein-Schrenkenthal den Bayernpark bei Reisbach. Um 8.00 Uhr startete der Ausflug und nach einer 1 1/2 stündigen Fahrt kamen wir am Freizeitpark an. Dort verbrachten wir einen aufregenden Tag mit vielen tollen und verrückten Fahrgeschäften. Das Highlight im Vergnügungspark war der sogenannte „Freischütz“, eine Achterbahn die in 2,3 Sekunden von 0 auf 80 km/h beschleunigt, mit vier Inversionen und drei Überkopfelementen. 40 Sekunden pures Adrenalin und bis zu 4,4 G lasten dort auf dem Körper.
Um ca. 16.00 Uhr traten wir dann die Heimreise an. Nach einem kurzen Zwischenstopp im Mc Donalds in Deggendorf, kamen wir gegen 19.00 Uhr wieder an der Feuerwache in Thürnstein an.


Den Ausflug organisierten die Jugendwarte Christian Koller und Carina Schwarz.
Auch unser Komandant Konrad Kellner begleitete den Jugendausflug.


Quelle: Text und Bild Carina Schwarz

Ehrenpatenverein beim 150-jährigen Gründungsjubiläum der Feuerwehr Lam

Mit einem musikalischen Weckruf begann am Sonntagmorgen der große Jubeltag der FFW Lam. Nach dem Empfang des Festgefolges, dem Einholen von Paten- sowie Ehrenpatenverein und dem Eintreffen aller anderen Vereine folgte der Zug zur Pfarrkirche.

Dort begrüßte Pfarrer Ambros Trummer die Ankommenden mit den Worten: „Es ist ein eindrucksvolles Schauspiel zu erleben, wie Fahne für Fahne zum Altar einzieht“.

Zu Beginn des Gottesdienstes brachten die Kameraden Strahlrohr und Helm zum Altar, sie symbolisierten nicht nur den Schutz von Hab und Gut bzw. des eigenen Leibes sondern damit auch die Nächstenliebe und das Vertrauen auf den Schutz Gottes.

Die Fahnenbänder der Festmutter, der Festbraut, das Trauerband, das Patenband für die FFW Engelshütt, das Ehrenpatenband für die FFW Thürnstein-Schrenkenthal sowie die Bänder der Patenbraut und unserer Ehrenpatenbraut Anna-Lena Kleppel für die Lamer Wehr lagen als Symbol der Verbundenheit, der Freundschaft, der Gemeinschaft und natürlich der Erinnerung an diesen Tag aufgereiht an den Seitenaltären.

Diese wurden in einem festlichen Rahmen am Ende des Gottesdienstes an die Fahnen des Festvereins sowie des Paten- und Ehrenpatenvereins angehängt.

Nach dem Festzug durch die Marktgemeinde Lam wurden anschließend im Festzelt die Erinnerungsgeschenke überreicht.

 

 

 

 

Quelle: idowa

Der Feuerwehr Thürnstein/Schrenkenthal war es eine Ehre, die  Freiwillige Feuerwehr Markt Lam bei ihrem 150-jährigen Gründungsfest am Festsonntag als Ehrenpatenverein zu unterstützen!

Herzlichen Dank an alle Mitglieder der Feuerwehr Thürnstein/Schrenkenthal für die Teilnahme!

weitere Bilder:

Anna-Lena Kleppel ist Ehrenpatenbraut

Eine Feier, von der man sicher noch lange im Dorf reden wird, war das Ehrenpatenbrautbitten der FFW Thürnstein/Schrenkenthal am Samstag abend. Kaum hatte Anna-Lena Kleppel ihre Zusage gegeben und die Feuerwehr-Delegation in Feierlaune versetzt, leerte sich das Zelt wieder wegen der Alarmierung aufgrund des Brandes auf der Osserwiese, zumal in Thürnstein die Flughelfergruppe des Landkreises Cham stationiert ist. Die Zurückgebliebenen behielten Feuer und Rauch, die man mit bloßem Auge am nahen Hausberg sehen konnte, bis zum abschließenden Hubschrauber-Einsatz im Auge.

