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Flughelferlehrgang

Vom 17.7. – 21.7.2017 fand an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg der erste von insgesamt zwei Flughelfer-Technik Lehrgängen in diesem Jahr statt. Mit dabei waren auch drei Kräfte der Flughelfergruppe des Landkreises Cham.

Bereits um 05:30 Uhr  machten sich Carina Schwarz, Nicole Aschenbrenner und Kress Christian mit dem Mehrzweckfahrzeug „Florian Thürnstein 11/1“ auf den Weg nach Würzburg.

Nach 3,5 stündiger Fahrt konnte man sich pünktlich um 10:00 Uhr im Lehrsaal einfinden.

Als erste Themen wurden die Grundlagen der Brandbekämpfung aus der Luft,  Hubschraubertypen, die Aufgaben eines Flughelfers sowie die Sicherheit an Landeplätzen durchgearbeitet. Im Nachmittag konnten dann auch in einer ersten Praxiseinheit die verschieden Lasthakensysteme begutachtet und beübt werden.

Dienstagvormittag war ebenfalls sehr Theorie orientiert. Thema war hier die allgemeine Hubschrauber Technik sowie das Verhalten im und am Hubschrauber. Den Unterricht gestaltete Matthias Füller von der Polizeihubschrauberstaffel Bayern. Am Nachmittag folgten praktische Übungen wie Einwinkzeichen und Einhängeübungen sowie das Einsprechen eines Hubschraubers via Funk.

Am Mittwoch machte sich der komplette Lehrgang auf das nahe gelegene Flugfeld nach Veitshöchheim. . Hier konnte nun das in der Theorie gelernte, in der Praxis  gefestigt werden. Kurz nach Eintreffen der Schüler setzten auch die drei Hubschrauber, eine Bell UH-1D von der Bundeswehr, eine EC 135 der Bayerischen Landespolizei sowie eine AS 350 der Firma Helix, zur Landung an. Nach einem kurzen Briefing zwischen Besatzungen, Lehrkräften und den Transportleitern wurde der Lehrgang in drei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe hatte nun die möglich zwei Stunden an der jeweiligen Maschine zu üben. Nachdem jede Besatzung eine ausführliche Sicherheitseinweisung an ihrer Maschine abhielt, wurden verschiede Lasten wie Transportboxen, Holzbalken samt Longline und Löschwasseraußenlastbehälter  geflogen. Nach ca.1,5 Stunden mussten allerdings die Übungsflüge unterbrochen werden. Grund hierfür war der Brand eines Getreidefelds unmittelbar hinter dem Übungsgebiet.  Deutlich sichtbare Rauchschwaden machten die Lehrgangsteilnehmer sowie die Piloten auf das Feuer aufmerksam. Nun konzentrierten sich die Fliegenden Kräfte auf eine massive Wasserausbringung auf das Brandgebiet. Nach mehrern erfolgreichen Löschwasserabwürfen konnte der normale Übungsbetrieb fortgesetzt werden. Dass Wasser hierzu wurde aus dem Main entnommen. Nachdem alle Gruppen ausführlich an allen Maschinen trainiert hatten wurde der Flugbetrieb gegen 16:00 eingestellt. Bei einem kurzen Debriefing zeigten sich alle Teilnehmer erfreut darüber, dass sich niemand verletzt und alle viel dazu gelernt hatten. Der Tag wurde mit einem besonderen Highlight beendet. Und zwar organisierten die Lehrkräfte einen gemeinsamen Grillabend an der Schule.

Am Donnerstag startete man wiederum im Lehrsaal. Nun war das Thema „Einzel- und Doppelwinch“. Auch hier zeigte PHK Matthias Füller die wichtigsten Grundlagen auf. Nach dem Mittagessen wurde wieder das Übungsgelände zur Praktischen Ausbildung angefahren. Ebenso unterstützen wieder eine Bell UH-1D sowie eine EC135 den Lehrgang. Jeder Lehrgangsteilnehmer konnte hier 4 Winchgänge absolvieren, ehe der Übungstag zu Ende ging

Bevor der Lehrgang beendet werden konnte musste am Freitag noch ein schriftlicher Leistungsnachweis abgelegt werden. Nach dessen Korrektur folgte die offizielle Verabschiedung. Hier konnte nun auch das Lehrgangszeugnis dass zur Ausbildung eines voll ausgebildeten Feuerwehr Flughelfers zählt an die drei Kräfte aus dem Landkreis Cham übergeben werden. Somit hatt die Flughelfergruppe Landkreis Cham mit Standort Thürnstein mit Carina Schwarz und Nicole Aschenbrenner zwei Flughelfer mehr in ihren Reihen. Da dieser Lehrgang in regelmäßigen Abständen wiederholt werden sollte nahm Christian Kress als Wiederholer an diesem Lehrgang teil und frischte sein Wissen nach 8 Jahren wieder auf.

