Alle Beiträge von Alexander Aigner

Übung „Sommerfeuer 2018“

Sommerfeuer 2018, so lautete der Name der ersten Übung für das Pilotprojekt Hilfeleistungskontingent „Brandbekämpfung aus der Luft“ welches durch die Planungsrichtlinie vom Juli 2018 umgesetzt wurde.
Für diese Übung wurden die Flughelferstandorte Amberg, Bayreuth, Herzogenaurach, Staatliche Feuerwehrschule Würzburg sowie der Führungsdienst der Flughelfergruppe Lkr. Cham in Alarmbereitschaft versetzt.
Am Donnerstag um 08:00 Uhr machten sich der Fachberater Flughelfer für den Lkr. Cham Konrad Kellner und der Stlv. Leiter Flughelfer Lkr. Cham Kress Christian mit dem Mehrzweckfahrzeug „Kater Thürnstein 11/1“ auf den Weg nach Amberg, wo sich der Sammelpunkt für das Hilfeleistungskontingent befand. Die notwendigen Regiearbeiten wurden dankenswerterweise von der FF Amberg erledigt.
Nachdem sich alle Kräfte am Sammelpunkt eingefunden hatten, wurden die Kräfte in das weitere Vorgehen durch Kontingentführer BAR Martin Singer von der SFSW eingewiesen. Nach dieser Einweisung wurde das Kontingent, im Verband, nach Grafenwöhr zum dortigen Truppenübungsplatz verlegt. Dort angekommen wurde den Teilnehmern die Schlafunterkunft zugewiesen. Im Anschluss erfolgte eine ausführliche Sicherheitsunterweisung durch die Bundeswehr und dass US Militär.

Darauf folgte eine Einführung in die Lage. Hier wurde ein Feuer im Munitionsverseuchten Gebiet angenommen, welches durch die Löschpanzer des US Fire Departments bekämpft wurde. Damit die Löschpanzer keine langen Wegtrecken zum Wassertanken zurücklegen müssen, sollte das Löschwasser über den Luftweg transportiert werden. Zusätzlich sollte das Feuer aus der Luft Bekämpft werden. Da aber leider alle Angeforderten Hubschrauber der Bundeswehr abgesagt hatten und von anderen Staatlichen Einsatzorganisationen keine Rückmeldung kam, stand an beiden Einsatztagen nur eine Maschine der Bayerischen Polizeihubschrauberstaffel zur Verfügung. So wurde der Schwerpunkt auf die Wasserversorgung des Löschpanzers und des Materialtransportes gelegt. Auf Grund dessen war das Kontingent bereits im Vorfeld verkleinert worden.
Nun wurde in das Einsatzgebiet gefahren und die anfallenden Arbeiten auf die vorhanden Kräfte aufgeteilt. So mussten verschiedene Lasten und Löschwasseraußenlastbehälter, eine Ausreichende Wasserversorgung, Personal für das Einsatzgebiet und die Fliegerische Einsatzleitung vorbereitet werden. Bei der Fliegerischen Einsatzleitung wurden auch die Kräfte aus dem Landkreis Cham eingebunden. Sie arbeiteten an beiden Tagen eng mit dem Fliegerischen Einsatzleiter zusammen.
Während der Vorbereitungsphase setzte die Polizeimaschine zur Landung an. Auch hier erfolgte nochmal eine Sicherheitsbelehrung am Hubschrauber. Als diese beendet war, wurden die ersten Kräfte per Seilwinde im Einsatzgebiet abgewincht. Ihre Aufgabe war es, einen Befüllplatz für den Löschpanzer aufzubauen. Hierzu wurden im weiteren Übungsverlauf mehrere Gerätschaften wie Faltbehälter, TS8/8 und diverse Schläuche eingeflogen. Als der Behälter aufgebaut war, wurde dieser im Wechsel mit Semat900V2 und Bambi Bucket befüllt.

Gegen 18:00Uhr wurden die Arbeiten aufgrund der anbrechenden Dunkelheit beendet. Nun verlegten die Kräfte zurück zur Schlafunterkunft. Hier wartete bereits ein ausführliches Abendessen welches durch die Feuerwehr des Truppenübungsplatzes organisiert wurde. Im Anschluss an dass Abendessen folgte eine Präsentation über einen der größten Waldbrände der Geschichte des Übungsplatzes, welcher heuer im Sommer ausbrach. Dieser wurde mithilfe einer CH47 Chinook und eines Apache Kampfhubschraubers bekämpft.
Am Freitag startete der Tag mit einem echten Amerikanischen Frühstück. Nach diesem wurde wieder das Einsatzgebiet angefahren und die Arbeiten vom Vortag wieder aufgenommen. Einziger unterschied war dass der Polizeihubschrauber dieses mal aus München und nicht wie am Vortag aus Roth kam. Auch an diesem Tag wurden verschiedene Lasten mit verschieden Seillängen ins und aus dem Einsatzgebiet geflogen. Gegen 12:00Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Nun wurden alle Gerätschaften sowie Personal aus dem Einsatzgebiet geflogen. Und es fand eine gemeinsame Übungsaussprache statt.
Gegen 15:00 Uhr konnte die Übung „Sommerfeuer 2018“ dann offiziell als beendet erklärt werden und die Einsatzkräfte konnten den Heimweg antreten.