„D`Feierwehr vo Thürnstein möcht dir Grüß Gott sag`n, weil sie eine kleine Bitte heut` hätt` zum Vortragen“, formulierte der Vorsitzende Sepp Mühlbauer zuvor nach dem Marsch mit der Thürnsteiner Blaskapelle, der Festkinder und der vielköpfigen Mannschaft zum Elternhaus der Auserwählten. „Du wirst es ja eh scho wissen, warum das ma san zu dir kema, wir möcht ma dich zu unserer Ehrenpatenbraut ernenna“, hoffte Mühlbauer auf ein freudiges Jawort. „Mit dir als Ehrenpatenbraut hätt` d`Feierwehr a g`hörig`s G`fühl“,  versicherte der Redner, der zusammen mit  Konrad Kellner, Andreas Koller, Mario Ascherl und Stefan Menacher anschließend zu einem „Spielchen verdonnert wurden.“

Die Führungskräfte mussten mit nahezu stumpfen Spickerpfeilen auf eine Wand mit Luftballons zielen.  „Wer nicht trifft oder der Luftballon nicht platzt, muss einen Negerkuss vertilgen“, unterbreitete Anna-Lena Kleppel die Aufgabenstellung. Die Thürnsteiner Feuerwehrobrigkeit hieb die Wurfgeschosse  „mit  Schmackes“, also mit viel Kraft und Wucht, auf die Zielscheibe. Trotzdem blieb keiner fehlerfrei. Als die Wand fast abgeräumt war, war zu lesen „Ja, i mochs gern“.

Nach der ersten Sitzprobe im Zelt ließ der Vorsitzende seine offiziellen Begrüßungsworte folgen. Er freute sich über die Anwesenheit von Bürgermeister Franz Müller, KBM Josef Pritzl und Ehren-KBM Reinhard Kollmer, sowie der Präsenz der Festkinder mit den Eltern und der Blaskapelle Thürnstein. Als erstes bedankte sich der Vorsitzende herzlich  bei Anna-Lena Kleppel für die Übernahme des Amtes als Ehrenpatenbraut. Dies sei  nicht selbstverständlich, weil so eine Aufgabe viel Zeit-  und Geldaufwand voraussetze. Mühlbauer zollte  allen Eltern und Festkindern, die sich breiterklärt hatten,  Anna-Lena beim Gründungsfest in Lam zu begleiten, Anerkennung.  Der zahlenmäßig gute Auftritt zeuge vom Zusammenhalt in der Feuerwehr. „Ich hoffe, dass ihr beim 150-jährigen Fest in Lam genauso stark vertreten seid“, legte der Redner ans Herz.

Nachdem „durchgesickert“ war, dass die Prüflinge eventuell ein Schaf scheren müssen, waren sie über die Herausforderung mit weniger Schinderei erleichtert. Da Theresa Kleppel und Carolin Mühlbauer seit März diesen Jahres als neue Fahnenbegleiterinnen fungieren, schultere Vize-Vorsitzender Gustav Kleppel mit den Ehrenämtern der beiden Töchter gleich eine Doppelbelastung. Sandra Kleppel habe alles perfekt organisiert und vorbereitet. Daher galt den Gastgebern ein kräftiger Applaus. „Ich danke allen, die bei der Vorbereitung und der Durchführung des  Ehrenpatenbrautbittens mitgeholfen haben“. Der Wunsch nach einigen schönen und gemütlichen Stunden wurde durch Sirenengeheule unterbrochen, worauf die Einsatzkräfte  und Flughelfer der Feier für die Dauer des Einsatzes fernblieben .

Text: Maria Frisch

Flächenbrand am Osser

Am Samstag den 17. Juni 2017 wurden sämtliche Feuerwehren des Lamer Winkels zum „Brand Freifläche groß“ ins Ossergebiet alarmiert.