Anna-Lena Kleppel ist Ehrenpatenbraut

Eine Feier, von der man sicher noch lange im Dorf reden wird, war das Ehrenpatenbrautbitten der FFW Thürnstein/Schrenkenthal am Samstag abend. Kaum hatte Anna-Lena Kleppel ihre Zusage gegeben und die Feuerwehr-Delegation in Feierlaune versetzt, leerte sich das Zelt wieder wegen der Alarmierung aufgrund des Brandes auf der Osserwiese, zumal in Thürnstein die Flughelfergruppe des Landkreises Cham stationiert ist. Die Zurückgebliebenen behielten Feuer und Rauch, die man mit bloßem Auge am nahen Hausberg sehen konnte, bis zum abschließenden Hubschrauber-Einsatz im Auge.

„D`Feierwehr vo Thürnstein möcht dir Grüß Gott sag`n, weil sie eine kleine Bitte heut` hätt` zum Vortragen“, formulierte der Vorsitzende Sepp Mühlbauer zuvor nach dem Marsch mit der Thürnsteiner Blaskapelle, der Festkinder und der vielköpfigen Mannschaft zum Elternhaus der Auserwählten. „Du wirst es ja eh scho wissen, warum das ma san zu dir kema, wir möcht ma dich zu unserer Ehrenpatenbraut ernenna“, hoffte Mühlbauer auf ein freudiges Jawort. „Mit dir als Ehrenpatenbraut hätt` d`Feierwehr a g`hörig`s G`fühl“,  versicherte der Redner, der zusammen mit  Konrad Kellner, Andreas Koller, Mario Ascherl und Stefan Menacher anschließend zu einem „Spielchen verdonnert wurden.“

Die Führungskräfte mussten mit nahezu stumpfen Spickerpfeilen auf eine Wand mit Luftballons zielen.  „Wer nicht trifft oder der Luftballon nicht platzt, muss einen Negerkuss vertilgen“, unterbreitete Anna-Lena Kleppel die Aufgabenstellung. Die Thürnsteiner Feuerwehrobrigkeit hieb die Wurfgeschosse  „mit  Schmackes“, also mit viel Kraft und Wucht, auf die Zielscheibe. Trotzdem blieb keiner fehlerfrei. Als die Wand fast abgeräumt war, war zu lesen „Ja, i mochs gern“.

Nach der ersten Sitzprobe im Zelt ließ der Vorsitzende seine offiziellen Begrüßungsworte folgen. Er freute sich über die Anwesenheit von Bürgermeister Franz Müller, KBM Josef Pritzl und Ehren-KBM Reinhard Kollmer, sowie der Präsenz der Festkinder mit den Eltern und der Blaskapelle Thürnstein. Als erstes bedankte sich der Vorsitzende herzlich  bei Anna-Lena Kleppel für die Übernahme des Amtes als Ehrenpatenbraut. Dies sei  nicht selbstverständlich, weil so eine Aufgabe viel Zeit-  und Geldaufwand voraussetze. Mühlbauer zollte  allen Eltern und Festkindern, die sich breiterklärt hatten,  Anna-Lena beim Gründungsfest in Lam zu begleiten, Anerkennung.  Der zahlenmäßig gute Auftritt zeuge vom Zusammenhalt in der Feuerwehr. „Ich hoffe, dass ihr beim 150-jährigen Fest in Lam genauso stark vertreten seid“, legte der Redner ans Herz.