Gerhard Geiger 40 Jahre aktiv

Am letzten Freitag konnte unser stellv. Gerätewart Geiger Gerhard das goldene Ehrenzeichen für 40 Jahre aktive Dienstzeit entgegen nehmen. Unser Landrat Franz Löffler würdigte die Leistungen die Gerhard in seiner bisherigen Dienstzeit erbracht hat. Herzlichen Glückwunsch nochmal von deinen Kameradinnen und Kameraden der FF Thürnstein-Schrenkenthal!!!

Katastrophenschutzübung „Roter Eber“ in Chamerau

Der nachfolgende Bericht bezieht sich ausschließlich auf die Aufgaben der Flughelfer und ist aus der Sicht eines Real Einsatzes geschrieben!


Am Freitag den 08.09.18 um 14.00Uhr wurden die Feuerwehren des KBM Bereichs Miltach zum „Brand eines Forstwirtschafliches Geräts“ am Rossberg in der Gemeinde Chamerau alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte wurde festgestellt, dass eine Person unter der Forstmaschine eingeklemmt war und sich der Brand bereits auf die umliegende Waldfläche ausgebreitet hatte. Aus diesem Grund erfolgte eine Alarmstufen Erhöhung auf „BWALD“, bei der auch der Fachberater Flughelfer (Kellner Konrad) des Landkreises Cham mitalarmiert wird.
Da beim Eintreffen des Florian Cham 1/11 (Funkrufname des Fachberaters) sich der Brand bereits weiter ausgebreitet hatte, wurde zusammen mit der Einsatzleitung entschieden, dass die Brandbekämpfung auch aus der Luft mittels Löschwasseraußenlastbehälters erfolgen sollte. Somit wurde die Alarmierung der Flughelfergruppe des Landkreises Cham, der Flughelfergruppe aus Straubing und des Polizeihubschraubers veranlasst. Gegen 15.10Uhr traf als erstes die Flughelfergruppe aus dem Landkreis Cham in Chamerau ein, und bezog am örtlichen Sportplatz Stellung. Hier übernahm Kress Christian (stlv. Leiter) die Fliegerische Einsatzleitung und stimmte zusammen mit Konrad Kellner die weitere Vorgehensweis
e ab.


Da sich aber der Brand bereits weiter ausgebreitet hatte und mittlerweie mehrere Einsatzabschnitte gebildet wurden, wurde Kellner zum Abschnittsleiter FliegE mit sitz in der ÖEL und Kress zum Unterabschnittsleiter FliegE (Einsatzleiter am Flugfeld) ernannt. Gemeinsam entschied man sich, die erste Brandbekämpfung mittels Bambi Bucket zu starten. Das erforderliche Löschwasser dazu wurde per Schlauchleitung in den Behälter gefüllt. Als kurze Zeit später auch die alarmierte Wasserrettung sowie die Bergwacht Arnbruck mit Tankanhänger eintrafen, wurde die Wasseraufnahme auf den Fluss Regen verlegt. Hier sicherte die Wasserrettung mit einem Boot und Tauchern das Einsatzgeschehen ab. Da zwischenzeitlich der Treibstoff des Edelweiß 4 zu neige ging, setzte er wiederrum am Sportplatz Chamerau zur Landung an, um vom Bergwacht Betankungsanhänger aufgetankt zu werden. Nachdem die Maschine wieder in der Luft war, wurde der Semat900 angehängt und mit diesem wieder die Brandbekämpfung aufgenommen. Diese wurde bis ca. 19:30 Uhr fortgeführt. Da aber der gewünschte Löscherfolg ausblieb, entschied man sich die Arbeiten für heute abzubrechen und begann mit den Planungen für den Folgetag.


Hier wurden zusätzliche Hubschrauber der Bundes-, Landes- sowie der tschechischen Polizei angefordert. Die Polizeimaschine (Edelweiß 4) verbrachte die Nacht in Chamerau. Auch die Flughelfergruppen aus Amberg und Neustadt a.d. Donau wurden für Samstag in den Einsatzraum beordert. Da der Sportplatz in Chamerau aber keine Kapazitäten für mehrere Hubschrauber bot, entschied sich die FliegE das Flugfeld näher an die Einsatzstelle zu verlegen. So konnte eine ausreichend große Wiese direkt am Rossberg genutzt werden. Hier wurde Freitagabend noch die Fliegerische Einsatzleitung installiert. Alle angeforderten Einheiten wurden für Samstag 09:00 Uhr in das Einsatzgebiet bestellt.
Am Samstag traf die örtlich zuständige Flughelfergruppe aus Thürnstein bereits um 07:45 Uhr am Flugfeld ein und begann einen Lande-, Verpflegungs-, Last- und Wasseraufnahmeplatz aufzubauen. Ab 08:30 Uhr trafen die Flughelfer aus Amberg und Neustadt a. d. Donau am Flugfeld ein.