Schon bei der Anfahrt der Kräfte war auf Höhe der Osserwiese eine weithin sichtbare Rauchwolke zu erkennen.

Das LF 10 der Feuerwehr Thürnstein sowie die beiden wasserführenden Fahrzeuge der FF Lam fuhren sofort das Brandgebiet über den Ortsteil Lambach an. Gefolgt vom V-LKW der FF Thürnstein, nachdem dieser den Waldbrandsatz inkl. der beiden Faltbehälter 15.000l und 5.000l der Flughelfergruppe verlastet hatten.
Nach dem die ersten Einsatzkräfte das Brandgebiet zu Fuß erreicht hatten, eine Zufahrt mit Löschfahrzeugen war aufgrund der expandierten Lage nur bis ca. 200m vor die Einsatzstelle möglich, meldeten sie der Leitstelle Regensburg einen Flächenbrand im steilen Gelände mit ca. 100qm, schnell ausbreitend.

Aufgrund dieser Rückmeldung entschied sich die Einsatzleitung unverzüglich einen Hubschrauber zur Unterstützung der Löschmaßnahmen anzufordern. Zeitgleich wurden die Flughelferguppe des Landkreises Cham sowie die Bergwacht Arnbruck mit ihren Betankungsanhänger alarmiert.
Daraufhin wurden unverzüglich die Fahrzeuge Lohberg 21/1 sowie Thürnstein 11/1, die beide mit ausgebildeten Flughelfern besetzt waren, aus dem laufenden Einsatz herausgelöst um einen Außenlandeplatz für den Hubschraubereinsatz vorzubereiten und anschließend zu betreiben.
Um die Flugwege so kurz wie möglich zu halten, wurde als Landeplatz Tal eine Wiese im Lamer Ortsteil Himmelreich gewählt.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich „Edelweiß 7“ aus München bereits am Anflug.
Dass genaue Vorgehen wurde zwischen dem FliegE und dem Feuerwehr Einsatzleiter über Digitalfunk im TMO Betrieb noch während der Vorbereitung des Lufteinsatzes abgeklärt.
Um 20:50 Uhr setze die Maschine zur Landung an.

Sofort fanden ein kurzes Briefing sowie das Abrüsten des Hubschraubers statt.

Im Anschluss wurde der Hubschrauberbesatzung der Einsatzauftrag: „Befüllen Faltbehälter 5000l, maximaler Wassertransport ins Einsatzgebiet“ erteilt.
Als Löschwasseraußenlastbehälter wurde das 400l fassende Bambi Bucket vom PHS gewählt, dieses wurde zusätzlich mit einer 10m langen Verlängerung an den Hubschrauber angehängt.

Befüllt wurde dieses per Schlauchleitung vom TLF.
An der Einsatzstelle wurde in der Zwischenzeit der 5000l fassende Faltbehälter aufgebaut und niedergespannt. Dieser wurde mit sechs Rotationen befüllt. Die letzten zwei Wasserabwürfe erfolgten direkt über dem Brandgebiet. Gegen 22:00 Uhr musste der Hubschraubereinsatz aufgrund einsetzender Dunkelheit abgebrochen werden. Kurze Zeit später konnte von der Einsatzleitung auch „Feuer aus“ gemeldet werden.
Nachdem die Maschine wieder am Tallandeplatz angekommen war, wurde diese noch vom Tankanhänger der Bergwachtbereitschaft Arnbruck betankt.
Ein weiterer Einsatzhubschrauber aus Tschechien stand ebenfalls auf Bereitschaft an seinem Heimatstandort.
Dieser wurde aber auf Grund des schnellen Löscherfolgs nicht mehr benötigt.

Quelle: Text und Bilder, Feuerwehr Thürnstein

Link: https://www.youtube.com/watch?v=bCsmAXn-eaA