Nachdem „durchgesickert“ war, dass die Prüflinge eventuell ein Schaf scheren müssen, waren sie über die Herausforderung mit weniger Schinderei erleichtert. Da Theresa Kleppel und Carolin Mühlbauer seit März diesen Jahres als neue Fahnenbegleiterinnen fungieren, schultere Vize-Vorsitzender Gustav Kleppel mit den Ehrenämtern der beiden Töchter gleich eine Doppelbelastung. Sandra Kleppel habe alles perfekt organisiert und vorbereitet. Daher galt den Gastgebern ein kräftiger Applaus. „Ich danke allen, die bei der Vorbereitung und der Durchführung des  Ehrenpatenbrautbittens mitgeholfen haben“. Der Wunsch nach einigen schönen und gemütlichen Stunden wurde durch Sirenengeheule unterbrochen, worauf die Einsatzkräfte  und Flughelfer der Feier für die Dauer des Einsatzes fernblieben .

Text: Maria Frisch

Waldbrandübung in Oberzwieselau

Am Samstag den 27. Mai 2017 fand im Bereich Oberzwieselau eine groß angelegte Waldbrandübung statt. Zur Unterstützung wurde auch die örtlich zuständige Flughelfergruppe des Landkreises Cham sowie die Flughelfergruppe der FF Straubing eingeladen. Zusammen mit dem Polizeihubschrauber Edelweiß 6 aus Roth sollten sie die Löschmaßnahmen unterstützen.

Bereits um 10.00 Uhr machten sich der Einsatzzug bestehend aus Thürnstein 43/1, Thürnstein 55/1, Lohberg 21/1 mit ALB Anhänger und Arrach 35/1 mit AB-UG auf den Weg ins Einsatzgebiet.

Kurze Zeit nach dem Eintreffen des Einsatzzuges setze Edelweiß 6 zur Landung am inzwischen eingerichteten Feldlandeplatz an.

Nach Rücksprache mit der Feuerwehr Einsatzleitung, welche Einsatzgegenstände im Brandgebiet benötigt werden, wurden verschiedene Außenlasten vorbereitet um  sie später einzufliegen.

Ausgangssituation war, dass der PKW einer Wanderer Familie, im Waldgebiet in Brand geraten war und sich dass Feuer aufgrund der trockenen Vegetation schnell ausbreitete. Die Familie erlitt einen Schock und verirrte sich im Wald.

Um 12.20 Uhr erfolgte die Erstalarmierung der zuständigen Feuerwehren. Nach einer ersten Erkundung stellte die örtlich zuständige Feuerwehr Oberweieselau fest dass das Feuer nur durch massiven Löschwassereinsatz und mit der Hilfe aus der Luft zu bekämpfen war. So wurden im nächsten zug weitere Feuerwehrkräfte sowie die beiden Flughelfergruppen inkl. Hubschrauber alarmiert.  Gegen 13:15 Uhr fand ein erster erkundungsflug mit dem Fliegerischen Einsatzleiter Kellner Konrad sowie den beiden Transportleitern Kress Christian (Tal) und Aschenbrenner Christian (Berg) statt. Nach diesem Flug wurde zusammen mit der FW-EL die Einsatztaktik festgelegt. Zudem wurde der Betankungsanhänger der Bergwachtbereitschaft Arnbruck Alarmiert um einen längeren Flugeinsatz zu garantieren.

Nun wurden 6 Einsatzkräfte mittels Winde in das Einsatzgebiet geflogen und dort abgewincht. In der Zwischenzeit wurden die beiden Waldbrandsätze sowie eine TS8/8 im Tal für den Lufttransport vorbereitet.  Als alle Gegenstände für die Brandbekämpfung im Einsatzgebiet angekommen waren wurde der Löschwasseraußenlastbehälter vom Typ Semat an den Hubschrauber angehängt. Dieser wurde die ersten beiden Turns mittels Schlauchleitung vom TLF der Flughelfer befüllt. Dass transportierte Wasser diente im Einsatzgebiet  für die inbetriebnahme des Waldbrandsatzes. Mit diesem wurde ebenfalls eine Brandbekämpfung durchgeführt. Im nächsten Turn wurde Wasser aus dem zwischenzeitlich vollen 15.000 Liter Faltbehälter, welcher von der FF Oberzwieselau gefüllt wurde,  entnommen. Dieses wurde direkt über den Brandgebiet abgeworfen. Auch hier zeigten sich die Vorteile des neuen Punktabwurfs, welches mit dem „neuen“ Semat möglich ist.  Nach mehreren Rotationen konnte von der Gesamteinsatzleitung „Feuer aus“ vermeldet werden. Nun wurden alle Gerätschaften inkl. Personal wieder zum Tallandeplatz geflogen. Dokumentiert wurden alle Flugbewegungen von der Fliegerischen Einsatzleitung, welche sich im AB-UG-ÖEL am Flugfeld befand und ebenfalls durch Flughelfer mit UG-ÖEL Erfahrung besetz wurde. Als Übungsbeobachter nahmen aus dem Landkreis Cham  KBR Michael Stahl, KBI Andreas Bergbauer sowie ehren KBM Reinhold Kollmer teil.