Um 08:45 Uhr meldete sich der „Edelweiß 4“ auf der TMO Funkgruppe Luft_BY_Süd und teilte der FliegE mit das er im Anflug auf das Flugfeld ist. Kurze Zeit später meldete sich die Bundespolizei mit einer Super Puma mit dem Funkrufnamen „Pirol 212“ ebenfalls im Anflug auf das Flugfeld. Ihr folgte eine Bell 412 von der tschechischen Polizei.
Als die Maschinen ihre Rotoren abgestellt hatten fand eine erste Einweisung in die aktuelle Lage am Rossberg statt. Im Anschluss weißten die Besatzungen alle Flughelfer auf ihre Hubschrauber ein.
Als ersten Einsatzauftrag erhielt die Super Puma, Flughelfer per Winde ins Einsatzgebiet abzuwinchen. Die EC 135 der Landespolizei begann wieder mit den Löschflügen. Ebenfalls machte sich die tschechische Polizei mit ihren Bambi Bucket 900 ebenfalls auf, um Löschwasser über der Brandstelle abzuwerfen. Alle Einsatzaufträge erfolgten auf Weißung des Fliegerischen Einsatzleiters.
Im weiteren Einsatzverlauf wurden mehrere Außenlasten wie Waldbrandsatz, Verpflegung, Faltbehälter, usw. mit den Hubschraubern ins Einsatzgebiet geflogen. Das abgesetzte Team im Wald hatte den Auftrag von dort aus mit den Gerätschaften eine direkte Brandbekämpfung vorzunehmen.

Besonders Hilfreich war die Anwesenheit eines Dolmetschers um immer in Kontakt mit den Tschechischen Kräften zu bleiben. Um ausreichend Löschwasser für die Schlauchbefüllung vorrätig zu haben, wurden zwei tschechische Groß-Tanklöschfahrzeuge mit einen Takinhalt von je 9000l Wasser auf das Flugfeld beordert.
Damit es nicht zum Stau am Flugfeld kam, wurde abwechselnd ein Hubschrauber zur Wasseraufnahme zum Blaibacher See beordert. Um genügend Kraftstoff zur Verfügung zu haben, war wieder der Tankanhänger der Bergwacht und auch ein Tankwagen der Bundespolizei am Flugfeld. Im Einsatzverlauf meldete sich der „Edelweiß 6“ und „Edelweiß 7“ im Anflug auf den Rossberg. Da die „Edelweiß 6“ Maschine mit EOS (Electrical-Optik-System) ausgestattet war, bekam er den Auftrag Wärmebilder von der Brandstelle zu machen und den anderen Hubschraubern Glutnester, die dringend abgelöscht werden müssen, mitzuteilen. „Edelweiß 7“ unterstütze die Löschmaßnahmen.

Da die Löscharbeiten nun Wirkung zeigten. Konnte langsam zurückgebaut werden. So bereitete sich die eingeflogene Mannschaft im Wald darauf vor, die Löscharbeiten einzustellen und dass Material wieder für den Rücktransport vorzubereiten. Nun Konnten die ersten Maschinen aus dem Einsatz entlassen werden. Super Puma und EC135 flogen nun dass gesamte Material und Personal aus dem Brandgebiet zurück zum Flugfeld.
Als sich alle Kräfte am Flugfeld gesammelt hatten, fand noch ein kurzes Debriefing statt. Hier wurde wurden nochmal auf die gute und reibungslose Zusammenarbeit aller Teilnehmer hingewiesen. Auch der hohe Ausbildungsstandart trug wesentlich zum Erfolg der Übung bei.
Besonders Bedanken möchten wir uns bei,
der Stattlichen Feuerwehrschule Würzburg, die uns mit Personal und Material an beiden Tagen unterstützen,
der Polizeihubschrauberstaffel Bayern, die uns mit drei Hubschraubern, Personal und Gerätschaften unterstützte,
der Polizeifliegerstaffel aus Tschechien für die Unterstützung mit einer Bell412,
der Bundespolizeifliegerstaffel Süd für die Unterstützung mit einer Super Puma,
der Wasserrettung und Bergwacht Arnbruck, sowie den Flughelfergruppen aus Straubing, Neustadt an der Donau und Amberg für die tadellose Zusammenarbeit.

Waldbrandübung in Tschechien

Am Samstag den 26. Mai fand eine große Waldbrandübung am Truppenübungsplatz Brdy/Bahna in Tschechien statt. Der Waldbrand sollte mit Hilfe eines Hilfeleistungskontingents aus dem Landkreis Cham bekämpft werden.

Das Kontingent setzte sich zusammen aus Flughelfergruppe des Landkreises  Cham, dem Schlauchwagenzug Bad Kötzting und dem HFS-Zug (Hytrans-Fire-System) Waldmünchen. Alle Einheiten trafen sich kurz nach dem Grenzübergang Furth im Wald  in Folmava. Hier wartete auch schon die tschechische Polizei um den Konvoi zu begleiten. Nachdem alle Einheiten am Sammelpunkt angekommen waren, wurde mit Blaulicht und Polizeieskorte zum Übungsgebiet gefahren. Nach drei stündiger Fahrt wurde der Bereitstellungsplatz in Bahna erreicht.

Hier fand eine erste Einsatzbesprechung der einzelnen Zugführer mit der tschechischen Einsatzleitung statt. Wertvolle Unterstützung leisteten dabei die beiden Dolmetscher der Bayerischen Feuerwehren. Angenommen wurde ein großflächiger Waldbrand in mitten des Übungsplatzes der mit massiven Wassereinsatz vom Boden und aus der Luft mit einem Hubschrauber und einem Löschflugzeug bekämpft werden sollte.

Konrad Kellner, Fachberater Flughelfer, wurde als „Verbindungsoffizier“ für die deutschen Kräfte in die Einsatzleitung integriert und gab die Einsatzaufträge an Michael Weiß (Zugführer Schlauchwagenzug), Christian Kress (Zugführer Flughelfergruppe) und Michael Bierl (Zugführer HFS) weiter. Auch ihnen leisteten die Dolmetscher wertvolle Dienste, da immer wieder kurzfristig Änderungen am Übungsablauf vorgenommen wurden.

Der Schlauchwagenzug erhielt Anfangs vom für diesen Übungsabschnitt zuständigen tschechischen Feuerwehr-Kameraden Major Ing. Jaroslav Hrdlicka den Auftrag zum Aufbau einer ca. 1 km langen Doppel-B-Leitung vom nördlichen zum südlichen Teil des Brandgebiets. Die Wasserentnahme aus einem Bach, die Wasserfortleitung und -übergabe sollte hierbei in Zusammenarbeit mit den tschechischen Feuerwehren erfolgen sollte. Bereits kurz nachdem die Wasserentnahmestelle eingerichtet und die ersten Meter Schlauchleitung verlegt waren, wurde die Planung dahingehend geändert, dass nunmehr nur noch eine Förderleitung mit einer Gesamtlänge von ca. 1,6Km langen Schlauchleitung von der Wasserentnahme bis hin ins Brandgebiet errichtet werden soll. Dadurch konnte ein bei der ursprünglichen Planung enthaltenes, mit Feuerwehrfahrzeugen nicht befahrbares Gebiet umgangen werden. Ansonsten hätte eine Teilstrecke von ca. 300 Metern (Doppel-B-Leitung) händisch in teils unwegsamen Gelände verlegt werden müssen. Vor der endgültigen Festlegung der neuen Streckenführung wurde diese vom Zugführer Michael Weiß auf Befahrbarkeit und mögliche Pumpenstandorte inspiziert. Wertvolle Dienste leistete hier das Quad der FF Bad Kötzting, was fester Bestandteil des Schlauchwagen-Zugs ist. Nachdem festgestellt wurde, mit welchen Fahrzeugen insbesondere das Endstück der neuen Strecke befahren werden kann, wurde die Förderleitung durch den Schlauchwagen mit Unterstützung von Kameraden aus allen Wehren des Zuges errichtet und die Tragkraftspritzen der Feuerwehren Gotzendorf, Oberndorf und Sperlhammer eingebunden. Am Ende der Schlauchstrecke wurde diese von den tschechischen Kameraden übernommen und das geförderte Löschwasser zur Brandbekämpfung eingesetzt.

Der HFS-Zug erstellte zusammen mit den HFS Einheiten aus Pilsen und Klatau eine ca. 6Km lange Förderleitung mit F-Druckschläuchen.Die Förderleitung wurde in ca. 2 Km lange Teilabschnitte eingeteilt. Der HFS-Zug erhielt zudem den Auftrag einen Übergabepunkt der Förderleitung im Brandgebiet einzurichten, um die GTLF der tschechischen Einheiten mit ausreichend Wasser zu versorgen.

Die Flughelfergruppe erhielt den Auftrag  das Bambi Bucket 1100 vom bereits eingetroffenen Rettungshubschrauber der tschechischen Luftwaffe, Typ W-3A Sokol, per Schlauchleitung zu befüllen.  In der Anfangsphase wurde das Wasser zur Befüllung noch aus den beiden Fahrzeugtanks der Fahrzeuge Thürnstein 43/1 und Lohberg 21/1 sowie dem GTLF der Feuerwehr Holoubkov entnommen. Während die deutschen Fahrzeuge zusammen „nur“ etwa 3600l Wasser mitführten, führte das GTLF alleine 9000l mit. Um die Schwebezeit der Maschine so kurz wie möglich zu halten, wurde das Bambi Bucket mit zwei B-Leitungen befüllt. Um einen möglichen Engpass in der Wasserversorgung zu vermeiden, wurde für die deutschen Kräfte am Flugfeld eine Versorgungsleitung vom HWFS aus Tschechien gelegt. Dieses führte allerdings einen Druck von ca. 15 bar, dadurch kam der eingebaute Druckminderer fast an seine Grenzen.