Bei einen kurzem Debriefing wurde die Übung nochmal Revue passiert.  Alle Teilnehmer freuten sich über einen Reibungslosen Übungsverlauf und waren sich einig die bis dato gute Zusammenarbeit weiter aufrecht zu erhalten.

Austausch der Außenlastbehälter 2319 mit 9/04

Am Dienstag den 9. Mai machte sich eine Abordnung der Flughelfergruppe des Landkreises Cham auf den Weg zur Feuerwehr Amberg. Ziel dieser Reise war der austausch eines Löschwasser-Außenlastbehälters. Die FF Amberg konnte nach langen warten nun ihre beiden, nicht mehr einsatzfähigen, Smokey 3 LAB außer Dienst stellen. Als Ersatzbeschaffung wurde vom Freistaat Bayern beschlossen einen neuen Semat F900V2 sowie einen Semat F900, der bislang bei der Feuerwehr Thürnstein-Schrenkenthal stationiert war, in Amberg unterzustellen. Damit die Flughelfergruppe des Landkreises Cham weiterhin über zwei Löschwasser-Außenlastbehälter verfügt wurde im gegenzug ebenfalls ein neuer Semat vom Typ Semat F900V2 bei der FF Thürnstein stationiert. Somit stehen in der Oberpfalz nun zwei einsatzbereite Semat F900 sowie zwei einsatzbereite Semat F900V2 für Waldbrände bereit.

Die neuen Funktionen des Semat F900V2 im Vergleich zur ersten Version sind:
– Punktabwürfe sind nun möglich
– Automatisches öffnen des Behälters bei Trennung der Steuerleitung
– Neues Design und Beschriftung (9/04 = 900 Liter Fassungsvermögen/04 fortlaufende Nummer)

Frühjahrsgemeinschaftsübung in Thürnstein

Am Abend des 5. Mai 2017 fand eine Frühjahrs-Gemeinschaftsübung für vier Feuerwehren aus dem „oberen“ Kreisbrandmeisterbereich Lam in Thürnstein statt. Mit der Organisation war die Feuerwehr Thürnstein-Schrenkenthal betraut.

Pünktlich um 19 Uhr wurden die Wehren mittels Funksammelruf „Angenommener Brand einer Stallung beim Anwesen Schmatz in der Waldecker Straße 13 in Thürnstein, eine Person vermisst“, durch KBM Josef Pritzl gerufen. Die örtlich zuständige Wehr aus Thürnstein-Schrenkenthal traf schon nach kurzer Zeit mit ihrem Löschgruppenfahrzeug LF 10 am Übungsobjekt ein, begann unverzüglich mit zwei Atemschutztrupps die Personensuche im Kellerbereich des Gebäudes und baute einen ersten Löschangriff von der Gebäude-Nordseite her auf. Die Atemschutzüberwachung lag in den Händen der Besatzung des Thürnsteiner Mehrzweckfahrzeugs. Die Kommandanten Konrad Kellner und Andreas Koller übernahmen die Einsatzleitung und teilten nach einer ersten Erkundung die anrückenden Nachbarwehren ein.

Der als nächstes eintreffende Lamer Löschzug stellte mittels Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 einen Löschangriff über die Drehleiter an der Gebäuderückseite her, während das Lohberger Tanklöschfahrzeug die Brandbekämpfung an der Frontseite aufnahm. Zunächst konnte das Löschwasser aus den Tanks der Fahrzeuge, welche direkt am Übungsobjekt postiert waren, entnommen werden. Zeitgleich wurde eine Förderstrecke vom ca. 550m entfernten Weißen Regen von den Löschgruppenfahrzeugen aus Engelshütt und Lam aufgebaut. Desweiteren wurde vom Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuerwehr Lohberg ein Oberflurhydrant, welcher sich im Siedlungsgebiet der Waldecker Straße befindet, in Betrieb genommen und eine B-Leitung zum Übungsobjekt verlegt.