Ebenfalls in der Luft war ein Löschflugzeug, dass ebenfalls pro Anflug 1500l Wasser auf die Brandstelle abwarf.

Nach mehreren Stunden Brandbekämpfung konnte gegen 14.30 Uhr „Wasser halt, Feuer aus“ gemeldet werden. Nachdem alles zurück gebaut wurde, fand bei der Einsatzleitung die Abschlussbesprechung statt. Auch diese wurde wiederum von einem Dolmetscher übersetzt. Die Einsatzleitung war mit dem Gesamtverlauf der Übung vollstens zufrieden. Auch die deutsch-tschechische Zusammenarbeit klappte nach kleineren Startschwierigkeiten hervorragend.

Nachdem sich alle Kräfte aus dem Landkreis Cham wieder am Bereitstellungsraum gesammelt hatten, wurde ebenfalls wieder mit Polizeieskorte der Heimweg angetreten.

Flughelferübung in Amberg

Am Freitag den 20. April 2018 machte sich eine Abordnung der Feuerwehr Flughelfer des Landkreises Cham auf den Weg nach Amberg zum dortigen Segelflugplatz. Grund der Reise war eine Gemeinschaftsübung der Flughelfergruppen aus Amberg, Bayreuth und dem Landkreis Cham zusammen mit der Polizeihubschrauberstaffel Roth. Von der Landkreisfeuerwehrführung war Konrad Kellner, Fachberater Flughelfer für den Landkreis Cham anwesend.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Karl Diepold, Leiter der Amberger Flughelfergruppe,  folgte eine Sicherheitseinweisung durch PHK Michael Waldmüller von der Hubschrauberstaffel Roth.

Nach dieser Einweisung  teilte sich das Personal auf vier Stationen auf. Station 1: Landeplatz, Station 2: Panzerplatte, Station 3: Mühle, Station 4: Wasseraufnahme.

Nachdem sich alle Stationen „Einsatzbereit“ meldeten, wurde mit dem Flugbetrieb begonnen. Nun bekamen die Transportleiter sowie der Hubschrauber „Edelweiß 5“ diverse Flug-/Einsatzaufträge von der Fliegerischen Einsatzleitung (FliegE). Diese Aufträge umfassen den Transport von Holzbalken, Tragkraftspritzen und Tirolbox (eine speziell für den Lufttransport konstruierte Box). All diese Lasten wurden mit verschieden Seillängen angeschlagen und geflogen. Im Anschluss wurde der Semat900 von der Maschine aufgenommen und über eine Schlauchleitung befüllt. Dass nun mitgeführte Wasser wurde zielgenau im 5000l Faltbehälter der Flughelfergruppe des Landkreises Cham abgelassen. Nach einer erneuten Wasseraufnahme wurde ein simuliertes Feuer abgelöscht. Anschließend  wurde der Semat Außenlastbehälter abgelegt und dass Bambi Bucket aufgenommen. Auch dieses wurde zuerst per Schlauchleitung befüllt und im Faltbehälter wieder abgelassen.  Nachdem auch hier ein „Feuer“ gelöscht werden konnte wurde das Bambi Bucket am Landeplatz abgelegt und alle Teilnehmer trafen sich zum gemeinsamen Mittagessen.

Nach der Stärkung konnte mit dem Nachmittagsprogramm gestartet werden. Nun übernahm Kress Christian, stellvertretender Leiter der Flughelfergruppe des Landkreises Cham, die Fliegerische Einsatzleitung. Auch er erteilte den Transportleitern sowie dem Polizeihubschrauber verschiedene Einsatzaufträge, die ähnlich dem Vormittagsprogramm abgearbeitet werden konnten. Als alle Aufträge erledigt waren, konnte durch die FliegE „Übungsende, abbauen der Stationen“ per Funk mitgeteilt werden.

Nachdem alle Stationen abgebaut waren und sich die Flughelfer wieder am Landeplatz gesammelt hatten, folgte ein kurzes Debriefing. Hier wurde nochmal das professionelle und ruhige arbeiten unter dem Hubschrauber gelobt. Auch Verletzungen seinen keine zu verzeichnen gewesen, konnte vom Übungsleiter freudig Festgestellt werden. Somit konnte am späten Nachmittag  von allen die Fahrt zu Ihren Heimatstandorten angetreten werden.

Jahreshauptversammlung 2018

Am 17. März fand die diesjährige Jahreshauptversammlung im Cafe Sahneberg statt. Kassier Karl Hupf weihte über die Kassenbewegungen ein, Vorsitzender Josef Mühlbauer verschaffte einen Rückblick über das Vereinsjahr 2017 und Kommandant Konrad Kellner legte einen Tätigkeitsbericht über den aktiven Teil sowie über die Flughelfer ab. Für Christian Koller war sein Bericht das Debüt in seiner Laufbahn als Jugendwart.

Bürgermeister Franz Müller dankte allen Verantwortungsträgern für die hervorragende Arbeit. KBM Josef Pritzl freute sich, dass bei der FFW Thürnstein die Aktiven hervorragend ausgebildet sind und die Jugendarbeit floriere. Er dankte für die Unterstützung bei Übungen und Einsätzen. Andreas Bergbauer war in seiner Funktion als KBI  am Samstag das erste Mal bei einer Jahreshauptversammlung in Thürnstein. Er war beeindruckt, wie hier der Jahrtag würdevoll und feierlich  mit der eigenen Blaskapelle umrahmt wird.

Zum Ehrenmitglied wurde die Ehrenpatenbraut Anna-Lena Kleppel, die  zusammen mit ihrer Familie bei der Festvorbereitung keine Mühen gescheut hat, ernannt. Weiterhin wurde der  Status  Friedrich Kopp wegen 60 Jahre Vereinszugehörigkeit und Friedrich Reif aufgrund des in diesem Jahr erreichten 80. Lebensjahres zuteil.

Goldenes Ehrenzeichen für 40 Jahre aktive Dienstzeit:
Bernhard Geiger, Karl Huber.
Silbernes Ehrenzeichen für 25 Jahre aktive Dienstzeit:
Markus Ascherl, Xaver Kollmer jun., Gerhard Kuchler und Franz Plötz.

Beförderungen: Philipp Schmid wurde zum Feuerwehrmann befördert.  Carina Schwarz stieg zur Löschmeisterin auf. Auf der Karriereleiter nach oben kletterten ebenso Markus Ascherl als Hauptlöschmeister und Mario Ascherl als Brandmeister.

Den Ärmelstreifen für zehn Jahre Mitgliedschaft  kann  sich Johann Kopp und für 20 Jahre Alexander Aigner annähen.
Den Ärmelstreifen für 30 Jahre verdienten sich Stefan Menacher und Josef Mühlbauer jun.,  für 40 Jahre Bernhard Geiger, für 50 Jahre Josef Mühlbauer sen. und Adolf Sperl und für 60 Jahre Friedrich Kopp.

Eine Urkunde für langjährige Mitgliedschaft erhielten: Ludwig Kollmer, Adolf Sperl, Josef  Mühlbauer sen. und Karl Vogl (50 Jahre).

Kommandant Konrad Kellner zum Fachberater Flughelfer ernannt

Kommandant Konrad Kellner, der auch als Leiter unserer Flughelfergruppe Landkreis Cham fungiert, wurde zum „Fachberater Flughelfer“ der Kreisbrandinspektion Cham ernannt. Die Ernennungsurkunde überrreichte ihm Kreisbrandrat Michael Stahl im Rahmen einer Besprechung von Führungskräften.
Zukünftig wird er als Florian Cham 1/11 bei verschiedenen Einsatzstichwörtern mitalamiert. Bei Einsätzen von Hubschraubern steht er dann der jeweiligen Einsatzleitung als Berater zur Seite. Außerdem stellt er sich für die Feuerwehren bezüglich Fragen zur Flughelfergruppe zur Verfügung. Diese Einsatzgruppe hat zur Zeit 45 Mitglieder, davon 43 an der Feuerwehrschule Würzburg ausgebildete Flughelfer und nimmt regelmäßig an bayernweiten sowie internationalen Übungen teil.

Aufbaulehrgang Winchen im Bergwachtzentrum Bad Tölz

Am 27. Oktober fand der diesjährige „Aufbaulehrgang Winchen“ im Bergwachtzentrum für Sicherheit und Ausbildung, für die Flughelfergruppe des Landkreises Cham, in Bad Tölz statt.

Bereits um 08:30 Uhr starteten 4 ausgebildete Flughelfer mit dem Mehrzweckfahrzeug der FF Thürnstein in Richtung Bad Tölz.  Dort angekommen wurde um 13.00 Uhr mit einer theoretischen Einführung durch Kräfte der Bergwacht  in die Simulationsanlage begonnen. Auch auf die wichtigsten Handzeichen im Windeneinsatz wurde durch Andreas Lenz, von der staatlichen Feuerwehrschule Würzburg, hingewiesen. Der Windenoperator von der Bundeswehr stellte den Windenhaken nochmal genauer vor. Nach dieser Einweisung konnte die persönliche Schutzausrüstung angelegt und mit den praktischen Übungen begonnen werden.

Als erstes wurde das richtige Einsteigen in einen schwebenden Hubschrauber trainiert. Nach einem kurzen „Aufstieg“ der Maschine winchte sich jeweils ein Flughelfer im Single-Winch in schräg abfallendes Gelände ab. Hier musste er sich zuerst selbst sichern, bevor er sich vom Windenhaken lösen konnte. Anschließend wurde der zweier Trupp im Double-Winch wieder aufgenommen, hier wurde wieder das richtige Einsteigen in die Hubschrauberzelle und das richtige Sichern im Hubschrauber geübt. Weiter ging es damit, dass der Trupp im Double-Winch auf einer erhöhten Plattform inkl. Rettungsdreieck abgesetzt wurde.  Nach dem richtigen anlegen des Dreiecks wurden beide Flughelfer wieder im Double-Winch aufgenommen und zur Ausgangsposition geflogen.