Nach knapp einer Stunde hieß es „Wasser halt“. Zur Abschlussbesprechung vor dem Übungsobjekt begrüßte Kreisbrandmeister Josef Pritzl alle Teilnehmer. Kommandant Konrad Kellner von der Feuerwehr Thürnstein-Schrenkenthal ließ die Übung Revue passieren und ging auf die wichtigsten Punkte ein. Er stellte den Weißen Regen bei der Zimmerei Aschenbrenner zur Wasserversorgung als entscheidenden Faktor zum Löscherfolg heraus, da hier im Bedarfsfall auch 3-4 B-Leitungen zum Brandobjekt verlegt werden könnten. Als mögliche Gefahren nannte er einen 1.000 Liter Dieseltank im Keller sowie diverse Futtermittel im hinteren Bereich des Gebäudes. Kreisbrandinspektor Andreas Bergbauer stellte fest, dass die Personenrettung und Wasserversorgung gut funktioniert hatten. Er merkte an, dass im Ernstfall nach Einsatzstichwort Brand 4 alarmiert werden würde und somit zusätzlich noch weitere Feuerwehren und der Schlauchwagenzug zur Verfügung stehen würden.

Abschießend bedankte sich Kreisbrandmeister Josef Pritzl bei Thomas Schmatz für die Überlassung des Übungsobjekts sowie bei den Kameradinnen und Kameraden, die sich an einem Freitagabend so engagiert an einer Übung beteiligen und wünschte einen guten Nachhauseweg.

(Bericht und Bilder vom WebTeam-Mitglied Michael Neumeier)

Waldbrandübung in Tschechien

Am Mittwoch den 26. April fand in Tschechien im Bereich Skorice, am dortigen Truppenübungsplatz, eine Waldbrandübung statt. Mit dabei waren auch Katastrophenschutzeinheiten aus dem Landkreis Cham.
Bereits um 06:15 Uhr trafen sich die Flughelfergruppe des Landkreises Cham sowie der Schlauchwagenzug des Landkreises Cham am Grenzübergang Rittsteig. Von dort aus ging es dann als Kolonne weiter in Richtung Janovice. Hier schloss sich der ELW der FF Janovice den deutschen Konvoi als Führungsfahrzeug an.
Nach zweistündiger Fahrt wurde das Übungsgebiet in Skorice (nähe Pilsen) erreicht.


Nach und nach trafen alle weiteren Übungsteilnehmer ein. Leider musste bei der ersten Besprechung mitgeteilt werden dass der angeforderte Hubschrauber der tschechischen Polizei aufgrund des schlechten Wetters, starker Schneefall und Nebel, nicht starten konnte. So bekamen die Flughelfer kurzerhand den Einsatzauftrag die Kollegen des Schlauchwagenzugs beim bau von zwei ca. 3km langen Förderleitungen zu unterstützen.
Nachdem beide Leitungen fertiggestellt waren wurden von der Tschechischen Übungsleitung verschiedene Szenarien wie Pumpenausfälle, Schlauchplatzer, etc. eingespielt.


Nach 2,5 Stunden Einsatzübung kam es plötzlich zu einer heftigen Detonation im Übungsgebiet. Umgehend mussten alle Einsatzkräfte das Gebiet verlassen und sich am Sammelpunkt einfinden.
Hier wurde bei einer erneuten Besprechung die Einsatzkräfte aufgeklärt dass sich bei der Detonation um eine geplante Sprengung der Übungsleitung handelte. Es wurde auch erklärt dass sich im „Brandgebiet“ noch mehrere Blindgänger befinden können die dass 10 fache an Sprengkraft der gezeigten Explosion besitzen.
Gleichzeitig wurde auch dass Übungsende bekannt gegeben. Nach einer kleinen Verpflegungspause konnte mit den Aufräumarbeiten begonnen werden.