Alle Teilnehmer konnten zweimal alle Stationen durchlaufen, ehe das Lehrgangsende bekannt gegeben wurde. Bei einer kurzen Aussprache wurde allen Teilnehmern einwandfreies Arbeiten bescheinigt. Gegen 17:00 Uhr konnte die Heimreise angetreten werden.

„Stadelbrand“ in Thürnstein – Gemeinschaftsübung des KBM-Bereichs Lam klappte tadellos

Einen großen Halbkreis bildeten die  Feuerwehrkameraden am Freitagabend vor der Feuerwache in Thürnstein. Zuvor hatten die Einsatzkräfte der neun Feuerwehren des oberen KBM-Bereichs mustergültig einen simulierten Stadelbrand gelöscht, fünf vermisste Personen geborgen und eine lange Förderstrecke vom Weißen Regen aufgebaut.

KBM Josef Pritzl freute sich über die rührige Übungsteilnahme am Freitagabend. Die Aktionswoche soll den Mitbürgern die Aktivitäten der Feuerwehren bewusst machen. Ein besonderer  Dank galt den Kameraden der Thürnsteiner Wehr für die Organisation der Übung, vorneweg Konrad Kellner mit seiner Mannschaft. Der Kommandant  schilderte den Gesamtablauf der  Übung aufgrund eines angenommenen Brandes in dem ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesen von Ernst und Maria Vogl. Dort stehen zwei Stadel nebeneinander. In der Nachbarschaft ist ein Wohnhaus direkt angebaut. Erschwerend war, dass in der verrauchten Scheune fünf Personen vermisst waren. An der Einsatzstelle wurden primär die wasserführenden Fahrzeuge von Thürnstein,  Lam, Lohberg und Haibühl eingesetzt. Einsatzleiter Konrad Kellner bestimmte drei Abschnittsleiter für Brandbekämpfung, Personenrettung und Wasserförderung, nämlich die Staffelführer von Lam 21/1,  von Haibühl 21/1 und von Lohberg 21/1. „Das ist Standard in unserem KBM-Bereich“, begründete  Kellner. Lohberg 21/1  war auf der Saugstelle eingeteilt. „Wir hatten mit den wasserführenden Fahrzeugen oben über 10.000 Liter für den Erstangriff zur Verfügung“, bezifferte Kellner. Die Wehren  im KBM-Bereich Lam sind diesbezüglich sehr gut aufgestellt. „Das ist einzig und allein den  Kommunen zu verdanken“, bedankte sich  Kellner für dieses Entgegenkommen. Allerdings sei es keine überdimensionale Ausrüstung. Es habe sich bei  verschiedenen Einsätzen gezeigt, wie dringend das Equipment gebraucht werde. Die  Atemschutzüberwachung lief  über das ARÜST-System. Von der Saugstelle bis zur Brandstelle waren 34 B-Längen zu verlegen. „Im Stadel lagerten mehrere Gasflaschen, die die Trupps auf Anhieb fanden, hinaustrugen und kühlten“, berichtete der Ortskommandant.

Der Abschnittsleiter Brandbekämpfung,  Andreas Bergmann, rekapitulierte,  dass man an der Förderstrecke einen Eingangsdruck von sieben Bar  verzeichnete. Die Einsatzkräfte beförderten 2500 Liter pro Minute. Die Fahrzeugaufstellung war in der Hanglage eine Herausforderung, zumal auch  die Drehleiter einen optimalen Stehplatz benötigte. Konrad Kellner fügte hinzu, dass insgesamt drei Hydranten angezapft wurden. Das Netz sei im Dorf relativ gut ausgebaut. Die Abschnittsleitung für  Wasserförderung hatte Andreas Hupf vom Lohberg 21/1 inne. Er veranlasste das Ansagen bei der  „Lou“ beim Anwesen  von Max Aschenbrenner. Von der Saugstelle bis zum Lamer Tanker waren fünf Einsatzfahrzeuge eingebunden.  „Nach 21 Minuten war das Wasser da“, bestätigte Hupf. Die Leitung sei ruhig und sauber verlegt, die Funkgruppe getrennt worden. Der Funkverkehr habe einwandfrei geklappt.

Josef Pritzl  zollte für die vorbildliche  Wasserförderung und die Funkkanaltrennung absoluten Respekt. Es hätte jederzeit ein Rettungsfahrzeug hinauffahren können.