Nachdem das gesamte Schlauchmaterial auf den Fahrzeugen verlastet war, konnten die deutschen Kräfte gegen 14:00 Uhr den Heimweg antreten.
Bei dieser Übung zeigte sich, wie schon dass letzte Jahr, die gute und problemlose Zusammenarbeit der Feuerwehren aus dem Chamer Landkreis mit den Kollegen der Feuerwehren aus dem Raum Pilsen. Obwohl sie verschiedenen Spezialaufgaben nachgehen klappte auch die Zusammenarbeit zwischen Flughelfern und Schlauchwagenzug auf Anhieb ohne Probleme.

Gemeinschaftsübung in Hienheim

Am Samstag den 11. März 2017 organsierte die Flughelfergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt an der Donau in Zusammenarbeit mit der Polizeihubschrauberstaffel Bayern, eine Gemeinschaftsübung der Flughelfergruppen aus Neustadt an der Donau, Straubing und der Flughelfergruppe des Landkreis Cham mit Standort in Thürnstein. Ziel dieser Übung war es, zu einem junge Piloten und Boardtechniker im Außenlastflug auszubilden, sowie für die Feuerwehr Flughelfer das Anschlagen verschiedener Lasten zu Trainieren.

Bereits um 06:45Uhr machten sich 6 ausgebildete Flughelfer der Landkreises Cham mit dem Mehrzweckfahrzeug Florian Thürnstein 11/1 auf den Weg nach Hienheim, wo am dortigen Flugplatz die Übung stattfand.

Nach 2 stündiger Fahrt wurde das Übungsgebiet erreicht. Nach und nach trafen alle Teilnehmenden Einheiten am Landeplatz ein. Unter ihnen auch der Polizeihubschrauber Edelweiß 2 und die UG-ÖEL des Landkreises Kelheim.

Bei einem ersten kleinen Briefing wurden von Übungsleiter Meier Markus von der Feuerwehr Neustadt a.d. Donau der fliegerische Einsatzleiter sowie die beiden Transportleiter benannt. Hier bekam Kress Christian stellvertretender Leiter der Flughelfergruppe des Landkreises Cham den Auftrag den Einsatzabschnitt „Landeplatz“ zu leiten.

Nachdem gemeinsam die Lasten am „Landeplatz“ für den Lufttransport vorbereitet wurden, wurde von Polizeihauptkommisar Matthias Füller nochmal auf die wichtigsten Details hingewiesen.

Im Anschluss fand noch ein kurzes Briefing der Einsatzleitung, der beiden Transportleiter, der UG-ÖEL und der Fliegenden Besatzungen statt. Die UG-ÖEL Kelheim wurde mit der Aufgabe betraut den kompletten Übungsablauf zu dokumentieren.

Nun konnte mit dem Flugbetrieb begonnen werden. Als erstes wurden mehrere Holzbalken ins Einsatzgebiet geflogen. Gefolgt von Sandsäcken, Lastennetz mit Transportbox und TS8. Im Anschluss wurde das Polizeieigene Bambi Bucket an den Hubschrauber angehängt. Dieses wurde zuerst in der nahe gelegen Donau befüllt. Mit diesem Wasser wurde nun der 5000 Liter fassende Faltbehälter der Flughelfergruppe des Landkreises Cham gefüllt. Nach erfolgreichen Wasserabwurf wurde das Bambi Bucket mittels Schlauchleitung befüllt. Nun sollte ein simuliertes Feuer aus der Luft abgelöscht werden. Auch hier zeigte sich die Treffsicherheit der Piloten. Nach diesem Turn wurde das Bambi ebenfalls im Einsatzabschnitt „Wald“ abgelegt und alle Teilnehmer trafen sich am Landeplatz um ein gemeinsames Mittagsessen zu sich zu nehmen.

Dass Nachmittagsprogramm sah vor, dass alle Lasten in der selber Reihenfolge wie am Vormittag zurück zum Flugfeld geflogen wurden. Als alles wieder am Ausgangspunkt angekommen war, wurde der Löschwasser-Außenlastbehälter vom Typ Semat900 am Hubschrauber angehängt. Auch hier wurde zuerst in der Donau und später via Schlauchleitung befüllt. Die Ziele waren wiederum der Faltbehälter sowie ein simuliertes Feuer nahe der Landebahn.

Als letzten Einsatzauftrag bekamen die Flughelfer am Einsatzabschnitt „Landeplatz“ von Transportleiter Kress die Aufgabe den Semat Behälter auszuhängen. Nachdem dies geschehen war konnte die Übung offiziell als beendet erklärt werden.

Nachdem alles wieder abgebaut und in den Fahrzeugen/Hubschrauber verlastet war, traf man sich noch zur gemeinschaftlichen Aussprache. Hier bedankte sich Übungsleiter Meier Markus nochmal sehr herzlich bei den Zahlreich erschienen Einsatzkräften, auch PHK Füller war voll des Lobes für die Flughelfer. „Es wurden keine Fehler gemacht und keiner hat sich verletzt. Sicherlich das Ergebnis der jahrelangen guten Zusammenarbeit der Flughelfergruppen und der Polizei“ so das Resümee des Ausbildungsleiters der Polizeihubschrauberstaffel.

Jugendgemeinschaftsübung 2016

Fast schon traditionell wurde auch dieses Jahr wieder eine Jugendgemeinschaftsübung im KBM Bereich Lam organisiert. Ausrichtende Feuerwehr war dieses Mal die FFW Gotzendorf.

Am Samstag den 29.10.2016 15Uhr erfolgt somit die Alarmierung der Jugendgruppen per Funk. Angenommenes Szenario: Brand einer landwirtschaftlichen Zugmaschine, 1 Person vermisst, Rettungshubschrauber im Anflug.

Der Alarmierung folgend machten sich die Jugendgruppen des KBM Bereichs auf den Weg nach Gotzendorf/Unterzettling wo die Übung stattfand.

Wir die Feuerwehr Thürnstein/Schrenkenthal erhielten die Aufgabe, unterstützt von der FFW Lam, einen Luftlandeplatz für den ankommenden Rettungshubschrauber einzurichten.

Während dessen kümmerten sich die anderen Jugendgruppen um den Aufbau der Löschwasserversorgung bzw. der Brandbekämpfung sowie um die Vermisstensuche. Um alle Jugendlichen einen Einblick in die Tätigkeiten der Feuerwehr zu geben wurden die Stationen in der zweiten Hälfte der Übung teilweise durchgetauscht.

KBM Pritzl, IJW Aschenbrenner und 1.Kdt. FFW Gotzendorf Haimerl waren bei der Abschlussbesprechung sichtlich Erfreut und voll des Lobes für und über die Vielzahl der teilnehmenden Jugendlichen.

Text: Mario Ascherl
Fotos: Alexander Aigner

Wissenstest 2016

wissenstest

Am Freitag den 28.10.16 fand der alljährliche Wissenstest der Jugendfeuerwehren des KBM-Bereichs 4/3 im Gerätehaus der FFW Lam statt. Wie jedes Jahr nahmen auch wieder Jugendliche aus unserer Wehr daran teil. Die Aufgabe in diesem Jahr lautet für die Teilnehmer „Brennen und Löschen“. Ausgebildet wurden unsere 7 Jugendfeuerwehrler dazu von den Jugendwarten Ascherl Mario & Christian Koller. Mit bravur legten unsere Feuerwehranwärter/innen den Wissenstest ab. Zu diesem Ergebnis gratulieren wir recht herzlich.

Flughelfer absolvieren Aufbaulehrgang Winchen

winchen

Wie schon im Mai dieses Jahres absolvierten am Freitag den 28. Oktober 8 Feuerwehr Flughelfer der Flughelfergruppe Lkr. Cham den „Winch-Aufbau-Lehrgang“ in Bad Tölz.
Bereits um 5:30 Uhr starteten die Einsatzkräfte ins Bergwachtzentrum für Sicherheit und Ausbildung. Nach 3,5 Stündiger fahrt wurde pünktlich um 9:00 Uhr mit dem Lehrgang begonnen. Nach einer Theoretischen Einweisung wurde damit begonnen den Übungszirkel zu absolvieren.
Dieser beinhaltete verschiedene Szenarien die den Flughelfern im Einsatzfall jederzeit wiederfahren können.
Nachdem der Zirkel von jedem Flughelfer zweimal durchlaufen wurde, konnte im bei einem gemeinsamen Mittagsessen der Lehrgang beendet werden.