KBI Andreas Bergbauer betonte, dass das  Motto „Begegnen, Bewegen und Bewirken“ die Zielsetzung habe, Nachwuchskräfte für die Feuerwehren zu finden. Er bedankte sich für die Teilnahme und Weiterbildung im Ehrenamt. „Es wurde absolut professionell gearbeitet von Atemschutzüberwachung bis zur Personenrettung. Bei den Bränden am Osser verhinderten die umliegenden Wehren größere Schäden. KBR Michael Stahl blickte kurz auf die letzten 15 Jahre zurück, in denen sich der Lamer KBM-Bereich gut entwickelt habe. „Die Kommandanten, die Führungskräfte und die Gemeinden haben miteinander gute Arbeit geleistet“, konstatierte der KBR. Der Lamer KBM-Bereich sei in punkto Fuhrpark  einer der am besten Ausgestatteten im Landkreis. Allerdings sei dies alles auch notwendig. Die Übung war eine Herausforderung für die Maschinisten, die ihre Sache super gemacht haben. Es ist  keine Übertreibung, bei einem Brand der Kategorie 4 schon den Schlauchwagenzug  zu alarmieren. „Ausstattung ist das eine, die Planung aber  genauso wichtig“, machte Stahl bewusst.  Hier bleibe man am Ball. Wenn es irgendwo hakt, werde nachgebessert.  Die Übungen sind dafür da, dass sich die Aktiven im Ernstfall daran erinnern. „Die Ortskenntnis und das Wissen kann uns keiner nehmen“, so der KBR.  Die Aktionswoche habe der Innenminister in Altötting eröffnet. Das Motto ist heuer wieder auf die Gewinnung der Jugend abgestellt. Natürlich brauchen man ebenso Seiteneinsteiger und ältere Kameraden. Allgemein sei in der Industrie  stets  von der Digitalisierung die Rede. „Die Feuerwehr hat dies schon lange umgesetzt“, unterstrich der KBR. Jeder habe ein Smartphone und  der eine oder andere eine  Feuerwehr-App darauf,  mit der  man Schlauchleitungen oder Höhenunterschiede ausrechnen kann. „Wir sind fortschrittlich. Auch der Landesfeuerwehrverband hat bereits reagiert“, berichtete der Kreisbrandrat. Man spreche inzwischen Jugendliche mit provokativen Videoclips an.

Bürgermeister Franz Müller betonte, dass die Gemeinschaftsübungen ungemein wichtig sind. „Die Kameraden  sind Profis im Ehrenamt“, lobte der Rathauschef. Was würden die zweckmäßigsten  Autos nützen, wenn sie nicht mit Leben erfüllt würden.  Die Führungskräfte und Jugendleiter werben kontinuierlich für Zugänge. Auch die Damen integrieren sich sehr gut. Thürnstein habe nicht gerade ein  ebenes Dorfbild  und die Straßen sind zudem schmal. Ortskundigkeit sei daher gefragt. „Macht weiter so, dann werden wir Euch auch in Zukunft  unterstützen“, stellte der Bürgermeister in Aussicht.

Text und Fotos: Maria Frisch

85./86. Löschgruppe der Thürnsteiner Wehr glänzte bei der Abnahme

„Wenn jeder Handgriff sitzt, verleiht dies Sicherheit“, lobte Schiedsrichter eins, KBM Josef Pritzl, am Mittwochabend den schulungsmäßigen Aufbau der 85. und 86.  Löschgruppe der FFW Thürnstein/Schrenkenthal bei der Abnahme ihrer Leistungsprüfung. „Ihr habt bewiesen, dass ihr gut ausgebildet seid“, so Pritzl.  Wer zu jeder Tag- und Nachtzeit zu Einsätzen ausrückt,  muss auf die Schnelle alle Handgriffe abrufen können. Der Unparteiische forderte die Mannschaft im selben Atemzug auf,  ihren engagierten Kommandanten zurückzugeben, was sie an Zeit in die Prüflinge investiert haben. „Bleibt der Feuerwehr treu“, appellierte der Redner an die Absolventen, von denen die meisten erfreulicherweise auch  wohnorttreu sind.

Ehren-KBM Reinhard Kollmer beglückwünschte den Trupp in der Funktion des zweiten Unparteiischen. „Ich habe eine sehr gute Leistung gesehen und auch nichts anderes erwartet“, lobte er das sehr disziplinierte und routinierte Eingreifen der Gruppe, die sich gegenseitig ergänzt habe. „Wir  erlauben  uns hier keinen  Spaß, sondern setzen bei der Abnahme die Richtlinien der Leistungsprüfung nach den Feuerwehrdienstvorschriften um“, betonte Kollmer. „Wenn Ihr es draußen so macht, seid ihr auf einem guten Weg. Dann werden wir den Löscherfolg schnell erreichen“, schloss der Unparteiische.

Kommandant Kellner konstatierte, dass die Absolventen gut in der Zeit lagen und bedankte sich bei Andreas Koller und Stefan Menacher, die mit ihm die Ausbildung vorgenommen hatten.

Abzeichenempfänger der 85. Gruppe waren: Gruppenführer Carina Schwarz (Stufe drei), Maschinist Andreas Kleppel (vier), Philipp Schmid (eins), Christian Koller (vier), Alois Roßberger (sechs), Josef Aschenbrenner (sechs), Matthias Kleppel (drei), Andreas Koller (drei) und Michael Koller (eins).

Abzeichenempfänger der 86. Gruppe: Carina Schwarz, Andreas Kleppel (Ergänzungsteilnehmer), Stefan Lohberger (vier), Florian Multerer (drei), Martin Multerer (drei), Josef Aschenbrenner, Matthias Kleppel, Andreas Koller, Christian Koller (Ergänzungsteilnehmer).

Text und Foto: Maria Frisch